Festliches Weihnachtskonzert am Egbert-Gymnasium

Mit einem anspruchsvollen, abwechslungsreichen und besinnlichen Programm möchten wir Sie und Ihre ganze Familie am Mittwoch, den 18. Dezember 2019, in die Abteikirche einladen. Das Konzert beginnt um 18.30 Uhr und wird etwa 90 Minuten dauern. Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen proben bereits seit September für dieses Konzert und möchten mit ihren adventlichen und weihnachtlichen Weisen sich und alle Gäste musikalisch auf das nahende Weihnachtsfest einstimmen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss lädt die Q12 zu einem Glas Glühwein oder Kinderpunsch auf dem Platz vor der Abteikirche ein. Die Gesamtleitung hat StD Manfred Weidl. Die Fachschaft Musik und alle Lehrkräfte der Musikschule wünschen Ihnen und Ihren Familien schon heute ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start in das Neue Jahr 2020.

Unser Archivbild zeigt Leopold Rümmele, Philipp Roth und Janne Habenstein beim geistlichen Konzert im letzten Schuljahr.

„Karriere-Informationstag“ am Egbert-Gymnasium

Berufsberatung aus erster Hand

Dr. Alexander Wagner, Kinderarzt aus Kitzingen, brachte den Schülern des Egbert-Gymnasiums die Humanmedizin als Berufsziel nahe. Zu Präsentationszwecken testet er hier das Desinfektionsspray aus dem Erste-Hilfe-Koffer.

„Was will ich werden?“ Vor dieser Frage stehen viele junge Leute kurz vor dem Abitur. Oft genug sind sie dabei ratlos: Zu vielfältig sind die Möglichkeiten und zu ungenau ist die Vorstellung davon, wo die eigenen Talente liegen. Umso wichtiger erscheint es, dass sich die moderne Schule heute mit diesem Problem der Selbstfindung auseinandersetzt und Entscheidungshilfen bietet. Dies geschieht am Egbert-Gymnasium beim „Karriere-Informationstag“. In 20 Workshops werden die verschiedensten Berufe vorgestellt, und zwar von der Ausbildung über den persönlichen Werdegang bis zum Alltagsgeschäft. Organisiert wurde die wertvolle Veranstaltung auch dieses Mal von Beratungslehrerin Karin Illner in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat.
Der Mehrwert für die Schüler besteht darin, dass ihnen keine Werbeveranstaltung aufgetischt wird, sondern dass sie Informationen aus erster Hand erhalten, und zwar in der Regel von engagierten Vätern und Müttern. Die Referenten kommen also aus der Praxis, sie stehen mitten im Leben erzählen also, was sie an ihrem Beruf faszinierend finden, wofür sie brennen und warum sie eine Leidenschaft für ihren Beruf entdeckt haben. Das Angebot der vorgestellten Ausbildungsrichtungen reicht von Medizin bis Design, von geistlichen Berufen bis Betriebswirtschaft, von den Naturwissenschaften über das Ingenieurwesen bis hin zu öffentlicher Verwaltung und Polizei.
Immer beliebter werden bei den jungen Erwachsenen duale Studiengänge, die eine betriebliche Ausbildung mit dem Studium verbinden. Einen solchen Weg stellte zum Beispiel Anna Schäfer in ihrem Vortrag zum Thema „Bock auf Bank?“ vor. Von Anfang an bekommt man so einen Einblick in die Praxis, wird in betriebliche Projekte eingebunden und erhält schon eine Vergütung. Schäfer räumte ein, dass dieser Weg durchaus anstrengend sei, aber man lerne, strukturiert und diszipliniert zu arbeiten. Hinzu kommt, dass die jungen Studenten schnell ein klares Bild von ihrer beruflichen Zukunft bekommen.
Die angehenden Abiturienten staunten nicht schlecht, als der Franziskaner-Mönch Br. Steffen Behr die pastoralen Berufe der katholischen Kirche vorstellte und dabei einen Plüsch-Pinguin präsentierte: „Der Pinguin ist an Land eine Fehlkonstruktion“, so Bruder Steffen. „Er hat viel zu kurze Flügel und keine Knie, deshalb kann er ganz schlecht laufen. Im Wasser aber ist er mit ganz wenig Energie-Aufwand pfeilschnell unterwegs und sehr wendig. Dort ist er in seinem Element“, wusste der Mönch und forderte die Schüler auf: „Nehmt euch ein Beispiel am Pinguin! Wählt euch eine berufliche Lebenswelt, in der ihr in eurem Element seid!“

Charlotte hat die Nase vorn

Großer Stellenwert der Leseförderung am Egbert-Gymnasium
Charlotte Seystahl ist die neue Vorlesekönigin des Egbert-Gymnasiums. Mit ihrem Buch „Das Milliardentrio und der indische Diamant“ von Richard Newsome überzeugte sie die Jury und das Publikum in der Aula der Schule. Die Schülerin las den Text flüssig und sicher, mit einer deutlichen Aussprache und angemessenem Lesetempo. Die spannenden Passagen des Buches, in dem der Junge Gerald plötzlich Milliardär wird und dann auch noch einen Kriminalfall aufklärt, gestaltete sie inhaltlich lebendig und nuancenreich. Durch passende Betonungen erhielt ihr Text Ausdruckskraft und Dynamik. Darüber hinaus beachtete Charlotte auch die formalen Regeln: Sie stellte ihr Buch kurz vor und präsentierte drei Minuten lang eine besonders interessante Stelle.
Der Vorlesewettbewerb steht am Egbert-Gymnasium im Dienste einer gelingenden Leseförderung, die Spaß macht. Ziel ist es, die Freude am Lesen zu wecken und zu vertiefen. Dazu hatten im Vorfeld schon in den einzelnen Klassen Lesewettbewerbe stattgefunden, sodass die besten Leser dann in dem Schulwettbewerb zusammen auftreten, um den Schulsieger zu küren. Insgesamt acht Schüler, je zwei von jeder Klasse, gingen also ins Rennen. Dr. Herbert Müller, Mitarbeiter in der Schulleitung, hatte den Wettbewerb organisiert und für die zweite Runde selbst ein interessantes Buch ausgesucht. Dann nämlich sollten die Schüler zeigen, dass sie auch einen ungeübten Text lesen können. Die Wahl fiel auf das Buch „Ich, Zeus und die Bande vom Olymp, in dem Götter und Helden griechische Sagen in jugendgemäßer Sprache nacherzählen. Alle Teilnehmer absolvierten das prächtig, vor allem auch der zweitplatzierte Luca Ebert. Doch auch hier hatte Charlotte Seystahl die berühmte Nasenspitze vorn. Das Mädchen aus Mainstockheim ließ sich von der Wettbewerbssituation nicht beeindrucken, vielleicht auch deshalb, weil sie das schon von der Musik und vom Sport kennt: Begeistert spielt sie Basketball in der Schulmannschaft und erlernt in der Musikschule des Egbert-Gymnasiums das Geigenspiel.

Sie traten erfolgreich zum Vorlesewettbewerb am Egbert-Gymnasium an. Unser Bild zeigt (von links): Mia Schaffner, Mia Weinand, Dr. Herbert Müller, Antonia Dobisch, Charlotte Seystahl, Lukas Mog, Pauline Schraml, Luca Ebert und Sophie Milde.

Neues Leben aus alten Sorgen – „Prayday“ am EGM

Lena Rath aus Schnepfenbach vergräbt ihr Gebetsanliegen in einem künstlich angelegten Acker – und das macht ihr sichtlich Spaß. Die Fünftklässlerin des Egbert-Gymnasiums hatte zuvor auf einen Zettel geschrieben, was sie belastet, was nicht gut war, was sie bereut. Symbolisch wurden diese Kümmernisse dann in die Erde gesteckt, um sie los zu werden und neu anzufangen. Am Egbert-Gymnasium findet traditionell immer vor dem Buß- und Bettag ein „Prayday“ statt, an dem die Schüler über ihr eigenes Leben nachdenken und einen Weg zu Gott finden können. In diesem Jahr hat das Team der Schulseelsorge keine Mühen gescheut und zu diesem Zweck einen Acker in der Schulkapelle angelegt. Diese Erde wird anschließend in die Klostergärtnerei gebracht und im nächsten Jahr werden darauf tatsächlich Blumen und Gemüsesorten wachsen. So entsteht aus alten Sorgen neues Leben.

„Vierzehn“ – Autorenlesung am EGM

Die preisgekrönte Jugendbuchautorin Tamara Bach stattete dem Egbert-Gymnasium einen Besuch ab. Vor der 8. Jahrgangsstufe las sie Auszüge aus ihrem Jugendbuch „Vierzehn“, das von den Feuilletons hoch gelobt wird. Es geht um ein vierzehnjähriges Mädchen, die nach den Sommerferien den ersten Schultag erlebt. Am Samstag zuvor ist sie von Anton geküsst worden, und der hat ihr auch eine Karte geschrieben. Was allerdings darauf steht, das erfährt der Leser bis zum Ende nicht – wie so vieles andere auch. Genau dieses geheimnisvolle Erzählen lobt Fridtjof Küchemann in seiner Rezension für die FAZ besonders: „Es geht um Leerstellen in „Vierzehn“, und es geht um Erwartungen, dass etwas gesagt oder übergangen wird, beides Eindrücke, die in der Pubertät, wenn die sozialen Sicherheiten und Selbstverständlichkeiten der Kindheit in Frage stehen, eine nahezu schmerzliche Präsenz gewinnen können.“ Die im Publikum sitzenden Achtklässler kennen solche Situationen und fanden die Erzählung sehr lebensnah.

„Kreative Schöpfer, Ermöglicher und Macher“

PEERplus des EGM gewinnt beim Schülerzeitungswettbewerb „Die Raute“

Bereits zum fünften Mal wurde die Schülerzeitung „PEERplus“ des Egbert-Gymnasiums beim Wettbewerb „Die Raute“ als Gewinner ausgezeichnet. Bei der Schulart der Gymnasien erhielten die Schüler aus Münsterschwarzach den Preis für den besten journalistischen Einzelbeitrag. Die Auszeichnung ist mit 300 Euro dotiert und wurde von der bayerischen Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, verliehen. Die Konkurrenz war groß: Insgesamt 140 Beiträge waren für den Wettbewerb eingereicht worden. Bei den Gymnasien war das EGM die einzige nordbayerische Schule, die ausgezeichnet wurde.
PEERplus erhielt den Preis für die Darstellung des Schwerpunktthemas „Wunder geschehen“ und insbesondere für die bewegende Reportage „Diagnose Blutkrebs“ von Hagen Hirt und Johannes Schiffmann. Darin wurde eine Mitschülerin portraitiert, die kurz vor dem Abitur an Leukämie erkrankte. Die jungen Journalisten beschrieben die Stationen der Therapie, die sich länger als ein Jahr hinzog. Nur durch die Stammzellentransplantation konnte die Mitschülerin gerettet werden. Rund zwei Jahre nach der Diagnose verließ sie das Egbert-Gymnasium mit dem Abitur in der Tasche und mit einer Fülle von Plänen für ein neues Leben.
Prof. Ursula Männle, die Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, nannte die Reportage in ihrer Laudatio „eine berührende Geschichte mitten aus dem Schulalltag“. Sie sei stark erzählt und begleitet von bewegenden Zitaten und Bildern. Gelobt wurde auch das Layout: „Ein Zeitstrahl illustriert den Weg der Schülerin von der Diagnose bis zur Genesung über eineinhalb Jahre.“ Schließlich hob die Jury auch hervor, dass „digital mitgedacht“ und zusätzlich ein QR-Code angegeben wurde. Über diesen Code gelangt man zu weiterem, selbst produzierten Videomaterial im Internet.
Viel Lob gab es auch von der bayerischen Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach. Sie sah in der Schülerzeitungsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Meinungs- und Pressefreiheit. Die Schüler stünden damit, ähnlich wie die Hanns-Seidel-Stiftung, im Dienste von Frieden, Demokratie und Entwicklung. Als Vorbild in dieser Arbeit nannte sie die „Weiße Rose“, den studentischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus um die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Auch im digitalen Zeitalter bleibe der Auftrag der gleiche: „Mutig sagen, was ist!“ Im Online-Bereich gelte es dabei, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die soziale Verantwortung gleichermaßen im Blick zu behalten. Gerlachs abschließendes Lob galt auch den beteiligten Lehrkräften und Schulleitungen, also den „kreativen Schöpfern, Ermöglichern und Machern“.

Unser Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums, die von Staatsministerin Judith Gerlach und von der Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Ursula Männle, den Preis für den besten journalistischen Einzelbeitrag bekamen.

Mit Spiel zum Ziel

Schulentwicklung am EGM geht neue Wege

Lehrkräfte, Modellbauer, Schulentwickler: Unser Bild zeigt (von links) Christian Graf, Dr. Herbert Müller, Barbara Secknus, Dr. Johannes Rosenberger, Andrea Weber-Brandt, Martin Pohl, Karin Illner, Br. Dr. Jeremia Schwachhöfer (stellvertretender Schulleiter) und Markus Binzenhöfer (Schulleiter).


„Schule neu denken“ – unter diesem Motto stand die Werkstatt zur Schulentwicklung am Egbert-Gymnasium. Acht Lehrkräfte hatte der neue Schulleiter Markus Binzenhöfer eingeladen und gemeinsam mit ihnen drei Tage verbracht, um das gewachsene Profil zu schärfen und neue Akzente am EGM zu entwickeln. Moderiert wurde der Prozess von Dr. Johannes Rosenberger aus München, der nicht aus dem schulischen Bereich kommt, sondern sich als Allgemeinarzt, IT-Fachmann und Unternehmensberater einen Namen gemacht hat.
Rosenberger wendete mit den Lehrkräften die Methode „Lego Serious Play“ an, die die Vorzüge des Spiels und des Modellierens mit Legosteinen mit den schulischen Belangen verbindet. Auf den ersten Blick ist die Methode ein Kinderspiel: Die Lehrkräfte bauen aus Legosteinen verschiedene Modelle, zum Beispiel: Wodurch zeichnet sich die Identität des Egbert-Gymnasiums aus? Welchen Beitrag als Lehrer leiste ich? Was fehlt noch, damit ich mich an dieser Schule in fünf Jahren noch wohler fühle? Die Modellbauer erläuterten ihr Werk, errichteten daraus gemeinsame Gebilde und zogen Verbindungslinien zwischen der aktuellen Situation und einem künftigen Idealzustand. Auch die Schritte, die auf dem Weg dorthin nötig wären, und die „Agenten“, die diesen Weg beeinflussen, wurden in den Blick genommen.
Die Methode des „ernsthaften Spielens“ ist wissenschaftlich fundiert. Forschungen haben ergeben, dass Denkprozesse in Verbindung mit körperlicher Bewegung und Empfindung – und insbesondere mit den Händen – zu einem tieferen und länger anhaltenden Verständnis der Umgebung und ihrer Möglichkeiten führen. Die behandelten Themen sollen nicht nur visualisiert, sondern durch das Bauen von metaphorischen Modellen im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ werden. Einsicht, Inspiration und Vorstellungskraft sollen so gefördert werden.
Übereinstimmend stellten die Lehrkräfte dabei fest, dass die christlich-benediktinische Ausrichtung für das Egbert-Gymnasiums prägend ist und bleiben wird. Einzigartig macht die Schule auch die Fülle der Ausbildungsrichtungen, also der alt- und neusprachliche, der musische und naturwissenschaftliche Zweig. Dies kommt den verschiedenen Begabungen der Schüler ideal entgegen. Durch die Trägerschaft der Abtei ergeben sich besondere Möglichkeiten für die Schüler, etwa im spirituellen Bereich, aber auch durch das Voltigieren, die Sternwarte, die Musical-Arbeit, das Theater oder den Schulsportverein DJK Egbert-Gymnasium. Eine Arbeitsgruppe wird sich künftig unter anderem mit der Frage beschäftigen, wie man diese „Leuchttürme“ noch besser mit dem Unterricht verzahnen kann und die Schüler dadurch inspiriert und entlastet werden.