Bonjour, comment ça va? – Französisch hautnah am EGM

Ganz ohne Vorkenntnisse tauchten die sechsten Klassen des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach beim „FranceMobil“-Besuch in die französische Sprache und Kultur ein. Innerhalb einer Schulstunde brachte die dynamische „FranceMobil“-Lektorin Karen Defour alle Schülerinnen und Schüler problemlos zu einer ersten Verständigung in der Fremdsprache. Spielerisch motivierend lernten sie nicht nur die Ähnlichkeit unserer Sprachen, sondern auch typische Spezialitäten des Nachbarlandes kennen. Die abschließende Fragerunde zeigte das große Interesse an unserem Nachbarland. So konnte diese lebendige und zeitgemäße Unterrichtsstunde den ein oder anderen sicherlich für das Erlernen des Französischen gewinnen, wie zum Beispiel Johannes Stegmeier (unser Bild): Er sammelte einen Punkt für seine Mannschaft, indem er ein französisches Wort hörte und als Erster die passende Bildkarte entdeckte.

Advertisements

Der erste Spatenstich für´s neue EGM

Die Arbeit beginnt:
Mit dem ersten symbolischen Spatenstich startet die Renovierung und Umgestaltung des Egbert-Gymnasiums. 32 Millionen Euro sollen investiert werden, um die Klosterschule fit für die Zukunft zu machen. Zahlreiche geistliche und weltliche Würdenträger waren gekommen, um dem Projekt einen guten Verlauf zu wünschen. Abt Michael Reepen betonte, dass die Schüle ein wichtiges Feld für den missionarischen Auftrag der Schule darstellt. Mit der baulichen Erneuerung, vor allem aber auch mit den Menschen, die darin wirken, soll dieser Auftrag bestmöglich erfüllt werden. Der Schulreferent der Diözese Würzburg, Domdekan Günter Putz, lobte die enge Verbindung zwischen Schule und Abtei, die der Garant für die spirituelle Ausrichtung der Pädagogik sei. „Jedes Kloster mit einer Schule hat eine Zukunft“, so Putz. Der Zuschuss der Diözese in Höhe von 10 Millionen Euro sei gut angelegt, weil christlich geprägte Schulen dabei helfen, junge Menschen auf der Suche nach Orientierung zu begleiten.
Auch der stellvertretende Landrat Paul Streng sagte zu, dass die Genehmigungsbehörde eng mit dem Architekturbüro Jäcklein zusammenarbeite, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Schulleiter Robert Scheller wies darauf hin, dass es in den kommenden Jahren einige Veränderungen am Egbert-Gymnasium geben werde: „Das Lehrerkollegium steht vor einem großen Umbruch, ein neues Schulkonzept ist auf den Weg gebracht und für die bauliche Erneuerung wird heute der Startschuss gegeben.“ Er dankte der Abtei, der Diözese und den staatlichen Stellen dafür, dass sie zum Egbert-Gymnasium stehen. Der Staat schultert die Hälfte der Baukosten, die Abtei trägt das finanzielle Risiko und muss bei den Kosten in Vorleistung gehen. Mit einem Segen von Abt Michael und den Blasmusikklängen der Schwarzier Buam endete die Feierstunde, bei der man eine echte Aufbruchstimmung spüren konnte. So schloss auch Schulleiter Scheller mit den Worten: „Möge dem Neustart ein gewisser Zauber innewohnen.“

Herzlichen Glückwunsch!

Schulleiter Robert Scheller wird 65
Robert Scheller, der Schulleiter des Egbert-Gymnasiums, feierte am Dienstag, den 5. Juni, seinen 65. Geburtstag. In einer kleinen Feier vor Unterrichtsbeginn ließ ihn die Schulfamilie hochleben. Nach beschwingter Blasmusik von den „Schwarzier Buam“ ergriffen die Schüler das Wort. Nachdem Julian Hiebl von der SMV einige selbstgedichtete Verse zum Besten gegeben hatte, überreichte ihm Lena Knaier eine leckere Geburtstagstorte. Albert Heuring von der Mitarbeitervertretung lobte das große persönliche Engagement des Schulleiters, während der stellvertretende Direktor Markus Binzenhöfer die unaufhörliche Strebsamkeit des Gelehrten pries. Er überreichte ihm einen Ausstellungskatalog einer Münchener Faust-Ausstellung. Der Konvent der Abtei und das Lehrerkollegium ließen den äußerst verdienten Jubilar tags darauf im Rahmen eines Grillfests hochleben.

Sicher zum EGM

Bei Wind und Wetter, egal zu welcher Jahreszeit, sorgen sie dafür, dass ihre Mitschüler sicher vom Busbahnhof zur Schule gelangen: die Schülerlotsen des Egbert-Gymnasiums. Mit Christian Vicedom, Regina Haas, Jannika Lechner und Paula Stark haben nun vier von ihnen den Kreisentscheid beim Schülerlotsenwettbewerb gewonnen. Christian und Jannika werden am 04.05.2018 auch beim Bezirksentscheid in Karlstadt antreten. Die Preise übergaben Dr. Walter Konrad, Vorsitzender der Verkehrswacht Kitzingen und Leiter des Amtsgerichtes Kitzingen, Polizeirat Christian Georgi, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Kitzingen, und Schulleiter Robert Scheller. Zusammen mit ihnen freute sich auch Andrea Weber-Brandt, die die Arbeit der Schülerlotsen am EGM koordiniert, über das ehrenamtliche Engagement der Schüler. Außerdem waren noch die Ausbilder der Schülerlotsen anwesend: Polizeioberkommissar Norbert Müller und Polizeihauptkommissar Alfons Saugel.

Schulpsychologin Dagmar Zeller-Dittmer stellt sich am Egbert-Gymnasium vor

Wie wirken Erziehungsstile?
Am vergangenen Dienstag, den 24. April 2018, stellte sich die neue Schulpsychologin Dagmar Zeller-Dittmer im Rahmen eines Vortrages am Egbert-Gymnasium vor. Sie ist seit 2017 für etliche Gymnasien in Unterfranken zuständig, vorher war sie in Würzburg und Karlstadt am Gymnasium tätig, neben ihren Fächern Deutsch und Englisch auch als Theaterlehrerin bekannt.

In ihrem Vortrag „Erziehungsstile und mögliche Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes/des Jugendlichen“ zeigte sie in der gut besuchten Aula eindrücklich an Beispielen auf, dass der dem Kind zugewandte, liebevolle, demokratische und autoritative Stil förderlicher ist als der autoritäre oder der Laissez-faire-Stil. Ihre Studienreferendarin Ulrike Habigt erklärte sehr übersichtlich und im Gespräch mit den Eltern die Gedanken klassischer Pädagogen bis hin zur Moderne mit John Hattie: „Auf den Lehrer kommt es an, auf die Eltern kommt es an in der Erziehung“, „um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, sagt ein nigerianisches Sprichwort. Ermutigung, Interesse und Geduld seien in der Erziehung verlangt, bzw. Anerkennung, Anregung und Anleitung, das Erziehen mit Herz und Hirn. „Wir können die Überzeugung vermitteln: Ich bin ein wertvoller Mensch“, ist die sehr überzeugende abschließende Botschaft der Schulpsychologin Zeller-Dittmer, die am Ende noch etliche Elternfragen beantwortete.

Kammerkonzert des EGM in Iphofen

Leonie Weidt, Martha und Agnes Binzenhöfer


Das Kammerkonzert des Egbert-Gymnasiums lockte wieder zahlreiche Besucher in die Verkündhalle des Rathauses Iphofen. Die vorwiegend aus dem musischen Zweig stammenden Schüler zeigten ihr virtuoses Können an den verschiedenen Instrumenten. Los ging es mit den Blechbläsern unter der Leitung von Manuel Scheuring. Im weiteren Verlauf zeigten die Nachwuchskräfte Simon Walter und Lilli Büttner an der Gitarre ihr Können. Stark vertreten waren auch die Streicher wie Leonie Weidt, Elisabeth Meusert und Agnes Binzenhöfer, zum Teil mit Klavierbegleitung von Felicia Weidt. Tina Wirsching spielte mit besonderem Einfühlungsvermögen das „Caprice“ von M. Carcassi, Georg Binzenhöfer entlockte dem Flügel ausdrucksstarke Klänge von Ludwig van Beethoven, Alexander Herrmann überzeugte mit einem virtuosen Chopin.
Besondere Höhepunkte waren die Vorträge der Abiturienten, die unmittelbar zuvor ihre praktischen Prüfungen absolviert hatten und Ausschnitte aus ihrem Repertoire zu Gehör brachten. Sopranistin Rebecca Suta und Flötistin Anna-Lena Feldhäuser zeigten, dass sie mit Recht einen beruflichen Werdegang in der Musik anstreben. Maximilian Nitsche griff einfühlsam in die Saiten seiner klassischen Gitarre und Alisa Nathan ließ die Zuhörer bei ihrem „Rondo capriccioso opus 14“ von Felix Mendelssohn erstaunen. Mit Benjamin Hettrich an der Trompete und der glänzenden Martha Binzenhöfer auf der Violine präsentierten sich weitere musikalische Spitzenkräfte des EGM noch einmal, bevor sie sich in Kürze mit dem Abitur von ihrer Schule verabschieden. Sie alle haben das musikalische leben am EGM in den letzten Jahren maßgeblich mitgestaltet und ihren Zuhörern eine Fülle von erbaulichen Erlebnissen geschenkt. Dafür gebührt ihnen großer Dank.

Anna-Lena Feldhäuser und Rebecca Suta

Wenn Mönche in die Schule gehen …

Ein bewegtes und bewegendes Projekt liegt hinter knapp 40 Schülerinnen und Schülern aus Frankreich, Irland und Deutschland: „Monastic Institutions in Europe“ nennt sich das ERASMUSplus-Projekt, das den Collège du Servois in La Chapelle en Serval (Französische Partnergemeinde von Schwarzach am Main), die Glenstal Abbey School in Glenstal, Irland (langjährige benediktinische Partnerschule des EGM) und das Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach miteinander verbindet. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler hatten sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mehr über klösterliche Traditionen und ihren Einfluss auf die sie umgebende Region zu erfahren. Und da das Lernen am außerschulischen Lernort oft nachhaltiger wirkt als das Lernen im Klassenzimmer durften die Schüler die oben genannten Länder bereisen. Im Schwarzacher Raum standen die Wegkreuze, die die fränkische Landschaft in besonderer Weise prägen, im Zentrum des Interesses. Schon beim Verlassen des Schulgeländes beginnt das Eintauchen in die Welt dieser sichtbar gelebten Religiosität, denn ein schönes Wegkreuz befindet sich direkt gegenüber dem Klostereingang. Dabei fiel auf, dass eine umfassende Inventarisierung dieser doch sehr verbreiteten Kreuze offenbar bislang nicht durchgeführt wurde, sodass der Erstellung zugrunde liegende Informationen mühsam zusammengesucht werden müssen.
Bei einer weiteren Begegnung in Irland, die wiederum alle drei Schülergruppen zusammenbrachte, waren dagegen vor allem aufgelöste Klöster, die zwischen dem 17. und frühen 19. Jahrhundert meist den Engländern zum Opfer gefallen sind, stumme Zeugen eines tief verwurzelten, aber oft bekämpften Glaubens. Immerhin steht dagegen die Glenstal Abbey mit ihren ungefähr 30 Benediktinermönchen auch heute noch für lebendiges Christentum.
Wieder anders stellt sich die Situation in Frankreich dar, das insbesondere durch die französische Revolution zum Niedergang zahlreicher Klöster und auch kirchlichen Lebens führte. Gerade dies – die strikte Trennung von Kirche und Staat – so deutlich zu erfahren, war sowohl für die französischen Schüler als auch für ihre Gäste aus Irland und Deutschland die vielen Mühen der gemeinsamen Projektarbeit wert.
Aus Impulsen der begleitenden Lehrkräfte und Mönche stellten die Schüler nunmehr eine Abschluss-präsentation zusammen, die beim vierten Gesamttreffen aller Gruppen der Schülerschaft des Egbert-Gymnasiums vorgestellt werden konnte. Ungewöhnlich dabei auch die Namen der Arbeitsgruppen: Lectio/Communicatio/ Conversatio/ Ordo/ Imaginatio /Peregrinatio/Creatio. Entstanden sind dabei eine website, die alle erreichten Ergebnisse öffentlich zugänglich machen wird, ein dreisprachiges Wörterbuch mit 100 Begriffen aus dem Mönchsleben, ein Kalender, der insbesondere auch den religiösen Festtagen aus den drei Ländern und auch der kirchlichen Schulen Rechnung trägt, eine künstlerische Verfremdung von Bilddokumenten der besuchten Stätten, um nur einiges aufzuführen. Ziel dabei war eine möglichst intensive Interaktion unter den Schülern der drei Schulen, die zu diesem Zweck jeweils in multinationalen Arbeitsgruppen agierten. Diese Interaktion konnte noch dadurch befördert werden, dass die irischen und französischen Schüler gemeinsam in der Münsterklause wohnen konnten, wo sie ja auch ihren Tagesablauf gemeinsam erleben konnten. So können nun alle Teilnehmer mit Stolz auf eine gelungene europäische Zusammenarbeit zurückblicken und darin Erreichtes gut an Interessierte weitergeben.

Dr. Matthias Hessenauer, Projektleiter