Helau am EGM

„Helden meiner Kindheit“ lautete das Motto beim Unterstufenfasching am Egbert-Gymnasium. Die beiden Sechstklässlerinnen Hannah Pohl und Emma Schmitt mussten da nicht lange überlegen, welches Kostüm sie auswählen würden. Schnell war klar: Das Einhorn sollte es sein! Der Donnerstagnachmittag vor den Faschingsferien stand ab 15 Uhr ganz im Zeichen der fünften Jahreszeit. Die Tutoren hatten sich ein tolles Bühnenprogramm aus Sketchen, Tanz und Akrobatik ausgedacht. Auch für die kulinarischen Genüsse war bestens gesorgt.

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Herausragende Schüler ausgezeichnet

Die Autoren der besten Seminararbeiten am Egbert-Gymnasium wurden anlässlich der Zeugnisverleihung für 12/1 ausgezeichnet. Die Seminararbeit wird im Rahmen des wissenschaftspropädeutischen Seminars erstellt und ist eine wichtige Voraussetzung für die Zulassung zum Abitur. Ein Jahr haben die Schüler dafür Zeit. Ziel ist es dabei, die wissenschaftlichen Arbeitstechniken zu erlernen, um auf ein Hochschulstudium vorbereitet zu sein. Die Seminararbeit muss in schriftlicher Form abgegeben und anschließend auch mündlich präsentiert werden. Die Schüler, die dabei am besten abschnitten, erhielten aus den Händen von Schulleiter Robert Scheller (links) einen Buchgutschein (v.l.): Jasmin Weber, Jonathan Michel, Julia Kerzner, Anna-Sophie Schott, Isabel Kestler, Martha Binzenhöfer, Alisa Nathan, Corinna Bartelme, Linda Graf, Markus Ebner und Johanna Graber. Es fehlt Annika Zang.

Spaß im Schnee – EGM im Skikurs


Gut lachen hat Victor Violette aus der Klasse 6b des Egbert-Gymnasiums. Er stürzte zwar, doch landete er sanft im Pulverschnee, der sich meterhoch türmte. Zusammen mit seinen Klassenkameraden war Victor für eine Woche im Skilager in Filzmoos im Salzburger Land und erlebte einen echten Winter. Neben ganz viel gesunder Bewegung an der frischen Luft wurde nebenbei auch noch die Klassengemeinschaft gestärkt.

Vernissage junger Künstler des EGM

Unter dem Motto „Schnäppchenjäger und Messi-Sammler“ stellen junge Künstler des Egbert-Gymnasiums derzeit ihre Werke in der Hauptgeschäftsstelle der Kitzinger Sparkasse aus. Zur Vernissage konnte Kunsterzieher Matthias Held zahlreiche Gäste begrüßen. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Jazz-Combo des EGM unter Leitung von Michael Aust.
Ausstellungsleiter Held begann seine Einführung mit Betrachtungen über den Zeitgeist: In Zeiten, in denen einerseits der tägliche Bedarf im Supermarkt gedeckt werde, sei das Kunstwerk mehr und mehr eine Trophäe geworden, auf die sich der Jagdtrieb der Sammler richte. Angesichts dessen stelle sich die Frage, wie weit sich der Mensch eigentlich von dem Wildbeuter entfernt habe, der er einst gewesen sei, so Kunsterzieher Held. „Jäger und Sammler: Das Begriffspaar spielt auf ein vergangenes Kapitel der Menschheitsgeschichte an – doch ist dieses Kapitel wirklich abgeschlossen? Sind Jagdtrieb und Sammelleidenschaft nicht immer noch Motoren menschlichen Handelns?“ Mit dieser Impulsfrage lud Held die Besucher ein, die Werke auf sich wirken zu lassen und mit den jungen Künstlern ins Gespräch zu kommen. Sein Dank galt unter anderem der Schreinerei der Abtei, die beim Zurechtschneiden der MDF-Platten für einige Kunstwerke behilflich war. Des Weiteren ermöglichte die hausinterne Imkerei des EGM den Guss von Wachshänden.
Schulleiter Robert Scheller lobte die jungen Künstler und nannte die ausgestellten Werke „sehr bemerkenswert“. Er erinnerte an das lateinische Wort „mirus“, das man mit „wunderbar“, aber auch „sonderbar“ übersetzen könne. „Dies zeigt, dass man ein Werk, eine Arbeit nicht auf den ersten Blick ganz verstehen muss, ja nicht immer gleich verstehen kann.“ Die Besucher der Sparkasse sind eingeladen, die Wendeltreppe zum ersten Stock hinaufzugehen und sich selbst ein Bild zu machen. Erst dann erfüllt sich das Zitat von Marcel Duchamp, mit dem Kunsterzieher Held schloss: „Ein Werk wird vollständig von denjenigen gemacht, die es betrachten oder lesen und die es, durch ihren Beifall oder sogar durch ihre Verwerfung, überdauern lassen.“

Unser Bild zeigt die jungen Künstler des Egbert-Gymnasiums, die derzeit ihre Werke in der Kitzinger Sparkasse ausstellen.

Deutsch-Französischer Tag am Egbert-Gymnasium

Wie man leckere Crepes zubereitet, das wissen Lilly Meidel und Christina Göllner ganz genau. Die Schülerinnen des Egbert-Gymnasiums erinnerten mit dem Verkauf der Süßspeise an den „Elysée-Vertrag“, der am 22. Januar 1963, also genau vor 55 Jahren, zwischen Deutschland und Frankreich geschlossen worden war. Unverbrüchlich erscheint seither die deutsch-französische Freundschaft. Um das zu dokumentieren, stand ein ganzer Schultag im Zeichen unserer westlichen Nachbarn: Zum Mittagessen gab es „Quiche Lorraine“ und „Mousse au Chocolat“, als Nachmittagsgebäck wurden im Tagesheim „Croissants“ angeboten. Neben diesen kulinarischen Genüssen bekam aber auch der Geist neue Nahrung. So veranstaltete Französisch-Lehrerin Eva Trampe ein Quiz in der großen Pause und die Schüler der Mittelstufe besuchten einen Vortrag über die deutsch-französische Geschichte.

Tauwetter für Eisberge

Projekttage am Egbert-Gymnasium stellen die Werte-Erziehung in den Mittelpunkt
„Konflikte verhalten sich oft wie ein Eisberg“, weiß Laura Sonntag aus der 11. Jahrgangsstufe des Egbert-Gymnasiums. „Wer daran beteiligt ist und welche Informationen die Streithähne austauschen, das ist meist öffentlich sichtbar, bildet aber nur die Spitze des Eisbergs. Viel größer und oft nicht zu erkennen ist der Bereich der Gefühle, die sich in den Untiefen unserer Seele ausbreiten: Vorurteile, Angst und Misstrauen.“
Laura Sonntag ist ausgebildete Streitschlichterin und gehört zur Gruppe des „conflict police“ am Egbert-Gymnasium. An den Projekttagen ihrer Schule war Laura sehr aktiv. Zusammen mit anderen Oberstufenschülern hielt sie Workshops zum Thema „Mobbing“ und wandte sich dabei vor allem an Kinder aus der Unterstufe. Sie sollten lernen, achtsam mit ihrer Sprache umzugehen, sodass der Klassenkamerad nicht verletzt wird. Anhand vor Fallbeispielen sollten sie lernen, wie sie Vorwürfe vermeiden, indem sie „Ich-Botschaften“ aussenden.
Die Projekttage des EGM finden traditionell am Freitag und Samstag in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien statt. Einerseits ist das ein Ausgleich für den zusätzlichen Ferientag, den die Schüler vor Weihnachten bekommen, damit sie sich in Ruhe auf die Ankunft Christi vorbereiten können. Andererseits bietet der Samstag auch die Möglichkeit, die Eltern in das Geschehen nicht einzubinden. So stand für die Sechstklässler neben dem allgemeinen Thema „Mobbing“ auch eine Einheit an, in der sie lernten, wie sie sich vor den Gefahren des Internets schützen und gleichzeitig die Chancen nützen können.
Die fünfte Jahrgangsstufe erlebte ein Programm zur Prävention vor sexualisierter Gewalt. Für die älteren Schüler gab es weitere klasseninterne Projekte, so den Erste-Hilfe-Kurs für die 9. Jahrgangsstufe und die Vorbereitung des Jugendkreistags in der 10. Klasse. Die angehenden Abiturienten präsentierten an den beiden Tagen ihre Seminararbeiten, wobei die Elftklässler schon einmal zuschauen konnten, wie das im nächsten Jahr abläuft, wenn sie an gleicher Stelle stehen. Insgesamt stießen die Projekttage bei Schülern, Eltern und Lehrern wieder auf eine sehr positive Resonanz.

Schülerzeitung „PEERplus“ auf Kloster Banz

Die Schülerzeitung und die Filmgruppe des Egbert-Gymnasiums hielten in Kloster Banz ein dreitägiges Seminar ab. Dabei wurde die nächste Ausgabe unter dem Titelthema „Ehe für alle?“ fertig gestellt. Die Hanns-Seidel-Stiftung stellte hervorragende Rahmenbedingungen für die Projektarbeit bereit. Stefan Issig vom Grafik-Designbüro „Zudem“ aus Kitzingen und Dietmar Michel von „Benedict Press“, der Druckerei der Abtei Münsterschwarzach, leiteten die Schüler im Bereich des Layouts an.
Am 1. Oktober letzten Jahres trat die gesetzliche Neuregelung in Kraft, wonach auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Dies löste in der Schülerzeitungsredaktion eine kontroverse Debatte über das Für und Wider der „Ehe für alle“ aus. Schnell war klar, dass diese Kontroverse das „Zeug“ zum Titelthema hat. Auf Kloster Banz hatten die Schüler nun Experten eingeladen, die das Thema von verschiedenen Seiten beleuchteten. Msgr. Georg Kestel, der Generalvikar des Erzbistums Bamberg, erklärte den Schülern die ablehnende Haltung der Katholischen Kirche. Rechtsassessor Johannes Eichelsdörfer dagegen erläuterte die verfassungsrechtliche Position. Seiner Ansicht nach habe eine Klage gegen das neue Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht keine Aussicht auf Erfolg, weil sich die Verfassungswirklichkeit geändert habe. Das Gericht habe das früher geltende „Abstandsgebot“ zwischen ehelichen Lebensgemeinschaften und der Ehe in seinen letzten Urteilen bereits weitgehend aufgehoben. Auf der Basis der gehörten Argumente kamen die Schüler zu einem Meinungsaustausch, der auch in unterschiedlichen Kommentaren im nächsten Heft zum Ausdruck kommen wird.
Neben dem Titelthema „Ehe für alle“ widmeten sich die Schüler einer Fülle weiterer Themen. Dabei kommt insbesondere der Humor nicht zu kurz. Sieben Filmbeiträge ergänzen das Programm. Sie können von den Käufern des Heftes über den Youtube-Kanal der Schülerzeitung „PEERplus“ angeklickt werden. Das Heft wird Anfang Februar erscheinen.