Wählen gehen!

Mit gutem Beispiel voran gingen die Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums. Im Rahmen der „Juniorwahl“ gaben sie auf offiziellen Formularen ihre Stimme für die Landtagswahl ab. Der Andrang war so groß, dass sich lange Schlangen vor dem Wahllokal bildeten. Natürlich beeinflusst die Juniorwahl nicht das amtliche Endergebnis der Landtagswahl, aber sie zeigt ein Meinungs- und Stimmungsbild. Die Juniorwahl fordert die Schüler heraus, sich mit den Wahlprogrammen der Parteien zu beschäftigen. Auf großen Plakaten waren die Forderungen und Vorhaben zuvor im Unterricht zusammengestellt worden. Lehrkraft Martin Pohl, Fachbetreuer für Geschichte und Sozialkunde, hatte die Juniorwahl zusammen mit den Schülern organisiert. Auch die Auszählung übernahmen die Schüler unter Mithilfe von Lehrerin Kerstin Stäblein selbst. Unser Bild zeigt Fabio Walter, der seine Stimmzettel gerade in die Wahlurne einwirft.

Von der Schulbank ins Labor

Lisa-Marie Fröhlich stellt Forschungsvorhaben vor

Unser Bild zeigt Lisa-Marie Fröhlich bei ihrer Arbeit mit lebenden, pathogenen Pilzen.


So erfrischend kann Forschung sein: Lisa-Marie Fröhlich, ehemalige Schülerin des EGM und nun Studentin der „Molekularen Medizin“ in Tübingen, kam an ihre alte Schule zurück, um die Schüler aus den wissenschaftlichen Seminaren über ihr aktuelles Forschungsprojekt aufzuklären. Die gesamte Q12 des Egbert-Gymnasiums lauschte gebannt ihren Ausführungen. Ziel ihrer Forschungsarbeit ist es, einen Schnelltest für vulvovaginale „Candida albicans“-Infektionen zu entwickeln. Eine Studie besagt, dass 75% aller Frauen mindestens einmal eine solche Infektion erhalten. Sie ist nicht lebensgefährlich, doch kann eine große Einschränkung der Lebensqualität aufweisen.
In Europa gibt es noch keine kommerziell erhältlichen Schnelltests für diese Infektion. Frauen müssen also entweder einen Gynäkologen aufsuchen oder rezeptfrei erhältliche Antimykotika in der Apotheke erwerben. Eine Studie zeigt, dass nur 30% der Frauen, die ohne gynäkologischen Rat mit Antimykotika behandelt werden, wirklich eine „Candida albicans“-Infektion aufzeigen. Hier beginnt das Problem. „Weltweit beobachten wir, dass sich Resistenzen gegen Antimykotika entwickeln“, so die junge Forscherin. „Ziel unseres Schnelltestes ist es, nur die Patienten mit Antimykotika zu behandeln, die mit einem Pilz infiziert sind, und somit die Überbehandlung mit diesen Medikamenten zu reduzieren.“
Zwei Forschungssemester verbrachte Lisa-Marie Fröhlich in Oslo, wo sie unter anderem am „National Reference for Medical Microbiology“ arbeitete. Dort befindet sich ein Labor, an dem mit lebenden pathogenen Pilzen geforscht werden darf. Die Studentin und ihr Team erhielten wichtige Informationen über den Erreger der besagten Infektionskrankheit. Bei der Arbeit ist höchste Vorsicht geboten: Die Petrischalen befinden sich in einer Sicherheitswerkbank, da diese Pilze den Menschen infizieren können. Der zu entwickelnde Schnelltest soll beim „iGEM“-Wettbewerb eingereicht werden. IGEM (=international Genetically Engineered Machine) ist ein Wettbewerb in synthetischer Biologie, der seit 2003 am MIT (Massachusetts Institute of Technology) als Austragungsort stattfindet.

Ankommenstage am EGM

Um sich noch besser an der neuen Schule einzuleben, dürfen die Fünftklässler des Egbert-Gymnasiums einmal in der Schule übernachten. Den Anfang machte die Klasse 5b zusammen mit ihrem Klassenleiter Thomas Klement und der Betreuerin im Tagesheim, Andreas Kleinschnitz. Natürlich durfte dabei eine Nachtwanderung durch das Klostergelände nicht fehlen. Höhepunkt war sicher der Aufstieg in den Glockenturm der Abteikirche, wobei Schulseelsorger P. Jesaja die Richtung vorgab (unser Bild), damit niemand in dem dunklen Gemäuer stolperte. Tags darauf holten die Eltern ihre Kinder voller neuer Eindrücke wieder ab.

Knauf und EGM arbeiten zusammen

Das Egbert-Gymnasium und die Knauf-Gruppe gehen künftig gemeinsame Wege: In einer kleinen Feierstunde unterzeichneten Schulleiter Robert Scheller und Jörg Schanow, Mitglied der Geschäftsleitung bei Knauf, die offizielle Vereinbarung. Die Zusammenarbeit soll für beide Seiten eine Win-Win-Situation werden. Die Schüler des Egbert-Gymnasiums erhalten Einblicke in die Geschäftsbereiche der Knauf-Gruppe. Im Rahmen der Berufsorientierung werden Betriebsbesichtigungen angeboten und Praktika vermittelt. Im naturwissenschaftlichen Unterricht und in Geographie steuert Knauf wertvolle, praxisnahe Unterrichtsmaterialien bei. Schließlich ist auch das Sponsoring ein Bereich, durch den beide Seiten profitieren können. So stattet Knauf die Basketball-Schulmannschaft mit neuen Trikots aus und fungiert als Anzeigenkunde in der Schülerzeitung.

Schulleiter Robert Scheller betonte, dass es heute mehr denn je darauf ankomme, für die Abiturienten den Weg zu einer Ausbildung oder einem Studium zu ebnen. Nach dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ könne der Weg für manche Schüler möglicherweise zu einem dualen Studium bei Knauf führen. Jörg Schanow hob hervor, dass die Zukunft des Unternehmens maßgeblich davon abhänge, dass man auch in Zukunft die besten Köpfe bekomme und langfristig an sich binde. Auch Pater Anselm Grün bereicherte die Veranstaltung mit einigen Gedanken. So betonte er die Wertorientierung der Unternehmen als Schlüssel zum Erfolg. Lehrkraft Karin Illner, die einst als Schülerin am EGM mit dem heutigen Geschäftsführenden Gesellschafter Alexander Knauf die gleiche Klasse besuchte, leitete die Zusammenarbeit mit der Knauf-Gruppe in die Wege. Die Schüler Julius Rümmele, Samanthi-Lea Müller, Maria von Bechtolsheim und Jannis Walter übernahmen die Moderation der Festveranstaltung.

Herzlich willkommen!


91 neue Fünftklässler begrüßte das Egbert-Gymnasium am ersten Schultag. Gemeinsam zogen sie zum Anfangsgottesdienst in die Abteikirche ein und hielten sich dabei an einem dicken Bergsteigerseil fest. Das sollte zum Ausdruck bringen, dass ihnen mit den neun Jahren am Gymnasium zwar schon ein gehöriger Berg bevorsteht, den es zu erklimmen gilt. Andererseits tun sie das nicht allein, sondern dürfen auf die Hilfe von Mitschülern, Lehrkräften und Tagesheimbetreuern vertrauen. Damit auch der „Segen von oben“ nicht fehlt, erhielten sie am Ende des Gottesdienstes eine Salbung, um gestärkt alle Felsklippen der Bergtour zu überspringen.

Bonjour, comment ça va? – Französisch hautnah am EGM

Ganz ohne Vorkenntnisse tauchten die sechsten Klassen des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach beim „FranceMobil“-Besuch in die französische Sprache und Kultur ein. Innerhalb einer Schulstunde brachte die dynamische „FranceMobil“-Lektorin Karen Defour alle Schülerinnen und Schüler problemlos zu einer ersten Verständigung in der Fremdsprache. Spielerisch motivierend lernten sie nicht nur die Ähnlichkeit unserer Sprachen, sondern auch typische Spezialitäten des Nachbarlandes kennen. Die abschließende Fragerunde zeigte das große Interesse an unserem Nachbarland. So konnte diese lebendige und zeitgemäße Unterrichtsstunde den ein oder anderen sicherlich für das Erlernen des Französischen gewinnen, wie zum Beispiel Johannes Stegmeier (unser Bild): Er sammelte einen Punkt für seine Mannschaft, indem er ein französisches Wort hörte und als Erster die passende Bildkarte entdeckte.

Der erste Spatenstich für´s neue EGM

Die Arbeit beginnt:
Mit dem ersten symbolischen Spatenstich startet die Renovierung und Umgestaltung des Egbert-Gymnasiums. 32 Millionen Euro sollen investiert werden, um die Klosterschule fit für die Zukunft zu machen. Zahlreiche geistliche und weltliche Würdenträger waren gekommen, um dem Projekt einen guten Verlauf zu wünschen. Abt Michael Reepen betonte, dass die Schüle ein wichtiges Feld für den missionarischen Auftrag der Schule darstellt. Mit der baulichen Erneuerung, vor allem aber auch mit den Menschen, die darin wirken, soll dieser Auftrag bestmöglich erfüllt werden. Der Schulreferent der Diözese Würzburg, Domdekan Günter Putz, lobte die enge Verbindung zwischen Schule und Abtei, die der Garant für die spirituelle Ausrichtung der Pädagogik sei. „Jedes Kloster mit einer Schule hat eine Zukunft“, so Putz. Der Zuschuss der Diözese in Höhe von 10 Millionen Euro sei gut angelegt, weil christlich geprägte Schulen dabei helfen, junge Menschen auf der Suche nach Orientierung zu begleiten.
Auch der stellvertretende Landrat Paul Streng sagte zu, dass die Genehmigungsbehörde eng mit dem Architekturbüro Jäcklein zusammenarbeite, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Schulleiter Robert Scheller wies darauf hin, dass es in den kommenden Jahren einige Veränderungen am Egbert-Gymnasium geben werde: „Das Lehrerkollegium steht vor einem großen Umbruch, ein neues Schulkonzept ist auf den Weg gebracht und für die bauliche Erneuerung wird heute der Startschuss gegeben.“ Er dankte der Abtei, der Diözese und den staatlichen Stellen dafür, dass sie zum Egbert-Gymnasium stehen. Der Staat schultert die Hälfte der Baukosten, die Abtei trägt das finanzielle Risiko und muss bei den Kosten in Vorleistung gehen. Mit einem Segen von Abt Michael und den Blasmusikklängen der Schwarzier Buam endete die Feierstunde, bei der man eine echte Aufbruchstimmung spüren konnte. So schloss auch Schulleiter Scheller mit den Worten: „Möge dem Neustart ein gewisser Zauber innewohnen.“