Von Klimaschutz bis Pflegenotstand

Landtagsabgeordnete Barbara Becker diskutiert mit Schülern des EGM

Besuch aus der hohen Politik: Die Landtagsabgeordnete Barbara Becker (CSU) besuchte das Egbert-Gymnasium und diskutierte mit den Schülern über aktuelle politische Fragen. Der Klimaschutz stand im Mittelpunkt des Interesses, darüber hinaus aber auch der Pflegenotstand und die Zukunft der Hebammenausbildung. Aus aktuellem Anlass nahm Frau Becker auch Stellung zu dem Eklat im Landtag. Bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus im Landtag hatte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, die AfD scharf angegriffen. Unter anderem hatte sie der Partei vorgeworfen, Verbrechen der Nazis zu verharmlosen. Daraufhin hatte ein Großteil der AfD-Abgeordneten den Plenarsaal verlassen, unter ihnen die Fraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner. Frau Becker schilderte, dass daraufhin in der CSU die Frage entstand, ob man die frei gewordenen vorderen Plätze selbst belegen solle. Doch ganz bewusst habe man sich anders entschieden: Die Plätze der AfD-Abgeordneten sollten frei bleiben, als Zeichen dafür, dass die AfD an dieser Gedenkveranstaltung für einen Eklat gesorgt hat und die Kritik nicht hören will.

Handball-WM in Deutschland – Wir waren dabei!


Am Mittwoch, den 16.01.2019, durften einige Kinder des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach das wahrscheinlich größte Sport-Event Deutschlands im Jahr 2019 besuchen. Rund 60 Schülerinnen und Schüler der differenzierten Sportgruppen und der Handball-Schulmannschaften nahmen die dreistündige Busfahrt nach München auf sich, um sich dort das Spiel Japan gegen Island der Handball-Weltmeisterschaft anzusehen, für welches der Bayerische Handball-Verband Karten zur Verfügung gestellt hatte.
Vor dem besagten Spiel hatten die Schüler Zeit, das Gelände des Olympiaparks und die Olympiahalle ausgiebig zu erkunden. Um 15:30 Uhr begann die Partie und beide Kontrahenten kämpften um den Sieg. Während das Ausscheiden der Japaner aus der WM schon sicher war, ging es für die Isländer um den Einzug in die Hauptrunde. Diesem Ziel kam die isländische Mannschaft näher, indem sie das Spiel souverän mit 25:21 für sich entscheiden konnte.
Alles in allem war es eine sehr gelungene Exkursion, welche nicht nur Spaß bot, sondern auch durch die Atmosphäre in der Halle eine bleibende Erinnerung sein wird und dem Handballsport am EGM weiteren Aufwind geben wird.

Fit fürs Studium

EGM präsentiert beste Seminar-Arbeiten
Die besten Seminar-Arbeiten des Egbert-Gymnasiums wurden am Dienstagabend den Eltern und interessierten Besuchern präsentiert. Georg Binzenhöfer (unser Bild) schuf mit seiner Posaune einen würdigen Rahmen für die Veranstaltung, die eine große Vielfalt des Arbeitens am Egbert-Gymnasium deutlich machte. Die präsentierten Werke entstanden in einem Zeitraum von einem Jahr in den W-Seminaren, in denen wissenschaftliche Methoden als Vorbereitung für das Studium eingeübt werden. Dank der Größe der Oberstufe am EGM konnten sieben verschiedene Seminare angeboten werden, darunter die Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik, die Sprachen Englisch und Latein sowie Mathematik und Sport. Aber auch fächerübergreifende Themen sind natürlich möglich: So hat Isabella Hertkorn zum Beispiel die Sanierung des Benefiziums von Iphofen dargestellt und dabei neben der Chemie von Baustoffen auch geschichtliche Bezüge einfließen lassen. Louis Faller dagegen kümmerte sich um die Prävention von Verletzungen im Basketball, was den Sport sehr stark mit medizinischen Aspekten verbindet.

Vernissage von Künstlern des Egbert-Gymnasiums


Unter dem Motto „Lichtrouten – Erkenntnis durch Kunst“ steht die Ausstellung, die derzeit im Foyer der Sparkasse Mainfranken, Geschäftsstelle Kitzingen, zu besichtigen ist. Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums stellen dort ihre Werke aus und überraschten bei der Vernissage mit einer Bodypainting-Performance. Maria von Bechtolsheim hatte die Idee, sich selbst als Kunstwerk gestalten zu lassen. Alle anwesenden Künstler waren eingeladen, einen Teil dazu beizutragen und gemeinsam Neues zu schaffen. Kunsterzieher Matthias Held sah in seinen einführenden Worten die Kunst als Brücke zwischen Wissenschaft und Spiritualität. „Die Kunst lässt Raum für all das, was in der Wissenschaft bewusst ausgeklammert und verdrängt wird: das Subjektive, das Emotionale, das Unbewusste.“ Neben dem Bodypainting und zahlreichen Portraits dürfen die Besucher der diesjährigen Ausstellung auch Exponate des P-Seminars „Fotografie“ bewundern. Schulleiter Robert Scheller lobte die jungen Künstler für ihren Mut und ihren Fleiß. Wörtlich sagte er: „Wir sind froh und dankbar, dass im schulischen Alltag, und hier insbesondere im Kunstunterricht, Arbeiten mit einer individuellen Note entstehen, die die kreativen Gaben und die mögliche Umsetzung des einzelnen jungen Menschen zum Ausdruck bringen können.

Wunder – gibt´s die wirklich?

Wunder? Was sind schon Wunder in der heutigen Zeit, im Zeitalter der digitalen Welt in der doch alles möglich ist. Warum sollte man denn da ausgerechnet noch an Wunder glauben, wenn alles machbar erscheint? Was bleibt denn heutzutage noch übrig von den „echten Wundern“?
In dem alltäglichen Leben mit Fernseher, Smartphone, Tablet und Computer werden wir Menschen ununterbrochen mit Wundern überrollt. Die Werbung zeigt Produkte, die uns im Hand umdrehen in wunderschöne Wesen verwandeln und uns ewige Schönheit und Jugend verleihen werden. Dargestellt werden diese „Wunder“ in einzigartigen und wundervoll-schimmernden Farben: Die Haut strafft und verjüngt sich innerhalb von Sekunden, Männer, die sich von einem Augenblick in den nächsten in Superhelden verwandeln oder das Auto, das sich in einen bärenstarke Raubkatze transformiert, für die keine Straße unpassierbar ist. Doch sind das wirklich Wunder?
Wunder sind, unabhängig davon ob sie richtig oder falsch sind oder wirklich existieren, immer ein Ausdruck des Wunsches, die Grenzen unserer Existenz zu überwinden. Tagtäglich werden Wunder versprochen, aber die Realität ist eine andere, die nach unveränderlich scheinenden Gesetzen funktioniert.
Bevor im Zuge der Aufklärung die Naturgesetze als allgemein anerkannt wurden, galt alles als ein Wunder, was ein Wesen wie Götter, Feen, Nymphen oder Menschen, über dem ihn zugeordneten Bereich, vollbrachte. Alles was den Menschen zu der damaligen Zeit als übernatürlich oder unbegreiflich erschien wurde auf den Eingriff eines Gottes oder einer Nymphe zurückgeführt und somit als Wunder beschrieben. Alles was wir heute für normal oder selbstverständlich halten, wie besonders der technische Fortschritt und die digitale Entwicklung, wäre für die früheren Generationen unmöglich zu verstehen gewesen. Sie hätten dies für ein Gottes oder Teufelswerk gehalten. Seit der Aufklärung und praktisch bis heute gilt ein Wunder als eine Durchbrechung der Naturgesetze.
Doch auch heute gibt es noch viele Wunder, die unerklärlich sind. Für den Physiker ist die Quantenphysik in ihren Spekulationen, wie kleinste Materiebausteine gleichzeitig Teilchen und Welle sein können, eines der größten Wunder. Die Quantenphysik ist voller Wunder, da die Welt aus diesen kleinsten Teilchen besteht mit ihren scheinbar so sicheren physikalischen Gesetzen. Das hat gewaltige, auch metaphysische Folgen. Praktisch bedeutet es, dass unsere Welt, zumindest in ihren kleinsten Grundstrukturen, davon abhängig ist, wie wir sie jeweils wahrnehmen. Naturgesetze könnten also jederzeit durchbrochen werden, Wunder sind tatsächlich möglich und von der Sichtweise Einzelner oder Vieler abhängig. Eine Aussage, die allen ansonsten funktionierenden Formeln und Berechnungen widerspricht. Die Welt ist also staunenswerter und atemberaubender, und auch religiös interpretierbarer als je zuvor.

EGM – Zauberei für Ehemalige

Einen magischen Abend für ehemalige SchülerInnen und Mitglieder der Schulfamilie des EGM veranstaltet das Alumni-Netzwerk des Egbert-Gymnasiums am 29. März mit dem bekannten Zauberkünstler Bernd Zehnter.
„Wir hoffen durch interessante Veranstaltungen und ausgefallene Konzepte viele Alumni unserer Schule anzulocken und zu zeigen, dass es sich lohnt auch nach der Schulzeit noch eine Verbindung aufrechtzuerhalten“, erklärt Markus Binzenhöfer, stellvertretender Direktor der Schule und Mitbegründer des Alumni Netzwerks, die Absicht des magischen Abends. „Jedes Jahr zum Schulfest laden wir Jubiläumsjahrgänge zu einem Freigetränk ein. Im November fand bereits zum zweiten Mal unser „Alumni-Herbstfest“ statt. Zu diesem haben wir mit musikalischer Umrahmung zu einem Meet & Greet zwischen ehemaligen Schülern und aktiven sowie ehemaligen Lehrern eingeladen, so Eva Müller, die neben den Alumnae Sabine Weidt, Ilona Schuster und Johanna Winzig zum inneren Kreis des Netzwerks gehört.
„Der Zauberabend soll eine Verbindung aus gemütlichem Get-together, unterhaltsamer Zaubershow und Wissenstransfer werden. Die Gäste sollen Zauberei erleben und vom Künstler selbst etwas über die Hintergründe von Illusion, Täuschung und Körpersprache gelehrt bekommen“, ergänzt Sabine Weidt, die den Magier bereits persönlich kennenlernen durfte.
Die Veranstaltung „Zaubern und mehr…“ findet am 29. März ab 18.30 Uhr im Gasthaus zum Benediktiner in Schwarzach statt. Die Teilnahme kostet 15€/Person exkl. Speisen und Getränke. Karten sind in der Klosterbuchhandlung erhältlich, sowie über das Kontaktformular auf der Homepage der Alumni. Verbindliche Anmeldung bis zum 15.02.2019! https://egm-alumni.jimdo.comhttp://www.facebook.com/egmalumni.

Unser Bild zeigt (von vorne): Sabine Weidt, Johanna Winzig, Ilona Schuster und StD Markus Binzenhöfer.

„Es ist deine Entscheidung“

Drogenprävention als Schwerpunkt bei Projekttagen am EGM

Projekttage haben ihren eigenen Charme. Zwei Tage ohne herkömmlichen Unterricht, Arbeit in Kleingruppen zu selbst gewählten Themen, Vorträge von herausragenden Experten: Das Egbert-Gymnasium veranstaltet immer zu Beginn des Kalenderjahres diese besonderen Tage, bei denen auch die Eltern eingebunden sind. Während die Unterstufe ein Methodentraining absolviert und über die Gefahren des Internets informiert wird, findet in der Oberstufe die Seminararbeitspräsentation statt. Großen Raum nahm diesmal auch die Drogenprävention ein.
Uwe Kohler vom Landratsamt Kitzingen sensibilisierte die jungen Leute für Gefahren, die von Drogen ausgehen. Zunächst einmal ging er darauf ein, wie aufwändig die Herstellung normaler Medikamente durch Pharmakonzerne ist. Staatliche Kontrollen sorgen dafür, dass jede Tablette den gleichen Wirkstoff in der gleichen Dosierung enthält, und zwar genau so, wie sie auf der Packung verzeichnet ist. Ganz anders bei illegalen Drogen. Zusammensetzung und Wirkung sind unklar und unvorhersehbar, eine Kontrolle bei der Herstellung gibt es nicht. „Rattengift und Sägespäne sind da enthalten, zusammengemischt zumeist mit Betonmischern“, so Kohler. Die Folge: Der Wirkstoff ist sehr ungleich verteilt und kann eine tödliche Wirkung haben.
Der Experte machte den Schülern klar, dass Drogen nicht nur illegal, sondern auch teuer sind und süchtig machen. „Cristal Meth“ zum Beispiel beinhaltet ein extremes Suchtpotential. Schon nach der ersten Einnahme treten Suchterscheinungen auf, die den freien Willen rauben. Der Drogenabhängige muss „nachlegen“, um noch einmal den „Kick“ zu bekommen. Um dieselbe Wirkung zu erzielen, muss man die Dosis erhöhen. Drogen verändern den Konsumenten und sein Umfeld, sie zerstören die Beziehungen zu Freunden und Verwandten.
Breiten Raum in Kohlers Vortrag nahmen auch sogenannte Kräutermischungen ein. „Wenn man auf Google dieses Stichwort eingibt, erscheinen die Namen von 180.000 Händlern aus aller Welt“, so der Experte. Der Bezug über das Internet sei sehr einfach, selbst für Minderjährige. Köhler warnte inständig davor, den auf den Webseiten angegebenen Bewertungen zu glauben. Um der Strafverfolgung zu entgehen, findet sich oft am Rande der Hinweis, dass die Kräutermischung nicht direkt geraucht werden dürfe. Genau das aber tun viele Konsumenten, mit fatalen Folgen: Die Zahl der Todesfälle, die nach dem Konsum von Kräutermischungen in unserer Region zu beklagen sind, ist in den letzten Jahren stark gestiegen.
Zu beachten ist für die Jugendlichen auch, dass sie den Führerschein nach einem positiven Drogentest gar nicht oder erst verspätet erwerben dürfen. Voraussetzung: der Nachweis der Drogenfreiheit über einen längeren Zeitraum. Hat man bereits die Fahrerlaubnis, dann muss der Führerschein erneut abgelegt werden – schnell kommen allein dafür rund 2000 Euro zusammen. Kohler warnte insbesondere vor dem so genannten „Mischkonsum“: Die Wirkung von Drogen erhöht sich unvorhersehbar, wenn man verschiedene Sorten kombiniert. Die eindrucksvollen Äußerungen Kohlers trafen bei den Schülern auf offene Ohren, sodass eine rege Diskussion entstand.