Glücklich im Schulalltag?

Schüler veröffentlichen Podcasts zur psychischen Befindlichkeit 

Wodurch entsteht Stress im Schulalltag und wie können wir besser damit umgehen? Wie werden wir glücklich?“ Mit diesen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums in dem Projektseminar von Lehrerin Judith Schmitt ein Jahr lang auseinandergesetzt. Entstanden ist hierbei unter anderem der fünfteilige Podcast G-L-Ü-C-K! In der  ersten Folge dieser Reihe „Was wir von der Wissenschaft über das Glück lernen können“ wird aus der Sicht der Positiven Psychologie erklärt, was Glück überhaupt ist, was der Mensch zum Glücklich sein braucht und wie sich das Glücklich sein auf den Menschen auswirkt. Wie glücklich die Schülerinnen und Schüler am Egbert-Gymnasium tatsächlich sind, ist das Thema der sich anschließenden „Umfrage“. Darauf aufbauend wird in den Folgen „Mobbing und Leistungsdruck“ und „Psychische Erkrankungen – ein Tabuthema“ darauf eingegangen, was dem Glück im Wege stehen kann. In der letzten Folge kann jeder Hörer dann etwas für sein ganz persönliches Glück tun, indem er der darin enthaltenen Anleitung zum Meditativen Malen folgt! Mit Hilfe des beigefügten QR-Code findet man den Weg zu den Podcasts – und hoffentlich auch den Weg zum Glück. 

Baguette trifft auf Brezel

Deutsch-französischer Tag am EGM ein voller Erfolg

Den deutsch-französischen Tag 2021 angemessen feiern? Schwierig, aber das EGM hat es geschafft. Nach einem Überblick über die wichtigsten Fakten hat die Klasse 10b von Lehrerin Eva Trampe erfolgreich an einem Quiz des INSTITUT FRANÇAIS Frankfurt teilgenommen. Die Schüler beantworteten Fragen zu einem Kurzfilm auf Französisch, der anlässlich der 150-jährigen Jubiläums des „Traité de Francfort“ (Friede von Frankfurt) entstanden ist. Mit ihm endete 1871 der Deutsch-Französische Krieg. Zudem bekamen sie einen interessanten Einblick in das Historische Museum in Frankfurt, das diesen wichtigen Teil der Geschichte für die Besucher gekonnt zum Leben erweckt. Anschließend lächelten die Schüler noch für ein Foto in den Länderfarben mit Brezel, Croissant, Baguette.

Egbert-Schüler forschen mit dem „Bierkastenmobil“

Schäffler FAG Stiftung fördert das Projekt mit einem Preisgeld von 2000 Euro

 Die Projektgruppe „Schüler-Autowerkstatt“ am Egbert-Gymnasium erhält einen Förderpreis der Schaeffler FAG  Stiftung in Höhe von 2000 Euro. Ausgezeichnet wird die Arbeit an so genannten „Bierkastenmobilen“. Damit werden kleinste Fahrzeuge bezeichnet, die nicht viel größer als ein Bierkasten, aber fahrbereit sind und eine Person transportieren können. Schülerin Amelie Neubert beschreibt den Projektverlauf so: „Wir hatten im ersten Schritt defekte Bierkastenmobile und dazu notwendige Teile im Netz käuflich erworben. Gerade sind wir dabei, diese wieder aufzubauen und in einen fahrbereiten Zustand zu versetzen.“ 

Doch damit nicht genug: „Im zweiten Schritt werden wir dann durch diverse Testläufe die verschiedenen Antriebe testen und vergleichen. Letztendlich wollen wir für zukünftige Schülergenerationen Konzepte erarbeiten, so dass das wichtige Thema Elektromobilität  anhand von praktischen Beispielen zu einem spannenden Unterricht wird“, so die Schülerin. Dabei soll es auch zu einem Vergleich mit herkömmlichen benzinbetriebenen Antrieben kommen. Betreut werden die Schüler, die sich normalerweise montags in ihrer Schüler-Autowerkstatt treffen, von ihrem Mathematik- und Physik-Lehrer Elmar Schrauth. Bei der Auszeichnung handelt es sich um den 1. Preis in der Kategorie Gymnasium und Realschule. Die Preisverleihung findet coronabedingt erst im Sommer oder Herbst statt. Mit dem Preisgeld wollen die Schüler neue Werkzeuge für ihre Autowerkstatt anschaffen. 

Unterricht mal anders: der rollende Bierkasten

Joe Biden als Superheld

Schüler des Egbert-Gymnasiums präsentieren beeindruckende Fotoarbeiten

Die Exponate sind fertig und warten darauf, gezeigt zu werden: In diesen Tagen sollte eine Ausstellung von Fotoarbeiten von Schülern des Egbert-Gymnasiums starten, und zwar im Foyer des Kooperationspartners Knauf in Iphofen. Da dies coronabedingt verschoben werden muss, suchen die jungen Künstler nun andere Wege, um schon einmal eine Kostprobe ihres Schaffens zu zeigen. 

Lina Arens beschäftigte sich bei ihrer Fotocollage mit prominenten Helden unserer Gegenwart:Dabei „schlüpfen“ illustre Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft in Kostüme von Superhelden und posieren vor futuristisch-apokalyptischer Kulisse, indem sie siegessicher und zuversichtlich in die Zukunft blicken. Dem geschulten Renegaten sozialer Medien mit ihren vielen Fakenews-Fotomontagen wird die ein oder andere Persönlichkeit bekannt vorkommen und ihn hoffnungsfroh stimmen. Es handelt sich um Vize-Präsidentin Kamala Harris, die als erste Frau in dieser Position an der Seite von Joe Biden ihr Amt antritt und sich unter anderem für Klimaschutz einsetzt. Unverkennbar: Özlem Türeci und Ugur Sahin, die beiden Forscher des Pharma-Konzerns BioNTech. Ihre Entwicklung eines RNA-Impfstoffs stellt für die Menschen weltweit eine große Hoffnung bei der Bewältigung der Corona-Krise dar. Daneben: Joshua Wong, der maßgebliche Aktivist in der Hongkonger Demokratiebewegung. Rechts im Vordergrund befindet sich schließlich der koreanische Songwriter Kim Namjoon, Mitglied der Musikgruppe BTS, die sich für die BlackLifesMatter-Bewegung einsetzt und Unicef unterstützt.

 

Samira Schöfer dagegen möchte mit ihrem Bild die Umweltverschmutzung im 21. Jahrhundert persiflieren. Es geht ihr darum, einen Moment festzuhalten, in dem ein Mensch zusammen mit seinem Hund dem weltlichen Trubel mit all seinen Problemen entflieht und eintaucht in einen Raum voller Fantasie und Abwechslung. Der Betrachter soll in einen Ort der Ruhe und Entspannung eintauchen und das rege Licht- und Schattenspiel zwischen den Bäumen bestaunen.

Ihr Bild ist folglich eine Nachbildung von Max Slevogts Gemälde „Mann auf einem Waldweg“ aus dem Jahr 1904. Doch bei genauerer Betrachtung entdeckt man Unterschiede: Damals hatte man noch die Möglichkeit, Probleme zu vergessen, wenn man in der Natur unterwegs war. Heute erschließt sich uns die Idylle des Waldes nicht mehr so leicht. Man findet oftmals Müll, ob auf dem Boden oder in den Ästen. Die Nachstellung des Gemäldes soll also auf die Dringlichkeit und Dramatik des Müllproblems hinweisen.

Alles in allem zeigte sich auch bei diesem P-Seminar von Kunsterzieher Matthias Held wieder einmal eine beeindruckende Ideenvielfalt, die trotz, vielleicht auch gerade wegen der derzeitigen Krisenzeit besonders innovativ ausfällt. Natürlich laden die Bilder unbedingt zum Austausch und Diskurs mit den Künstlern ein. Dazu wird sich hoffentlich die Gelegenheit ergeben, wenn die Ausstellung im Foyer der Firma Knauf stattfinden kann. 

Kluge Köpfe, kühle Rechner

Schüler des Egbert-Gymnasiums erzielen tolle Leistungen beim Landeswettbewerb Mathematik

Beim Landeswettbewerb Mathematik erreichten einige Schüler des Egbert-Gymnasiums beachtliche Leistungen. Julian Legron, Karolin Ott, Lena Till, Veit Lang und Karl Höfle erzielten beachtliche Punktzahlen. Als Anerkennung für die jungen Mathematiker führte die Schule eine Ehrung durch, die coronabedingt als Videokonferenz stattfand. 

Schulleiter Markus Binzenhöfer war voll des Lobes davon, dass die Schüler trotz der schwierigen Situation in diesem Schuljahr noch Zeit und Engagement für die freiwillige Teilnahme an diesem Wettbewerb aufbrachten. Auch Elmar Schrauth, Fachbetreuer für Mathematik, beglückwünschte die jungen Mathematiker in einer Laudatio. Schrauth, der selbst einige Zeit im Korrektur-Team des Landeswettbewerbs tätig war, erinnerte daran, dass sich hier die Besten der Besten jungen Mathematikerinnen und Mathematiker des Landes treffen. Aus diesem Grund würden die Aufgaben auch so gestellt werden, dass sie nicht „ganz so einfach zu knacken“ seien.  

Besonders hob er Karolin Ott und Lena Till hervor, die beide einen 3. Preis erzielten. Einen zweiten Preis erzielte Karl Höfle, der dafür nicht nur ein Buchgeschenk erhielt, sondern auch für die 2. Runde eingeladen wurde. Dort gilt es, sich ebenfalls an weiteren anspruchsvollen Aufgaben mit anderen Schülern aus Bayern zu messen, so dass schließlich die Landesmeister für dieses Jahr gekürt werden können. Als Ausblick verwies Fachbetreuer Schrauth auf einen weiteren Wettbewerb: „Ich lade euch nun auch ein, euch beim Bundeswettbewerb mit den Besten der Besten aus ganz Deutschland zu messen: Der Abgabeschluss ist im März.“  

In einer Videokonferenz wurden sehr gute Mathematiker des Egbert-Gymnasiums geehrt. Unser Bild zeigt (oben von links): Fachbetreuer Elmar Schrauth, Julian Legron, Karolin Ott, Lena Till, Schulleiter Markus Binzenhöfer und Veit Lang.

„Adventsstündchenaktion“ des EGM

Levi gestaltet den ersten Adventsumschlag zum Thema „Glück“.

„Wie soll Advent werden?“, fragte sich der Direktor des Egbert-Gymnasiums, Markus Binzenhöfer, in Anbetracht dieser besonderen Zeit. Viele liebgewordenen Adventskationen werden ausfallen oder nicht als Gemeinschaft erlebbar sein. „Advent kann in den Familien werden…“ nahm die Religionslehrerin Esther Zeiher die Frage auf und dachte sie weiter. Gerade diese Zeit, die an äußeren Ereignissen ärmer ist, kann reicher werden an innerer Besinnung. Und sie kann zu einer Zeit werden, die wieder den Familien gehört.

So entstand die Idee, ein „Adventsstündchen“ anzuregen, das tatsächlich daheim in der Familie gefeiert werden kann. An den Adventssamstagen oder -sonntagen kommt die Familie, so klein sie auch sein mag, für ein Stündchen gemütlich zusammen. Der Raum kann nach Kinderpunsch duften, die Familien können Geschichten erzählen, Lieder singen, Plätzchen naschen und einfach nur das Miteinander genießen.

Als Anregung erhalten die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen jede Woche eine Adventstüte mit nach Hause. Die Tüten haben sie selbst im Religionsunterricht bemalt und mit den Themen beschriftet. Los ging es am 1. Advent mit dem „Glück“, am Nikolaustag folgt die „Güte“, am 3. Advent kommen dann die „Wünsche“ und am 4. Advent ist die Weihnachtsbotschaft „Fürchtet euch nicht!“ an der Reihe. Das lachende Ü zieht sich so durch den ganzen Advent und macht Vorfreude auf Weihnachten und Gottes Überraschung für die Welt.

Karriere-Informationstag am Egbert-Gymnasium

Klosterschule bietet berufliche Orientierung

Welchen Beruf will ich ergreifen? Mache ich erst eine Ausbildung oder gehe ich gleich ins Studium? Oder absolviere ich zunächst einmal ein freiwilliges soziales Jahr, um neue Erfahrungen und Einsichten zu sammeln? Antworten auf diese Fragen bietet das Egbert-Gymnasium mit dem „Karriere-Informationstag“ (KIT). Dabei stellen Eltern und Freude der Schulfamilie ihren Beruf vor. Der große Vorteil dabei: Anders als bei Berufsmessen und Informationstagen der Universitäten steht nicht der Aspekt der Werbung im Vordergrund, sondern die objektive Information, wie der berufliche Alltag tatsächlich aussieht. Traditionell findet der KIT am letzten Samstag im November statt, dieses Mal coronabedingt nicht als Präsenzveranstaltung, sondern als Videokonferenz. In fünf nacheinander liegenden Zeitschienen gab es jeweils vier Vorträge, die die Schüler der 11. Jahrgangsstufe im Vorfeld über die Unterrichtsplattform Mebis wählen konnten. So wurden insgesamt 20 verschiedene Berufe vorgestellt, vom Ingenieur bis zum Psychotherapeuten, von Steuerrecht bis Kommunikationsdesign, von Medizin und Pharmazie. Außerdem stellte auch die Abtei Münsterschwarzach ihre beruflichen Möglichkeiten vor. Beratungslehrerin Karin Illner hatte den Karriere-Informationstag hervorragend organisiert.

Während sich Schüler und Referenten von zuhause aus einwählten, hielt das Organisationsteam in der Schule die Stellung. Unser Bild zeigt (von links): Beratungslehrerin Karin Illner, Schulleiter Markus Binzenhöfer und die Elternbeitratsvorsitzende Heike Wiegand. 

Finn Grygier ist der Vorlesekönig des Egbert-Gymnasiums

Sie nahmen erfolgreich am Vorlesewettbewerb teil: Unser Bild zeigt (von links): Finn Grygier, Dr. Herbert Müller (Fachbetreuer Deutsch), Korbinian Wegscheid, Schulleiter Markus Binzenhöfer und Charlotte Dees.

 Über 600.000 Schüler, mehr als 7000 Schulsieger, 62 Jahre Vorlesewettbewerb. Alle Schüler der sechsten Klassen können mit ihren Lieblingsgeschichten dabei sein, einer von ihnen ist Finn Grygier. Der Schüler des Egbert-Gymnasiums schnitt bei der schulinternen Ausscheidung als Sieger ab. Er überzeugte die Jury nicht nur mit seinem geübten Text aus dem Buch „Drachenreiter“ von Cornelia Funke, sondern auch mit dem ungeübten Lesestück aus der „Rico, Oskar und das Mistverständnis“ von Andreas Steinhöfel. Auf dem zweiten Platz landete Korbinian Wegscheid, gefolgt von Charlotte Dees. Finn Grygier wird das EGM nun beim Kreisentscheid vertreten. 

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Der Wettbewerb wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen. Rund 600.000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr. Mitmachen können alle sechsten Schulklassen. Wer gerne liest und Spaß an Büchern hat, ist eingeladen, sein Lieblingsbuch vorzustellen und eine kurze Passage daraus vorzulesen.

Bücher gibt es für jeden Geschmack und zu allen Themen. Ob Spannung, Unterhaltung, Wissen: Lesen ist Kino im Kopf und eine Reise in fremde Welten. Der Vorlesewettbewerb bietet die Gelegenheit, die eigene Lieblingsgeschichte vorzustellen und jede Menge neue Bücher zu entdecken.
Und das Beste: Man kann dabei auch noch gewinnen! Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet.

Spuren hinterlassen

Felizitasfest: Schüler bemalen Steine und schlagen Brücke zur Abteikirche

Die Familie und die eigenen Haustiere stehen bei den Schülern hoch im Kurs.

„Wofür bist du hier?“ Mit dieser Frage der Band Silbermond beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums am Festtag der heiligen Felizitas. Anstatt des gemeinsamen Gottesdienstes in der Abteikirche wurden kleine Andachten in den Klassenzimmern gefeiert und Abt Michael Reepen sprach zu den Schülerinnen und Schülern in einer Videobotschaft. Die heilige Felizitas, Klosterpatronin von Münsterschwarzach, lebte im 2. Jahrhundert nach Christus in Rom und musste der Heiligenlegende nach wegen ihrer Treue zum christlichen Gott die Hinrichtung ihrer sieben Söhne miterleben. Schließlich wurde auch sie hingerichtet.

Dass diese Legende in der heutigen Zeit „schwer zu verdauen“ ist, weiß auch Schulseelsorger Br. Melchior: „Kann sein, dass du über Felizitas und das, was sie mit ihren Söhnen geschehen lässt, den Kopf schüttelst. Das ist sogar wahrscheinlich“, räumte er gegenüber den Schülern ein. „Kann sogar sein, dass du sagst, dass du dein Leben auf keinen Fall für irgendeine Überzeugung einsetzen würdest.“ Trotzdem zeigte sich Bruder Melchior überzeugt davon, dass jeder im Herzen andere Mitmenschen oder Erinnerungen trägt, die einem besonders wichtig sind. So stellte er den Schülern die Frage: „Was bewegt dich? Wofür stehst du ein? Was oder wer ist dir über alles wichtig?“ 

Daraufhin bemalten oder beschrifteten die Schüler Steine mit dem, was ihnen besonders bedeutsam erschien. Diese Steine wurden entlang des Weges, der den Haupteingang des EGM mit der Abteikirche verbindet, aneinander gereiht – als sichtbares Zeichen dafür, dass die eigene Überzeugung in der Welt Spuren hinterlassen kann.  

„Meisterhafte Gesamtkomposition“

Egbert-Gymnasium gewinnt in beiden Kategorien des unterfränkischen Schülerzeitungswettbewerbs

Gruppenbild im Freien: Die siegreiche Redaktion der Schülerzeitung PEERplus.

Doppelte Freude am Egbert-Gymnasium: Die Schülerzeitung „PEERplus“ errang beim unterfränkischen Schülerzeitungswettbewerb in beiden Kategorien den Sieg. Jannika Lechner wurde als beste Jungjournalistin prämiert, die gesamte Redaktion erhielt den Preis für die beste Schülerzeitung. Veranstaltet wurde der Wettbewerb von der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Unterfranken, Monika Zeyer-Müller, in Zusammenarbeit mit der Mainpost. 

Der Wettbewerbszeitraum erstreckte sich auf die letzten beiden Schuljahre, in denen die PEERplus vier Ausgaben herausgebracht hat. Zunächst einmal portraitierte die Redaktion mit dem Titelthema „Wunder geschehen“ eine Mitschülerin, die nach einer lebensbedrohlichen Leukämie-Erkrankung wieder genesen war. In der folgenden Sommerausgabe erschien ein Heft, das unter anderem Lotta Lubkoll präsentierte, die mit ihrem Esel die Alpen überquert hatte. Daraufhin widmeten sich die Schüler in einer weiteren Ausgabe dem Klimawandel, und zwar sowohl dem Phänomen der Erderwärmung als auch dem erhofften Klimawandel in der katholischen Kirche. Die drei Hefte umfassten jeweils über 100 Seiten, erschienen im Vierfarbdruck und stellten das Gemeinschaftswerk von über 60 Schülern dar, wobei die Chefredakteurinnen Antonia Langer und Paulina Issig die Gruppe zusammenhielten. 

Schließlich gab es am Ende des Wettbewerbszeitraums auch noch eine „Corona-Ausgabe“: Im vergangenen Sommer, als alle Neigungskurse eigentlich ausfallen mussten, brachte die PEER dennoch eine achtseitige Ausgabe im klassischen Zeitungsformat heraus. In jährlich zwei dreitägigen Seminaren auf Kloster Banz, unterstützt durch die Hanns-Seidel-Stiftung und die Referenten Stefan Issig und Dietmar Michel, wächst die Redaktion zusammen und vollendet die jeweilige Ausgabe. Als Betreuungslehrer der Print-Redaktion steht Dr. Reinhard Klos mit Rat und Tat zur Seite. 

Voll des Lobes zeigte sich die Jury über die eingereichten Hefte: „Die vorliegende Schülerzeitung nimmt durch ihre professionell anmutende inhaltliche und gestalterische Qualität eine absolute Spitzenposition unter den eingereichten Arbeiten ein. Sie ragt damit nicht nur unter den unterfränkischen Schülerzeitschriften hervor. Neben dem Inhalt erfüllt auch die Gestaltung wieder höchste Anforderungen. Durch die abwechslungsreiche, kunstvolle und harmonische Kombination von Bildern, Texten und Überschriften entsteht eine meisterhafte Gesamtkomposition“, wie es Martin Wolf, der für die Schülerzeitungen zuständige Fachreferent der Ministerialbeauftragen, formuliert. 

Der Wettbewerb stand unter dem Motto „Crossmedial, digital, genial“ – entsprechend wurde nicht nur die Printausgabe prämiert, sondern auch das digitale Begleitmaterial. Über QR-Codes im Heft gelangt man zu weiteren Bildern, Texten, Filmen und Podcasts im Internet, beigesteuert durch die Gruppe der „Netzgänger“, die von Martin Pohl betreut wird. Außerdem pflegt die Schülerzeitung unter www.peer-egm.de eine eigene Web-Seite. Die Laudatio der Jury würdigte folglich auch die herausragende Qualität des Online-Bereichs: „Die Vernetzung mit der digitalen Welt habt ihr crossmedial-genial gelöst. PEERplus zeigt sich innovativ, setzt äußerst geschickt die crossmediale Berichterstattung und eine Verknüpfung mit den sozialen Medien ein und erreicht dadurch multimedial eine höhere Reichweite bei den Mitschülern, um sehr zeitnah und aktuell berichten zu können.“

Den Preis für die beste Jungjournalistin errang Jannika Lechner vom EGM. In den Beiträgen der Abiturientin kam der crossmediale Ansatz besonders stark zum Tragen. So setzte sie sich in einem Essay mit inneren Konflikten auseinander: „Bauch sagt ja, doch Kopf sagt nein“ lautete der Titel des viel beachteten Textes. Außerdem steuerte sie den Artikel „Kaspar Hauser – Kind Europas“ bei. Neben der Ankündigung des geplanten, gleichnamigen Musicals ging es dabei auch um aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, um Ausgrenzung, Selbstfindung und das Recht zum Anderssein. 

Da eine große Preisverleihung durch die Ministerialbeauftragte und einen Vertreter der Mainpost coronabedingt nicht möglich war, übernahm Schulleiter Markus Binzenhöfer die Verleihung der Urkunden und der Preise. Die Redaktion erhielt ein kleines Tonstudio, das unter anderem aus einem Audio-Interface und zwei Mikrophonen besteht. Damit ist es künftig möglich, eigene Musik-Jingles für die Podcasts zu produzieren. Jannika Lechner freute sich über eine Bluetoothbox, die auch als kompakter Verstärker für Instrumente verwendet werden kann. Außerdem erhält sie einen Praktikumsplatz beim bayerischen Rundfunk, sobald der BR mit dem Nachlassen der Pandemie wieder Praktikanten aufnimmt. 

ie freuten sich über die ersten Preise beim unterfränkischen Schülerzeitungswettbewerb: (von links) die Chefredakteurinnen Antonia Langer und Paulina Issig sowie die Einzelpreisträgerin Jannika Lechner.