Gratulation an Dr. Josef Röll

Projektpartner des Egbert-Gymnasiums wird 60


Der Verleger Dr. Josef Röll wurde anlässlich seines 60. Geburtstages in einer kleinen Feierstunde am Egbert-Gymnasium geehrt. Dr. Röll ist mit seinem Verlag seit Beginn externer Partner der Projekt-Seminare Latein/Griechisch am EGM. Er verstand es, bei den Schülern für die jeweiligen Projekte besondere Motivation zu wecken und ihnen die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln. Die Kooperation mit ihm ermöglichte es den Seminaren, Produkte von hoher Qualität zu kreieren, die sich sehr gut verkauften, darunter einige Kalender und der Kunstführer „Antike in Unterfranken“. Der Fachbetreuer StD Ludger Arens dankte Dr. Röll mit einem lateinischen Chronogramm für die fruchtbare Zusammenarbeit, und die ganze Fachschaft Latein/Griechisch mit dem Schulleiter OStD Robert Scheller an der Spitze gratulierte ihm zum runden Geburtstag.

Advertisements

Projekt-Ideen für Außenanlagen des EGM

Architekt Jäcklein prämiert vier Schüler-Entwürfe

Ab Mai 2018 beginnt die Renovierung des Egbert-Gymnasiums – und die Schüler selbst waren und sind aufgerufen, Ideen für den Erneuerungsprozess einzubringen. In den letzten Monaten überlegte das Projektseminar „Kunst“ zusammen mit dem Architekturbüro Jäcklein, welche Akzente im Außenbereich gesetzt werden können. Die Schüler zeichneten verschiedene Projektideen, wobei sie ganz bewusst ihrer Kreativität freien Lauf lassen sollten. Es ging bei den Vorschlägen der Schüler nicht in erster Linie um das Machbare, sondern um das Wünschenswerte und Erträumte. Anlässlich einer Informationsveranstaltung zur Renovierung prämierte Architekt Reinhold Jäcklein vier Schülerentwürfe.
So stellt sich Cosima Biebl vor, auf der Grünfläche neben der Leichtathletik-Anlage einen „aktiven Vulkan“ entstehen zu lassen. Frei nach dem Grundsatz „The floor is Lava“, gleichzeitig auch Titel eines beliebten Bewegungsspiels, sollte man nur auf betretbaren Gesteinsschollen und mit Hilfe von Kletterstangen den Berg erklimmen dürfen, denn wer in die „Lava“ tritt, hat verloren. Ein weiteres Element zur Bewegungsförderung hatte sich Leoni Wilde ausgedacht. Sie möchte gerne die Außenhülle von Schulkapelle und Aula als einen Klettergarten nutzen. „Hoch hinaus – gemeinsam zum Kreuz“ lautet ihr Motto. Demnach würde das Dach begrünt werden und an der Spitze des Kletterparcours würde tatsächlich das schon jetzt bestehende „Gipfelkreuz“ der Kapelle stehen.
Neben diesen Vorschlägen, die zur sportlichen Betätigung anregen, haben die Schüler aber auch an Ruhebereiche gedacht. So stellte Fredrik Fuchs sein Projekt „Zircles“ vor, in dem er Sitzgelegenheiten nach dem Vorbild von Kreisen entworfen hat. Johanna Graber schließlich zeigte ihre Vision mit dem Namen „Organic“: Nach dem Vorbild der Rose hat auch sie Sitzgelegenheiten für den Außenbereich entwickelt.

„Das Land der Griechen mit der Seele suchend“

Zwölfte Jahrgangsstufe des EGM in Weimar

Die zwölfte Jahrgangsstufe des Egbert-Gymnasiums besuchte Weimar, um dem Leben von Goethe und Schiller nachzuspüren und das im Unterricht Gelernte zu vertiefen. Die angehenden Abiturienten erlebten die „Herzogin Anna-Amalia-Bibliothek“, die nach dem Brand im Jahr 2004 wieder in neuem Glanz erstrahlt. An den Wohnhäusern von Goethe und Schiller konnten die Schüler gut die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der beiden Dichter erkennen: Das repräsentative Anwesen GoethIm Goethe-Nationalmuseum wurde den Schülern deutlich, dass der Dichterfürst nicht nur auf literarischem Gebiet, sondern auch als Naturwissenschaftler sehr aktiv war. Eine umfangreiche Steinsammlung, die Farbenlehre und die Entdeckung des Zwischenkiefernknochens zeugen davon. Wie inspirierend die Wohnort Weimar gewesen sein muss und immer noch ist, zeigte sich bei einem Sparziergang durch den Ilmpark bis zu Goethes Gartenhaus. An einem lauen Spätsommertag konnten die Schüler hier nach den anstrengenden Führungen ausspannen und die Natur genießen.
es am Frauenplan korrespondiert mit der gesicherten Anstellung als Minister. Schiller dagegen musste sich hoch verschulden, um sein bescheidenes Wohnhaus zu erwerben und mit seiner Frau Charlotte von Lengefeld und den Kindern einzuziehen.
Interessant war für die Schüler auch, die räumliche Nähe zwischen den Dichterhäusern, dem Nationaltheater und dem Fürstenhof zu erleben. Auch Frau von Stein, die Goethes italienische Reise und die anschließende „Mesalliance“ mit der unstandesgemäßen Christiane Vulpius missbilligte, wohnte nur einen Steinwurf entfernt. Intensiv diskutierten die Schüler darüber, ob Frau von Stein wirklich ein Vorbild für Goethes literarische Figur der „Iphigenie“ gewesen sein kann, wenn sie nach der italienischen Reise nicht den Kompromiss mit Goethe suchte, sondern die Beziehung zunächst einmal abbrach.

EGM beim Benediktinischen Fußballturnier in Vilshofen


Zum zweiten Mal fuhren vom 19. bis 20. September eine Jungen- und Mädchenmannschaft des Egbert-Gymnasiums nach Vilshofen an der Donau, um dort am benediktinischen Fußballturnier der Coelestin-Maier-Realschule teilzunehmen. Der erst ein Jahr alte Kunstrasenplatz am Kloster Schweiklberg bot perfekte Rahmenbedingungen für das Turnier, und auch die freundschaftlich-ehrgeizige Atmosphäre trug entscheidend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung bei.
Gemeinsam mit zehn weiteren benediktinischen Schulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spielten die Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Jahrgangsstufe in umkämpften und durchaus sehenswerten Partien um den Titel des benediktinischen Schulmeisters, der am Schweiklberg nunmehr seit zwei Jahren ausgespielt wird. Während die EGM-Mädchen nach zehn Partien das Turnier mit einem sehr ordentlichen 3. Tabellenrang abschlossen, mussten sich ihre männlichen Kollegen im Halbfinale nach 9-Meter-Schießen geschlagen geben und landeten schließlich auf einem nicht minder bemerkenswerten 4. Platz. Sieger waren die Columba-Neef-Realschule Neustift bei den Mädchen sowie das Gymnasium Metten bei den Jungen.

Trommeln, Theater und Teambuilding

Das Ferienseminar der unterfränkischen Gymnasien

Gleich der ersten Woche der Sommerferien ging es für mich – und 30 weitere Schüler aus Unterfranken – wieder in die Schule: Aber nicht ins EGM, sondern in das Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg. Und auch nicht in den Unterricht, sondern zu einem Ferienseminar – veranstaltet von der MB-Dienststelle für die Gymnasien in Unterfranken. Im Gymnasium angekommen wurden wir von Matthias Hunger, dem Leiter des Ferienseminars, begrüßt. Zunächst war die Anspannung bei den Teilnehmern groß: Man kannte sich ja untereinander kaum bis gar nicht! Aber in beeindruckend schneller Zeit waren diese anfänglichen Ängste vergessen: Kaum hatten wir die Internatsräume des MGG bezogen, in die wir für die fünf Tage des Seminars einquartiert waren, ging es auch schon mit dem Programm los. Abwechslungsreicher hätte es wohl nicht sein können: Wir schrieben Hip-Hop-Texte, boulderten in einer Kletterhalle, machten Spiele zum Teambuilding, spielten Impro-Theater oder trommelten mit afrikanischen Bongos zu Klavierbegleitung. Referenten waren ebenfalls geladen, so führten wir im Laufe der Woche immer wieder Gespräche mit Spezialisten: Über Umweltschutz und Klimawandel, über den Superorganismus Ameise, über die chemische Zusammensetzung von Schokolade oder über Autismus. Letzteres war übrigens mein persönliches Highlight der Woche: Zunächst erhielten wir einen Vortrag zum Spektrum des Autismus von einer Psychologin. Im Anschluss erzählte uns ein junger Mann, der von einer eher schwereren Form des Autismus betroffen ist, aus seinem Leben. Dieser Vortrag – und natürlich der junge Mann, beeindruckte und bewegte uns alle. Ein weiteres Highlight war ein Planspiel: Es ging um die Ausarbeitung eines Gesetzes, welches die Rolle der Migranten auf dem deutschen Arbeitsmarkt regeln sollte. Dieses Gesetz sollte genau so wie echte Gesetze in der Bundesrepublik entstehen: Sämtliche Stationen eines Gesetzgebungsverfahren wurden also durchlaufen – mit Erfolg: Am Ende, nach hitziger Diskussion, wurde tatsächlich ein gemeinsames Gesetz verabschiedet.
Man merkt, wir hatten ein volles Programm: Trotzdem setzten wir uns jeden Abend, nach dem offiziellen Teil, alle nochmal zusammen – um etwas zu spielen oder uns einfach zu unterhalten.
Ich habe viel aus diesem Ferienseminar mitnehmen dürfen: Zum einen wahnsinnig viele neue kreative Inspirationen und Ideen – zum anderen aber auch Menschen, die mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen sind.

Bundestagswahl am EGM


Johanna Schlegelmilch (links) macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch, obwohl sie noch gar nicht volljährig ist. Möglich macht´s die „Juniorwahl“, die Lehrkraft Martin Pohl, Fachbetreuer für Geschichte und Sozialkunde, am EGM durchführen ließ. Die Schüler waren eingeladen, für die Bundestagswahl ihre Stimme abzugeben, auch wenn sie nicht zählt und nur ein Stimmungsbild erzeugt. Im Rahmen des Projekts „juniorwahl.de“ konnte die Schule vorab die Stimmzettel, Informationsmaterial und die Wahlurne beziehen. Nach der offiziellen Bundestagswahl können die jungen Leute vergleichen, ob und wie sich ihr Ergebnis von der tatsächlichen Wahl unterschieden hätte. Wären ähnliche oder ganz andere Koalitionen möglich? Die Juniorwahl stärkt die politische Bildung und die Erziehung zur Demokratie am Egbert-Gymnasium. Von Politikverdrossenheit war rein gar nichts zu spüren, im Gegenteil: Lange Schlangen bildeten sich vor dem Wahllokal.