Klimawandel – auch in der Kirche?

Die Schülerzeitung „PEERplus“ des Egbert-Gymnasiums verbrachte zwei Tage auf Kloster Banz, um die im Februar erscheinende Ausgabe zu erstellen. Titelthema wird der Klimawandel sein – der in der katholischen Kirche erhoffte und der in der Natur tatsächlich beobachtbare. In diesem Zusammenhang gab es zwei inhaltliche Schwerpunkte auf Banz: Zum einen empfingen die jungen Redakteure die Modedesignerin Eva Müller, die sich mit ihrem Label „Empha“ selbstständig gemacht hat und fair gehandelte sowie vegane Kleidung entwirft, schneidert und in ihrem Online-Handel vertreibt. Mit ihrem Motto „fair fashion“ will sie weniger Ressourcen verbrauchen und einen Beitrag zum Tierwohl leisten. Was das Material für die Textilien betrifft, setzt sie vor allem auf Hanf. Durch kurze Lieferketten und Handelswege soll CO2 eingespart werden. Außerdem steht sie für faire Produktionsbedingungen, die bei dem „fast fashion“ der großen Handelsketten nicht immer gegeben seien. 

Zum anderen erhielt die PEERplus-Reaktion auch Besuch vom Generalvikar des Erzbistums Bamberg, Georg Kestel. In einer Gesprächsrunde wurde dabei der Umgang der Kirche mit der Initiative „Maria 2.0“ thematisiert. Im Kern ging es um die Frage, ob Frauen auch zu kirchlichen Weiheämtern, also zum Beispiel der Priesterweihe, zugelassen werden könnten. Kestel referierte zunächst die Position der Amtskirche, dass Jesus selbst auch ein Mann gewesen sei und dass der Priester zum Beispiel bei der Eucharistie sehr stark die Stellvertreterrolle Christi einnimmt. Wie das künftig gehandhabt wird, darüber zeigte sich Kestel kompromissbereit. Wörtlich sagte er: „Das ist für mich eine offene Frage.“ Man müsse die Veränderungen der Gesellschaft wahrnehmen und aufgreifen, aber auch die Einheit der Weltkirche im Blick haben. Kestel kann sich aber durchaus vorstellen, dass man in den verschiedenen Erdteilen auch zu unterschiedlichen Lösungen kommen kann, wofür es auch schon Beispiele gibt. So nannte er die unierten Ostkirchen, in denen Priester auch heiraten dürfen. Der Generalvikar warb in jedem Falle dafür, den nun eingeschlagenen synodalen Weg mit Wohlwollen und optimistisch zu begleiten. 

Die Schülerzeitung wird zum Halbjahreszeugnis erscheinen und wieder über 100 Seiten stark sein. Begleitend zur Printausgabe gibt es ein multimediales „Benfit“ aus Podcasts, Filmen und Foto-Strecken. Zu ihnen gelangt man über QR-Codes, die im Heft abgedruckt sind.  


Es ist fast geschafft: Intensiv arbeiteten die Schülerzeitungsredakteure des EGM auf Kloster Banz an ihrer neuen Ausgabe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s