Wunder – gibt´s die wirklich?

Wunder? Was sind schon Wunder in der heutigen Zeit, im Zeitalter der digitalen Welt in der doch alles möglich ist. Warum sollte man denn da ausgerechnet noch an Wunder glauben, wenn alles machbar erscheint? Was bleibt denn heutzutage noch übrig von den „echten Wundern“?
In dem alltäglichen Leben mit Fernseher, Smartphone, Tablet und Computer werden wir Menschen ununterbrochen mit Wundern überrollt. Die Werbung zeigt Produkte, die uns im Hand umdrehen in wunderschöne Wesen verwandeln und uns ewige Schönheit und Jugend verleihen werden. Dargestellt werden diese „Wunder“ in einzigartigen und wundervoll-schimmernden Farben: Die Haut strafft und verjüngt sich innerhalb von Sekunden, Männer, die sich von einem Augenblick in den nächsten in Superhelden verwandeln oder das Auto, das sich in einen bärenstarke Raubkatze transformiert, für die keine Straße unpassierbar ist. Doch sind das wirklich Wunder?
Wunder sind, unabhängig davon ob sie richtig oder falsch sind oder wirklich existieren, immer ein Ausdruck des Wunsches, die Grenzen unserer Existenz zu überwinden. Tagtäglich werden Wunder versprochen, aber die Realität ist eine andere, die nach unveränderlich scheinenden Gesetzen funktioniert.
Bevor im Zuge der Aufklärung die Naturgesetze als allgemein anerkannt wurden, galt alles als ein Wunder, was ein Wesen wie Götter, Feen, Nymphen oder Menschen, über dem ihn zugeordneten Bereich, vollbrachte. Alles was den Menschen zu der damaligen Zeit als übernatürlich oder unbegreiflich erschien wurde auf den Eingriff eines Gottes oder einer Nymphe zurückgeführt und somit als Wunder beschrieben. Alles was wir heute für normal oder selbstverständlich halten, wie besonders der technische Fortschritt und die digitale Entwicklung, wäre für die früheren Generationen unmöglich zu verstehen gewesen. Sie hätten dies für ein Gottes oder Teufelswerk gehalten. Seit der Aufklärung und praktisch bis heute gilt ein Wunder als eine Durchbrechung der Naturgesetze.
Doch auch heute gibt es noch viele Wunder, die unerklärlich sind. Für den Physiker ist die Quantenphysik in ihren Spekulationen, wie kleinste Materiebausteine gleichzeitig Teilchen und Welle sein können, eines der größten Wunder. Die Quantenphysik ist voller Wunder, da die Welt aus diesen kleinsten Teilchen besteht mit ihren scheinbar so sicheren physikalischen Gesetzen. Das hat gewaltige, auch metaphysische Folgen. Praktisch bedeutet es, dass unsere Welt, zumindest in ihren kleinsten Grundstrukturen, davon abhängig ist, wie wir sie jeweils wahrnehmen. Naturgesetze könnten also jederzeit durchbrochen werden, Wunder sind tatsächlich möglich und von der Sichtweise Einzelner oder Vieler abhängig. Eine Aussage, die allen ansonsten funktionierenden Formeln und Berechnungen widerspricht. Die Welt ist also staunenswerter und atemberaubender, und auch religiös interpretierbarer als je zuvor.

EGM – Zauberei für Ehemalige

Einen magischen Abend für ehemalige SchülerInnen und Mitglieder der Schulfamilie des EGM veranstaltet das Alumni-Netzwerk des Egbert-Gymnasiums am 29. März mit dem bekannten Zauberkünstler Bernd Zehnter.
„Wir hoffen durch interessante Veranstaltungen und ausgefallene Konzepte viele Alumni unserer Schule anzulocken und zu zeigen, dass es sich lohnt auch nach der Schulzeit noch eine Verbindung aufrechtzuerhalten“, erklärt Markus Binzenhöfer, stellvertretender Direktor der Schule und Mitbegründer des Alumni Netzwerks, die Absicht des magischen Abends. „Jedes Jahr zum Schulfest laden wir Jubiläumsjahrgänge zu einem Freigetränk ein. Im November fand bereits zum zweiten Mal unser „Alumni-Herbstfest“ statt. Zu diesem haben wir mit musikalischer Umrahmung zu einem Meet & Greet zwischen ehemaligen Schülern und aktiven sowie ehemaligen Lehrern eingeladen, so Eva Müller, die neben den Alumnae Sabine Weidt, Ilona Schuster und Johanna Winzig zum inneren Kreis des Netzwerks gehört.
„Der Zauberabend soll eine Verbindung aus gemütlichem Get-together, unterhaltsamer Zaubershow und Wissenstransfer werden. Die Gäste sollen Zauberei erleben und vom Künstler selbst etwas über die Hintergründe von Illusion, Täuschung und Körpersprache gelehrt bekommen“, ergänzt Sabine Weidt, die den Magier bereits persönlich kennenlernen durfte.
Die Veranstaltung „Zaubern und mehr…“ findet am 29. März ab 18.30 Uhr im Gasthaus zum Benediktiner in Schwarzach statt. Die Teilnahme kostet 15€/Person exkl. Speisen und Getränke. Karten sind in der Klosterbuchhandlung erhältlich, sowie über das Kontaktformular auf der Homepage der Alumni. Verbindliche Anmeldung bis zum 15.02.2019! https://egm-alumni.jimdo.comhttp://www.facebook.com/egmalumni.

Unser Bild zeigt (von vorne): Sabine Weidt, Johanna Winzig, Ilona Schuster und StD Markus Binzenhöfer.

„Es ist deine Entscheidung“

Drogenprävention als Schwerpunkt bei Projekttagen am EGM

Projekttage haben ihren eigenen Charme. Zwei Tage ohne herkömmlichen Unterricht, Arbeit in Kleingruppen zu selbst gewählten Themen, Vorträge von herausragenden Experten: Das Egbert-Gymnasium veranstaltet immer zu Beginn des Kalenderjahres diese besonderen Tage, bei denen auch die Eltern eingebunden sind. Während die Unterstufe ein Methodentraining absolviert und über die Gefahren des Internets informiert wird, findet in der Oberstufe die Seminararbeitspräsentation statt. Großen Raum nahm diesmal auch die Drogenprävention ein.
Uwe Kohler vom Landratsamt Kitzingen sensibilisierte die jungen Leute für Gefahren, die von Drogen ausgehen. Zunächst einmal ging er darauf ein, wie aufwändig die Herstellung normaler Medikamente durch Pharmakonzerne ist. Staatliche Kontrollen sorgen dafür, dass jede Tablette den gleichen Wirkstoff in der gleichen Dosierung enthält, und zwar genau so, wie sie auf der Packung verzeichnet ist. Ganz anders bei illegalen Drogen. Zusammensetzung und Wirkung sind unklar und unvorhersehbar, eine Kontrolle bei der Herstellung gibt es nicht. „Rattengift und Sägespäne sind da enthalten, zusammengemischt zumeist mit Betonmischern“, so Kohler. Die Folge: Der Wirkstoff ist sehr ungleich verteilt und kann eine tödliche Wirkung haben.
Der Experte machte den Schülern klar, dass Drogen nicht nur illegal, sondern auch teuer sind und süchtig machen. „Cristal Meth“ zum Beispiel beinhaltet ein extremes Suchtpotential. Schon nach der ersten Einnahme treten Suchterscheinungen auf, die den freien Willen rauben. Der Drogenabhängige muss „nachlegen“, um noch einmal den „Kick“ zu bekommen. Um dieselbe Wirkung zu erzielen, muss man die Dosis erhöhen. Drogen verändern den Konsumenten und sein Umfeld, sie zerstören die Beziehungen zu Freunden und Verwandten.
Breiten Raum in Kohlers Vortrag nahmen auch sogenannte Kräutermischungen ein. „Wenn man auf Google dieses Stichwort eingibt, erscheinen die Namen von 180.000 Händlern aus aller Welt“, so der Experte. Der Bezug über das Internet sei sehr einfach, selbst für Minderjährige. Köhler warnte inständig davor, den auf den Webseiten angegebenen Bewertungen zu glauben. Um der Strafverfolgung zu entgehen, findet sich oft am Rande der Hinweis, dass die Kräutermischung nicht direkt geraucht werden dürfe. Genau das aber tun viele Konsumenten, mit fatalen Folgen: Die Zahl der Todesfälle, die nach dem Konsum von Kräutermischungen in unserer Region zu beklagen sind, ist in den letzten Jahren stark gestiegen.
Zu beachten ist für die Jugendlichen auch, dass sie den Führerschein nach einem positiven Drogentest gar nicht oder erst verspätet erwerben dürfen. Voraussetzung: der Nachweis der Drogenfreiheit über einen längeren Zeitraum. Hat man bereits die Fahrerlaubnis, dann muss der Führerschein erneut abgelegt werden – schnell kommen allein dafür rund 2000 Euro zusammen. Kohler warnte insbesondere vor dem so genannten „Mischkonsum“: Die Wirkung von Drogen erhöht sich unvorhersehbar, wenn man verschiedene Sorten kombiniert. Die eindrucksvollen Äußerungen Kohlers trafen bei den Schülern auf offene Ohren, sodass eine rege Diskussion entstand.

Schülerzeitung auf Kloster Banz

Es wirkt wie ein traditioneller Festakt, wenn das Team der Schülerzeitung PEER-Plus des Egbert-Gymnasiums wieder durch den majestätischen Innenhof von Kloster Banz schreitet. Das Ziel ist klar: Die nächste Ausgabe der vielfach preisgekrönten Schülerzeitung erhält in einem dreitägigen Seminar seinen letzten Feinschliff. Schnell werden die Rollen verteilt und alle machen sich sofort an die Arbeit. Jeder bringt seine Talente ein: Artikel werden verfasst und überarbeitet, Zeichnungen und Bilder angefertigt. Die entstandenen Einzelteile werden dann vom Layout-Team liebevoll zu einem in sich stimmigen Endprodukt zusammengesetzt. Ergänzt werden einige ausgewählte Artikel durch die Anfertigung von Kurzfilmen, die vom Filmteam der PEER-Plus produziert werden. Mit der großartigen Unterstützung von mehreren Referenten entstand dieses Jahr ein vielseitiges Angebot an Artikeln für ein faszinierendes Leitthema: „Wunder geschehen“. Aus den verschiedensten Bereichen von Politik bis hin zu bewegenden Lebensgeschichten schaffte es das Redaktionsteam auch in dieser Ausgabe wieder, eine Schülerzeitung zu erstellen, die einen facettenreichen Einblick in verschiedenste Themenbereiche gewährt. Der bedingungslose Kampf gegen Krebs, Friede in Israel, Abtreibung – dies sind ein paar Beispiele aus einem großen Angebot an Artikeln, auf die man sich in der neuen Ausgabe der PEER-Plus freuen kann. Nach drei anstrengenden Tagen blickt man in erschöpfte, aber zufriedene Gesichter. Alle wissen, der Aufwand hat sich gelohnt.

550 Euro für den Kampf gegen Leukämie

Unser Bild zeigt (von links): Schulleiter Robert Scheller, Professor Markus Böck, Jule Bauer (SMV), David Siegl (Schülersprecher), Dr. Herbert Müller und Andrea Weber-Brandt (Soziales Lernen).


Das Fest des Heiligen Martin ist am Egbert-Gymnasium stets der Anlass, um den Wert des Teilens in den Mittelpunkt zu rücken. Schüler und Lehrkräfte sind aufgerufen, einen Euro zu spenden. So kamen in diesem Jahr 550 Euro zusammen, die nun Prof. Markus Böck von der Universität Würzburg übergeben werden konnten. Mit dem Geld wird ein Teil der Speichelproben analysiert, die Oberstufenschüler zu Beginn des Schuljahres freiwillig abgegeben haben, um in die Stammzellen-Spenderdatei aufgenommen zu werden. Für zahlreiche Leukämie-Patienten ist die Stammzellenspende die einzige Therapie, mit der ihr Leben gerettet werden kann. Je mehr Menschen in der Datei sind, desto größer ist die Chance, einen passenden Spender zu finden. So kann die kleine Spende von nur einem Euro eine große, segensreiche Wirkung nach sich ziehen.

Veit Lang ist der Vorlesekönig des Egbert-Gymnasiums


600.000 Schüler. 7000 Schulsieger. 60 Jahre Vorlesewettbewerb. Alle Schüler der sechsten Klassen können mit ihren Lieblingsgeschichten dabei sein, einer von ihnen ist Veit Lang. Der Schüler des Egbert-Gymnasiums schnitt bei der schulinternen Ausscheidung als Sieger ab. Er überzeugte die Jury nicht nur mit seinem geübten Text aus dem Buch „Warrior Cats – in die Wildnis“ von Erin Hunter, sondern auch mit dem ungeübten Lesestück aus der „Mitternachtstür“ von Dave Eggers. Auf dem zweiten Platz landete Anna-Lena Harth. Veit Lang wird das EGM nun beim Kreisentscheid vertreten.
Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Der Wettbewerb wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen. Rund 600.000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr. Mitmachen können alle sechsten Schulklassen. Wer gerne liest und Spaß an Büchern hat, ist eingeladen, sein Lieblingsbuch vorzustellen und eine kurze Passage daraus vorzulesen.
Bücher gibt es für jeden Geschmack und zu allen Themen. Ob Spannung, Unterhaltung, Wissen: Lesen ist Kino im Kopf und eine Reise in fremde Welten. Der Vorlesewettbewerb bietet die Gelegenheit, die eigene Lieblingsgeschichte vorzustellen und jede Menge neue Bücher zu entdecken.
Und das Beste: man kann dabei auch noch gewinnen! Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet.

Sie nahmen erfolgreich am Vorlesewettbewerb teil: Unser Bild zeigt (hinten von links): Paula Iff, Anna-Lena Harth, Organisator Dr. Herbert Müller, Katharina Müller, Lotta Wagner und Schulleiter Robert Scheller; (vorne von links) Julian Legron, Sieger Veit Lang, Teresa Nuber und Florentina Nestler.

So klappt´s mit der Karriere


Der Karriere-Informationstag lockte die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe auch am Samstag zum Egbert-Gymnasium. Eltern, Freunde und Bekannte der Schule stellten dabei ihre Berufe vor. Der Vorteil: Hier bekamen die Schüler Informationen aus erster Hand, ungeschönt und ohne Werbung für einzelne Unternehmen oder Hochschulen. Insgesamt 16 verschiedene Referenten konnten gewonnen werden. Ihre Berufszweige bildeten die gesamte Palette der beruflichen Karrierechancen ab, von Humanmedizin über die Architektur, Jura, Wirtschaftswissenschaften, Finanzberatung bis hin zum Maschinenbau. Pater Christoph, der Cellerar der Abtei, stellte auch die Abteibetriebe und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. Unser Bild zeigt Mattias Krämer, der die Berufschancen im mittleren und gehobenen Dienst bei der Polizei präsentierte. Die Schülerinnen Valentina Hering und Regina Haas (Vordergrund) hörten aufmerksam zu.