Bronzemedaille!

Die Fußballer vom EGM belegen beim Bayernfinale den 3. Platz

In Ergolding stieg am 15.08. das Bayerische Landesfinale im Fußball, bei dem das Egbert-Gymnasium mit der Wettkampfklasse Jungen III vertreten war. Nach ca. 25 Jahren ist es wieder mal einer Mannschaft des EGM im Fußball gelungen, dies zu erreichen. Im ersten Spiel verlor das Team der Betreuer Thomas Klement und Stefan Schöderlein gegen Gersthofen (Eliteschule des Fußballs – Kooperation mit FC Augsburg) mit 1:3. Dabei erzielte Julius Dees in der 10. Minute den Führungstreffer, bevor das EGM mit dem Halbzeitpfiff nach einem Eckball den Ausgleich hinnehmen musste (Spielzeit 2x25min). Nach 32 Minuten mussten die Jungs aus Münsterschwarzach ein weiteres Standard-Gegentor durch einen 18-Meter-Freistoß hinnehmen. Das 1:3 in der 45. Minute war dann nur noch Makulatur.
Bei knapp 30 Grad hatten die Jungs lediglich 15 Minuten Pause, ehe es gegen Taufkirchen (Eliteschule des Fußballs – Kooperation mit Bayern, 1860 und Haching) ging. In diesem Spiel musste das EGM neben den bereits vor dem Turnier verletzten Florian Redelberger (Handgelenkbruch) auch auf Adrian Treutlein verzichten, der sich eine Blessur am Oberschenkel zugezogen hatte. Die taktische Ausrichtung schien zunächst erfolgreich zu sein: „In dieser Partie standen wir sehr tief, haben die Räume kompakt geschlossen und konnten mit schönen Ballstafetten über die Achse Grill – Götzelmann – Klos immer wieder für Nadelstiche sorgen“, so Trainer Stefan Schöderlein. Leider war der Kräfteverschleiß aus dem ersten Spiel deutlich zu spüren und das EGM musste sich gegen frische Taufkirchener mit 0:4 geschlagen geben, wobei auch hier zwei Tore aus Standards resultierten.
Dennoch fiel das Fazit des Trainers positiv aus: „Mit erhobenem Haupt und teils tollem Fußball haben wir die Rückreise als 3. Landessieger von ganz Bayern nach Münsterschwarzach angetreten“, so Schöderlein. Das EGM ist stolz auf seine Jungs. Von den 15 Kaderspielern gehören 3 Spieler aktuell nicht mal einem Verein an. Für die Jungs war es ein tolles Erlebnis, gegen die Profis von morgen kicken zu dürfen.

EMOTIONALER ABSCHIED VON ROBERT SCHELLER AM EGM

Bei der Verabschiedung von Robert Scheller gab es viele lobende Worte – und auch ein paar Tränen.

Nach 17 Jahren ist OStD Robert Scheller als Schulleiter des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach (EGM) verabschiedet worden. Zur Feier in der Schulaula am Donnerstag kam neben prominenten Gästen aus Politik und Kirche die Kloster- und Schulfamilie in der Aula der Schule zusammen.
Abt Michael Reepen OSB würdigte die Verdienste Schellers als erster Nicht-Mönch an der Spitze der Klosterschule in einer emotionalen Laudatio. Als Scheller 2002 ans EGM kam, hätte dieser den nötigen und wichtigen Außenblick mitgebracht und somit auch Altes hinterfragt. Das sei für beide Seiten anfangs nicht immer einfach gewesen. Umso mehr betonte der Abt die ständige Präsenz von Scheller – sei es in der Schule, im Kloster oder auf Veranstaltungen.
Eine besondere Begabung Schellers sei aber sein Namensgedächtnis sowie sein ehrliches Interesse an Schülerinnen und Schülern.“Und Sie kennen die Geschichten zum Namen. Sie sind ein Direktor der Sorge getragen hat“, so der Abt weiter. Eine benediktinische Qualität käme dabei zum Vorschein: die des Dienens. Als Direktor habe Scheller den Menschen gedient.
In Erinnerung an das Jubiläumsmotto „Be open“ zum 1.200 Bestehen der Abtei 2016 dankte Abt Michael dem scheidenden Schulleiter für seine Offenheit und überreichte ihm die höchste Auszeichnung der Abtei Münsterschwarzach: Den goldenen karolingischen Schlüssel aus dem 8. Jahrhundert, der seit dem Jubiläumsjahr als Wahrzeichen für das Kloster steht.
In Erinnerung an das Jubiläumsmotto „Be open“ zum 1.200 Bestehen der Abtei 2016 dankte Abt Michael dem scheidenden Schulleiter für seine Offenheit und überreichte ihm die höchste Auszeichnung der Abtei Münsterschwarzach: Den goldenen karolingischen Schlüssel aus dem 8. Jahrhundert, der seit dem Jubiläumsjahr als Wahrzeichen für das Kloster steht.
Neben musikalischen, filmischen und schauspielerischen Darbietungen der Schülerinnen und Schüler gestaltete Br. Jeremia Schwachhöfer OSB Talkrunden mit wichtigen prominenten Wegbegleitern Schellers aus Politik, Kirche und den Schulwesen.
Per Videobotschaft bedankte sich Landtagsabgeordnete Barbara Becker bei Scheller, die selbst seit drei Wochen „keine EGM-Mama“ mehr sei. Sie erinnerte sich an das Schlangestehen bei der Anmeldung an der Klosterschule und das persönliche Gespräch Schellers mit dem Wartenden. Für den Ruhestand empfahl sie dem Workaholic allerdings erst einmal Urlaub.
Landrätin Tamara Bischof lobte den persönlichen Einsatz Schellers für die Schülerinnen und Schüler des Landkreises Kitzingen. Das EGM habe sich durch ihn herausragend entwickelt. Die soziale Komponente Schellers stellte Volker Schmitt, Bürgermeister von Schwarzach am Main, besonders heraus. Scheller verstehe es aber auch, das soziale Engagement anderer zu fördern.
Domdekan Prälat Günther Putz verbinde eine außerordentlich lange Beziehung zu Scheller – auch weil er selbst gerade als Schulreferent im Bistum Würzburg verabschiedet wurde. „Wir beide wissen, wann man aufhören muss“, antwortete er auf die Frage Br. Jeremias, ob sie sich abgesprochen hätten. Ihm falle es schwer, eine solche Persönlichkeit in Worte zu fassen. Er verglich ihn daher mit der Figur des „Figaro im Barbier von Sevilla“. Diese mache alles auf einmal, schmeiße den Laden und habe alles in der Hand. So leite er auch das EGM „und zwar nicht als Eliteschule, sondern als Schule für jedermann.“
Die Leitende OStDin Monika Zeyer-Müller, die Ministerialbeauftragte, erinnerte sich an „wunderbare gemeinsame Jahre auf Augenhöhe, in denen wir hervorragend zusammengearbeitet haben“. Auch als Dienststelle seien sie Scheller besonders dankbar für die Unterstützung. Weiter lobte sie die ausgezeichnete Schülerzeitung „PEERplus“, die vor kurzem zur besten Schülerzeitung Deutschland erklärt wurde. Dir. Dr. Peter Nothaft vom katholischen Schulwerk zeichnete Scheller mit einer besonderen Verdiensturkunde aus und entließ ihn damit aus dem Schuldienst.
Auch die Vertreterinnen und Vertreter des Münsterschwarzacher Kreises (MSK), des Elternbeirats und der Schülerschaft honorierten Schellers Engagement. „Er ist eine Respektsperson, aber niemand, vor dem man Angst haben muss, sondern zu dem man aufschaut“, so Jule Bauer von der SMV. Hermann Hadwiger, Vorsitzender des MSK, hob Schellers Omnipräsenz und Genauigkeit hervor. „Herrn Scheller kam es in erster Linie auf das Wohl der Schüler an. Er gibt keinen einzigen Schüler verloren“, so Elternbeiratsvorsitzende Heike Wiegand. Den Schüler an die erste Stelle setzen – dafür solle Schule da sein und dafür stehe Scheller ganz besonders.
Sein besonderes Namens- und Geschichtengedächtnis bewies Robert Scheller in seiner Abschiedsrede, die er unter das Wort „Danke“ stellte. Seine wichtigsten Lebensstationen stellte er mit kurzweiligen Anekdoten und persönlichen Geschichten über die Menschen, die diese geprägt haben, heraus. „Ich kann dankbar zurückblicken. Ich habe meine Energie gerne für die anvertraute Jugend eingebracht“, schloss er seine Rede und wurde mit stehendem Applaus und einigen feuchten Augen im Publikum verabschiedet.
Am Ende der Feierstunde stand auch die offizielle Einführung von Schellers Nachfolger Markus Binzenhöfer auf dem Programm. Abt Michael zeigte sich überzeugt, dass Binzenhöfer die Schule in eine gute Zukunft führen werde: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen als Schulleiter unseres Egbert Gymnasiums. Mögen Sie ein Benediktiner – ein Gesegneter – sein, zusammen mit der ganzen Schulfamilie!“
Binzenhöfer, der seit 2011 stellvertretender Schulleiter war, dankte für das Vertrauen des Konvents zur Ernennung zum neuen Schulleiter und Robert Scheller für die persönliche Verbundenheit in den vergangenen Jahren. Er stellte die Besonderheit des EGMs als Klosterschule heraus. Das „Mehr“.
In diesem „Mehr“ stecke nicht nur die Wissensvermittlung nach Lehrplan, sondern echte Diskussion. Oder Zusatzbereiche wie Theater, Sport, Schülerzeitung. Diese Bereiche würden die Menschen ganz zu sich führen – und zu anderen. Das „Mehr“ sei auch der Umgang untereinender, wertschätzend und angstfrei. Und als christliche Schule natürlich auch die Beziehung zu Gott und Jesus Christus, die mitgingen und tragen würden. „Mit dem was ich kann, will ich dafür sorgen, dass dieses ‚Mehr‘ umgesetzt werden kann. Bitte unterstützen Sie mich dabei“ bat Binzenhöfer zum Abschluss.
Mit einem Stehempfang im Schulhof unter musikalischer Gestaltung der Schwarzier Buam endete die Verabschiedung – die sicherlich für Robert Scheller kein endgültiger Abschied von seinem EGM sein wird.

Verdiente Pädagogen verlassen das EGM

Hörning, Riedel-Royé, Olschina, Fischer und Sauer gehen in den Ruhestand

Von der Schulbank zur Ruhebank: Unser Bild zeigt (stehend von links) Dieter Hörning, Peter Olschina, Martin Sauer sowie (sitzend von links) Robert Scheller und Viktor Riedel-Royé.


Nach der Verabschiedung des Schulleiters Robert Scheller heißt es auch für fünf weitere verdiente Pädagogen, Abschied zu nehmen. Über Jahrzehnte hinweg haben sie das Egbert-Gymnasium geprägt, ehe sie nun den wohlverdienten Ruhestand genießen dürfen.
Dieter Hörning trat nach dem 2. Staatsexamen, das er in den Fächern Mathematik und Physik ablegte, ab September 1983 in den Dienst der Abtei Münsterschwarzach. Er war für die Erstellung der Stundenpläne zuständig und fungierte 29 Jahre lang als Fachbetreuer für Mathematik. Für die Anerkennung des Egbert-Gymnasiums als MINT-freundliche Schule stellte er die geleisteten Aktionen, Wettbewerbe, Ausstellungen und Veröffentlichungen sehr schön zusammen und trug so zum Erfolg dieses Vorhabens bei.
Seit 1982 wirkte Viktor Riedel-Royé am Gymnasium der Benediktiner. Neun Jahre lang übte er das Amt des Fachbetreuers für Geographie aus, 26 Jahre das Amt des Kollegstufenbetreuers und später Oberstufenkoordinators. Studienfahren führten ihn unter anderem bis nach Polen und Island. 1986 gründete er die Imker-Gruppe und leitete diese bis zum Februar 2019. Daraus gingen zum einen leckere Honigerzeugnisse, später auch Kerzen und Cremes hervor, zum anderen leisteten die Schüler unter seiner Anleitung aber auch einen wichtigen Dienst zur Pflege der Natur und zum Artenschutz.
Generationen von Schülern haben Peter Olschina als Theaterlehrer kennen und schätzen gelernt. Eine Fülle von Aufführungen hat er gestemmt, unter anderem die Inszenierung der „Nibelungen“ auf der Freilichtbühne. Für das große Projekt, das die Diözese zur Seligsprechung Georg Häfners in Auftrag gegeben hatte, „Georg Häfner – eine Entscheidung“, erstellte Peter Olschina die Textgrundlage. Als Fachbetreuer für Religion war ihm die Seelsorge ein besonderes Anliegen. Seit 2008 pilgert er mit Schülern, Eltern und Lehrkräften nach Santiago de Compostela, jedes Jahr ein Stück. Im nächsten Jahr wird die Gruppe ihr Ziel erreichen.
Gerhard Fischer (Wirtschaft und Recht, Sport) gehörte dem Lehrerkollegium seit 1981 an. Als Beratungslehrer gab er den Schülern mehr als drei Jahrzehnte lang eine Orientierung in Bezug auf die Berufsentscheidung. Sein Organisationsvermögen bei verschiedenen Veranstaltungen wie Skikurs, Bundesjugendspielen, Jugend trainiert für Olympia, Börsenspiel oder Betriebspraktikum verdient hohe Anerkennung. Im Schulsportverein „DJK Egbert-Gymnasium“ gehört er der Vorstandschaft an und führte über viele Jahre das Amt des Schatzmeisters. Als Mitglied und Vorsitzender der Mitarbeitervertretung gestaltete er das Schulleben mit.
Mit Martin Sauer geht ein weiterer „Sportler“ nach 36 Jahren am EGM in den Ruhestand. Sein Organisations- und Innovationsvermögen qualifizierten ihn für die Funktion des Fachbetreuers, die er seit 24 Jahren betreute. Bei den Turnabenden führte er gekonnt durch die Veranstaltungen. Große Erfolge erzielte er mit der Wettkampfmannschaft „Turnen“, unter anderem auf bayerischer Ebene. Bei zahlreichen Konzerten verstärkte er das Streichorchester mit seiner Violine. Neben seinem unterrichtlichen Engagement stellte er sich regelmäßig für „Erste-Hilfe-Kurse“ innerhalb der Schule zur Verfügung und leitete über viele Jahre Studienfahrten in italienische Zentren wie Sorrent, Rom, Florenz oder zum Gardasee, wo für den Lateinlehrer auch die Liebe zur Antike ihren Raum finden konnte.

Zum fünften Mal ehrt Schwarzacher Bürgermeister Volker Schmitt soziales Engagement am Egbert-Gymnasium mit Bürgermeisterbrief als Anerkennung

Bürgermeister Schmitt konnte in diesem Jahr 17 Schülerlotsen des Egbert-Gymnasiums im Langhaus zu einer Ehrung mit dem Bürgermeisterbrief begrüßen, Schülerinnen und Schüler, die sich ehrenamtlich in diesem Schuljahr verdient gemacht haben, mit Antonia Kraiß, Johanna Popp und Noemi Schuler haben sie sogar im Landkreiswettbewerb der Schülerlotsen gewonnen. Über die Ehrung freuten sich StD`in Andrea Weber-Brandt, die seit Jahren das soziale Lernen an der Schule verantwortet, und Schulleiter Robert Scheller. Bürgermeister Volker Schmitt vergab die Ehrung mit Bürgermeisterbriefen in einer kleinen Feierstunde, in den vergangenen Jahren waren es die Schule-mit Courage-Gruppe für ihre Arbeit mit Flüchtlingen und die Afrikagruppe für ihren Kontinent-übergreifenden Einsatz. Ziel ist es, das ehrenamtliche Engagement dauerhaft zu stärken.

Reading Contest der 6. und 7. Klasse am 4. 7. 2019

Wie schon in den vergangenen Jahren fand auch diesmal wieder am amerikanischen Unabhängigkeitsfeiertag, dem 4. 7., ein Lesewettbewerb der 6. und 7. Klassen in der Aula statt. Nach dem Abspielen der amerikanischen Nationalhymne traten acht Schüler in einem ersten Durchgang gegeneinander an, bei dem sie eine ihnen bekannte Textpassage aus „The Adventures of King Arthur and his Knights of the Round Table“ vortrugen. Im zweiten Durchgang mussten die Schülerinnen und Schüler eine etwa 3-minütige unbekannte Textpassage aus dem gleichen Buch vortragen.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von gekonnt vorgetragenen Musikeinlagen der Klasse 7c.
Am Ende konnten sich die vier Sieger Elisabeth Dell, Lisa Prier, Hannah Pohl und Toni Reinhard über ihre Lektürepreise freuen.
Herzlichen Glückwunsch allen erfolgreichen Teilnehmern.

Big Challenge Englisch Wettbewerb 2019

In diesem Schuljahr hatten wir mit knapp 300 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 9 so viele Teilnehmer am „Big Challenge English Contest“ wie noch nie zuvor.
Erfreulicherweise konnten unsere Schüler in allen Leistungsstufen Spitzenplätze einnehmen und wurden dafür mit Preisen wie englischsprachigen Lektüren, britischen und amerikanischen Flaggen, Postern mit Motiven aus englischsprachigen Ländern, Wandkalendern und Powerbanks belohnt.
Dafür mussten sie zuvor in einer zentralen Prüfung ihre Fähigkeiten in englischer Grammatik und Intonation, in amerikanischer und britischer Landeskunde wie auch in englischsprachigen Alltagssituationen unter Beweis stellen.
Hier die Sieger in den einzelnen Leistungsstufen, die in einer besonderen Feier vom Schulleiter, Herrn OStD Robert Scheller, zu ihren herausragenden Ergebnissen beglückwünscht wurden.
Level 1: Veit Lang (6c), Julian Ernst (6c), Vincent Schweiger (6a)
Level 2: Toni Reinhardt (7a), Amelie Pfeiffer (7a), Karolin Ott (7a)
Level 3: Markus Schmitt (7b), Bonifatius Twickel (8a), Anne Braun (7b)
Level 4: Annika Schanow (8b), Anna Beuerlein (8b)
Level 5: Lucas Berz (9a), Regina Schneider (9b), Edigna Turnwald (9c)
Sonderpreise erhielten Simon Dürr (6a) und Bastian Achtmann (9a).

Herzlichen Glückwunsch allen erfolgreichen Teilnehmern

Lena Knaier beste Abiturientin – Julius Krapf erhält Abt-Egbert-Preis

Abiturienten des Egbert-Gymnasiums erhalten das Zeugnis der Reif

82 Schülerinnen und Schüler legten am Egbert-Gymnasium erfolgreich ihr Abitur ab und erhielten das Zeugnis der Reife. An der Spitze des Jahrgangs lag Lena Knaier mit der Traumnote 1,0. Auch Julian Hiebl, Elisabeth Meusert, Elena Binzenhöfer, Clara Brommer und Joy-Marie Kleiß konnten mit Schnitten zwischen 1,1 und 1,3 ganz hervorragende Leistungen erzielen.
Vor der Zeugnisverleihung feierte die Schulfamilie einen beeindruckenden Gottesdienst, zelebriert von Schulseelsorger P. Jesaja Langenbacher und gestaltet von der Schulband um Michael Aust. In einem Lichtritus brachten über 1000 Taizé-Kerzen die Abteikirche zum Leuchten und symbolisierten das Licht, das die Abiturienten in die Welt hinaustragen sollten. Am Ende des Gottesdienstes verlieh Abt Michael Reepen den Abt-Egbert-Preis an Julius Krapf, der sich auf hervorragende Art und Weise im sozialen und religiösen Bereich engagiert hatte, sei es als Ministrant oder als Mitglied des Pfarrgemeinderates in seiner Heimatgemeinde Volkach. Viele Jahre leistete er als wichtige „Säule“ der Imkergruppe der Schule einen Beitrag dazu, dass das ökologische Gleichgewicht erhalten bleibt und der Mensch im Einklang mit der Schöpfung leben kann.
Nach einem Sektempfang vor der Abteikirche fand die Zeugnisverleihung in der Turnhalle staatt. Schulleiter Robert Scheller, der zum 18. und zum letzten Mal diese Zeremonie leitete, freute sich mit den jungen Absolventen und zollte ihnen Hochachtung und Respekt. Er legte in seiner Ansprache den Focus auf die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern, die auch im digitalen Zeitalter beim Lernen entscheidend sei. Man solle die Technik so einsetzen, dass sie tatsächlich Beziehungen fördert. „Im Bereich des forschenden Lernens und des Problem lösenden Denkens ist es sicherlich möglich, ja sinnvoll und wird im Unterricht so praktiziert, jedoch sollte die Technik immer als Medium, niemals als Ziel begriffen werden.“ Dabei verwies Scheller im Sinne von Aristoteles auf den Menschen als „Zoon politikon“, als ein auf Gemeinschaft angelegtes Wesen.
Dass diese Beziehung auch nach dem Ablegen des Abiturs erhalten bleiben möge, dafür warb der stellvertretende Schulleiter Markus Binzenhöfer. Die Gruppe der Ehemaligen, die EGM-Alumni, bieten die Möglichkeit, auch nach der Schulzeit mit Abtei und Schule in Kontakt zu bleiben. Die Alumni treffen sich mehrmals im Jahr zu Veranstaltungen, Konzerten und zum Gedankenaustausch. Darüber hinaus kann man sich auch im Förderverein, dem Münsterschwarzacher Kreis, engagieren. Auch Abt Michael wies darauf hin, dass die Abtei mit ihrem Gästehaus auch in späteren Lebensphasen mit Rat und Tat zur Seite stehen und Lebenshilfe in Krisensituationen anbieten könne.
Im Namen der Schüler ergriff Julius Rümmele das Wort und verkündete enthusiastisch: „We did it!“ Er erinnerte sich an ein Wandbild, das er in der 5. Jahrgangsstufe in seinem Klassenzimmer oft betrachtet hatte. Es zeigte einen hohen Berg, ganz unten waren die Fünftklässler abgebildet, ganz oben an der Spitze stand „Abitur“. Dass dieser Berg nun erklommen sei, darauf war Julius – im Namen aller Schüler und auch der mitfiebernden Eltern – mit Recht mächtig stolz.