Autor Röhrig zur Lesung am Egbert-Gymnasium

„In 300 Jahren vielleicht“ lautet der Titel des historischen Jugendromans, den Tilman Röhrig im Rahmen einer Lesung am Egbert-Gymnasium präsentierte. Das Geschehen spielt zur Zeit des 30-jährigen Krieges, dessen Ausbruch sich in diesem Jahr zum 400. Mal jährt. In einer regen Diskussion ging es anschließend auch um die Frage, was das Geschehen von damals mit unserer heutigen Zeit zu tun hat. Röhrig zog dabei Parallelen zwischen dem 30-jährigen Krieg und dem heutigen Kriegsgeschehen in Syrien: „Auch damals gab es viele verschiedene Kriegsparteien und es war schwer zu sagen, wofür die einzelnen Gruppen kämpften, worin ihr genaues Ziel bestand und wer hier als gut oder böse anzusehen ist.“

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Steintafeln erinnern an acht Zöglinge

Weihe des Denkmals an der Friedhofsmauer der Abtei

100 Jahre ist es her, dass der Erste Weltkrieg zu Ende ging. Dieser Krieg stellte die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts dar und forderte viele Opfer – auch in der Abtei Münsterschwarzach. Neben zahlreichen Mönchen kamen auch acht „Zöglinge“, wie man die Schüler damals nannte, zu Tode. An sie erinnert nun wieder ein dreiteiliger Stein an der Friedhofsmauer der Abtei. In einer kleinen Feierstunde im Rahmen des Benediktsfest, dem 21. März, wurde der Stein im Beisein von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Prior P. Pascal würdevoll eingeweiht.
Etwa 15 Schüler des Egbert-Gymnasiums und ihre Lehrkraft Karin Illner beschäftigten sich ein Jahr lang mit dem Denkmal, das seit etwa 20 Jahren ein „Schattendasein“ im Archiv fristete und bei dem eine von drei Platten fehlte. Den Schülern war klar: Das Andenken an die acht früheren Schüler, die sich freiwillig für den Militärdienst gemeldet hatten und dabei ihr Leben verloren, sollte wieder hergestellt werden. So suchten sie die Zusammenarbeit mit Abtei-Archivar P. Franziskus Büll und der Bildhauerin Dresch-Fritzsch aus Schwarzach, die die verschwundene Steinplatte erneuerte. Es wurden Standorte geprüft und wieder verworfen, ehe man am Eingang zum Friedhof den idealen Platz gefunden hatte.
Im weiteren Verlauf sammelten die Schüler Spenden, mit deren Hilfe das Projekt auf die Beine gestellt werden konnte: Der „Münsterschwarzacher Kreis“, der Förderverein des EGM, engagierte sich sehr stark. Darüber hinaus stellte Schulleiter Robert Scheller den Kontakt zur Franz-Oberthür-Stiftung her. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer holte den „Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge“ mit ins Boot, so war man der Realisierung des Projekts schon ein Stück näher. Das Schmieden der Haken für die Aufhängung und die Anbringung der Steintafeln übernahm die Metallwerkstatt der Abtei.
„Ich hatt´ einen Kameraden“ spielte Solotrompeter Benjamin Hettrich (Q12) zu Beginn der feierlichen Einweihung – und traf damit den richtigen Ton. Die acht Namen der Toten – Anton Kram, Georg Kraus, Julius Dreyer, Wilhelm Bussmann, Gregor Albert, Oskar Nöth, Karl Pfriem und Johann Rösch – mahnen dazu, den Frieden zu achten und zu bewahren. So stellte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer in seiner Ansprache auch heraus, dass der Erste Weltkrieg vielleicht vermeidbar gewesen wäre, aber der Konflikt zunehmend eskaliert sei. „So konnte am Ende keine Konfliktpartei mehr am Frieden festhalten, weil sie sonst das Gesicht verloren hätte.“ Beinhofer sah das als Mahnung an, auch heute die Streitigkeiten in der Welt nicht eskalieren zu lassen, sondern den Dialog zu suchen.
Schülerin Natalia Hirschmann las aus Frontberichten vor, die an die Abtei geschickt worden waren. Darin ging es um furchtbares Leid, das durch Gas-Angriffe den eigenen und den feindlichen Soldaten zugefügt worden war. In Erinnerung an die Opfer wurde ein Kranz am Fuße des Denkmals niedergelegt. Schulseelsorger P. Jesaja weihte die Steinplatten mit Weihwasser, bevor eine A-Capella Gruppe der Schule am Ende zum Lob Gottes sang.

Spaß beim Lernen

Allen Grund zur Freude hatten Mia und Lilli Scheibenberger beim Tag der offenen Tür des Egbert-Gymnasiums. Während Papa und Mama mit vielen nützlichen Informationen über das neue Schulkonzept und die anstehende Renovierung versorgt wurden, besuchten die beiden den Ausstellungsraum der Schülerzeitung „PEERplus“. Da ergatterten sie nicht nur das neueste Exemplar, sondern posierten auch noch vor dem Fotografen. Die Mickey-Maus-Gimmicks hatten es ihnen angetan, und ein rotes Herz durfte natürlich auch nicht fehlen. Der Tag der offenen Tür am EGM war ein voller Erfolg.

Fulminante Bühnenshow zum Abschied vom EGM

„EGM, die Schule die ist cool! Was du hier alles machen kannst, das haut dich echt vom Stuhl“. Mit dieser Hymne, die sie schon als Fünftklässler gelernt haben, verabschiedeten sich die Abiturienten des Egbert-Gymnasiums auf musikalische Art und Weise. Bevor die Abiturprüfungen losgehen, luden sie zu ihrem Abschlusskonzert ein – und der Publikumserfolg war überragend. Über 400 Besucher drängten sich in der vollbesetzten Aula und waren begeistert von den Darbietungen der angehenden Abiturienten.
Eine Fülle von Musikbeiträgen wartete auf das Publikum. So zeigten einige Schüler, welchen Klangkörper man ohne Begleitung, nur mit A-capella-Gesang erzeugen kann. Darüber hinaus kamen auch ungewöhnliche Instrumente zum Einsatz, etwa Flaschen, denen man je nach Befüllung einen unterschiedlich hohen Ton entlocken konnte. Neben diesen humorvollen Beiträgen waren aber auch höchst anspruchsvolle, symphonische Klänge zu hören. So trat das Streich- und Blasorchester gemeinsam auf und intonierte „Music was my first love – and it will be my last“. Ein Hauch von „Blues brothers“ wehte durch die Aula, als Stefan Nürnberger in die Trompete blies und Stefan Steinberger am Bass in die Saiten griff.

Cool bis ans Herz: die Blues Brothers.


Will man die Aufführungen des Abends beschreiben, so ist der traditionelle Begriff „Konzert“ allerdings nur zum Teil richtig: Mit Filmbeiträgen nahmen die Schüler sich selbst und ihre Lehrer aufs Korn. Die Frage, ob sie in den letzten acht Jahren im „falschen Film“ gewesen seien, zog sich wie ein Roter Faden durch die Präsentationen. Viele Anspielungen auf Kino-Erfolge gab es auch bei einem szenischen Spiel, bei dem Isabel Kestler Regie führte. Darin hatten es zwei Schüler nicht geschafft, ihre Seminararbeiten rechtzeitig abzugeben, und spielten rückblickend, was ihnen alles auf dem Weg zur Seminararbeitsabgabe widerfahren war: Asterix und Obelix spielten ihnen einen Streich, die Eisprinzessin griff ein und schließlich fand man sich bei „Tribute von Panem“ wieder. Die Zuschauer staunten über die Kreativität der gezeigten Ausreden – die Lehrkräfte waren weniger überrascht, sind sie doch aus dem Schulalltag so einiges gewohnt.
Neben diesen Mulitmedia-Installationen zeigten die Schüler allerdings auch, dass es nicht unbedingt großer Technik bedarf, um kreativ zu sein. Die Macht des Wortes allein, vorgetragen durch eine charismatische Stimme und schauspielerisches Geschick, kann die Herzen der Zuschauer erreichen. So wandelte Saskia Stoss auf den Spuren von Dieter Nuhr, als sie als „Kundin“ das „Gesamtpaket EGM“ für ihre Amazon-Bewertung in den Blick nahm und je nach Güteklasse ihre Sterne verteilte. Franziska Baumann hielt den Eingangsmonolog von Goethes „Faust“ in abgewandelter, auf ihre Schule passender Form und ließ dabei kein Auge trocken. Zum gemeinsamen Schlusslied versammelte sich der gesamte Jahrgang auf der Aulabühne und dankte Schulleiter Robert Scheller und den Lehrkräften für die Betreuung und Förderung in den zurückliegenden acht Jahren. Mit einer kleinen „After-Show-Party“ endete der Abend, der den Zusammenhalt innerhalb des Jahrgangs enorm förderte und das kreative Potential vieler Schüler eindrucksvoll ans Licht brachte.

Teilnahme der Klasse 10b am Jugendkreistag in Kitzingen am 28.02.2018

Die Schülerinnen der Klasse 10b hatten sich bereits im Vorfeld des Jugendkreistages intensiv mit dem von ihnen ausgewählten Thema „Fake News – eine Gefahr für die Demokratie?!“ auseinandergesetzt. Hauptsächlich während des Projekt-Freitags im Januar erarbeitete die Klasse einen eigenen Vorschlag, um eine Möglichkeit zu finden, den Einfluss von Fake News auf die Meinungsbildung zu reduzieren. So wurde die Idee geboren, mit Unterstützung des Kreistags eine Materialmappe für die Schulen der Region zur Verfügung zu stellen, die Informationsmaterialien, Kopiervorlagen und einen kurzen Film zur Erklärung der Risiken und möglichen Probleme für Schüler der Unter- und Mittelstufe umfasst. Außerdem sollte sich der Kreistag für die Erstellung eines Online-Quiz zur Überprüfung des Wissens über Fake News einsetzen.
Verschiedene Schulen des Landkreises präsentierten im Verlauf des Vormittags ihre Vorschläge, auch zu dem zweiten Thema „Chancenungleichheit unter Jugendlichen“, das ebenfalls zur Wahl stand. Nach jedem der beiden Themenblöcke wurden die Beiträge von den anderen anwesenden Schülern auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft und diskutiert. Im Anschluss daran stimmten die Jugendlichen darüber ab, ob der jeweilige Antrag angenommen oder abgelehnt wird.
Landrätin Tamara Bischof war als Vorsitzende während der gesamten Veranstaltung anwesend, beteiligte sich an den Diskussionen zu den verschiedenen Vorschlägen und gab zum Abschluss des Jugendkreistages noch einen kurzen Einblick in die Arbeitsweise des Kreistages und die Angelegenheiten, die ihren Alltag als Landrätin bestimmen. Auch andere Mitglieder des Kreistags sowie Experten zu den beiden Themengebieten standen den Schülern mit Rat und Tat zur Seite.
Nachdem sich die Jugendlichen bereits seit Beginn der zehnten Jahrgangsstufe vor allem theoretisch im Sozialkundeunterricht mit Politik beschäftigt hatten, konnten sie nun auch einmal praktisch in „gelebte Demokratie“ hineinschnuppern.

Peter Vogl geht in den Ruhestand

Oberstufenbetreuer und DJK-Vorsitzender verlässt nach über drei Jahrzehnten das EGM
Nach über 35 Jahren im Schuldienst verlässt ein Urgestein das Egbert-Gymnasium: Peter Vogl geht in den Ruhestand. Seit den frühen 80er Jahren gestaltete er die Klosterschule an verantwortliche Stelle mit. So übernahm er acht Jahre lang die Funktion des Fachbetreuers für Katholische Religionslehre. Seit 1997 begleitete er als Kollegstufenbetreuer die Oberstufenschüler zum Abitur. Dabei übernahm er weit mehr als nur die organisatorische Leitung der Kursphase: Peter Vogl hatte stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Schüler. Mit seiner besonnenen Art war er in der Lage, auch in hitzigen Situationen die Ruhe zu bewahren.
Darüber hinaus engagierte sich Peter Vogl von 1986 an für die traditionellen Pfingstfahrten, die viele besondere Orte zum Ziel hatten, wie beispielsweise das Kloster Montecasino in Italien oder auch der Odilienberg im Elsass. Neben seinem Unterrichtseinsatz arbeitete Peter Vogl über viele Jahre aktiv im Schulseelsorgeteam mit. Dabei begleitete er Besinnungswochenenden für Schüler und gestaltete Filmelternseminare mit. Als die Abtei Münsterschwarzach für ihre Einrichtungen und Betriebe gemeinsame Leitsätze entwickelte, brachte Vogl die Expertise der Schule mit ein.
Viele Sportbegeisterte kennen Peter Vogl aber auch als Vorsitzenden des Schulsportvereins DJK Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach. 27 Jahre lang hatte er diese Funktion inne, bevor sie kürzlich auf Julian Binzenhöfer überging. Vogl sorgte im Hintergrund für den organisatorischen Rahmen, der die Grundlage dafür war, dass die sportlichen Erfolge im Bereich Voltigieren, Turnen oder Basketball überhaupt möglich wurden. Außerdem fungierte er als Kampfrichter bei Internationalen Turnwettkämpfen. Als Sportlehrer lag Peter Vogl die Bewegung der jungen Menschen besonders am Herzen. So brachte er den Schülern bei Studienfahren auch das Surfen und das Segeln näher, sei es im Holländischen Wattenmeer oder am Gardaseee. Er leitete zahlreiche Skikurse in Hofgarten, Wagrain und Filzmoos. Auch nach dem Eintritt in den Ruhestand begleitet er ein Golf-Team des EGM zu einem Turnier und eine Studienfahrt zur „Erkundung der Alpen“.
Schulleiter Robert Scheller bedankte sich im Rahmen der Halbjahreskonferenz bei Peter Vogl für den langjährigen Einsatz am Egbert-Gymnasium und wünschte ihm einen erfreulichen neuen Lebensabschnitt, der viele schöne Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen bereithalten möge.

Helau am EGM

„Helden meiner Kindheit“ lautete das Motto beim Unterstufenfasching am Egbert-Gymnasium. Die beiden Sechstklässlerinnen Hannah Pohl und Emma Schmitt mussten da nicht lange überlegen, welches Kostüm sie auswählen würden. Schnell war klar: Das Einhorn sollte es sein! Der Donnerstagnachmittag vor den Faschingsferien stand ab 15 Uhr ganz im Zeichen der fünften Jahreszeit. Die Tutoren hatten sich ein tolles Bühnenprogramm aus Sketchen, Tanz und Akrobatik ausgedacht. Auch für die kulinarischen Genüsse war bestens gesorgt.