Sicher zum EGM

Bei Wind und Wetter, egal zu welcher Jahreszeit, sorgen sie dafür, dass ihre Mitschüler sicher vom Busbahnhof zur Schule gelangen: die Schülerlotsen des Egbert-Gymnasiums. Mit Antonia Kraiß, Johanna Popp und Noemi Schuler haben nun drei von ihnen den Kreisentscheid beim Schülerlotsenwettbewerb gewonnen. Die Preise übergaben Herr Bernhard Bätz, Polizeihauptkommissar und Vorsitzender der Verkehrswacht Kitzingen, Herr Norbert Müller, Polizeihauptkommissar, Frau Andrea Diener, Polizeihauptmeisterin, und Schulleiter Robert Scheller.
Herr Müller und Frau Diener zeichnen für die Ausbildung der Schülerlotsen verantwortlich. Zusammen mit ihnen freute sich auch Andrea Weber-Brandt, die die Arbeit der Schülerlotsen am EGM koordiniert, über das ehrenamtliche Engagement der Schülerinnen und Schüler. Antonia Kraiß und Johanna Popp werden am 03.05.2019 auch beim Bezirksentscheid in Sennfeld dabei sein.

„Die Maske des Ruchlosen“

Oberstufen-Theater am Egbert-Gymnasium
Er war ein Genie, aber gleichzeitig auch eine Bestie, ein Massenmörder: Jean-Baptiste Grenouille tötet in Patrick Süßkinds Roman „Das Parfum“ 25 junge Frauen, um den perfekten Duft zu erschaffen. Auf Basis dieser Vorlage entwickelte die Gruppe des Oberstufentheaters des Egbert-Gymnasiums das Stück „Die Maske des Ruchlosen“. Regisseur Michael Aust nutzte Elemente des epischen Theaters, um bestimmte Romanstellen einerseits vorzutragen und andererseits die innere Befindlichkeit der Protagonisten mit Hilfe des darstellenden Spiels zum Ausdruck zu bringen.
Grenouille gelingt es mit seinem perfekten Duft, seine Umgebung zu manipulieren, seine Mitmenschen um ihren Verstand zu bringen. Er steuert sie nach Belieben. Diese Verführbarkeit des Menschen nahm einen breiten Raum in der Inszenierung ein, und dabei gab es eine Reihe von Anspielungen auf unsere heutige Zeit: vom Klimawandel bis zur Flüchtlingskrise. Das Bühnenbild präsentierte sich sehr reduziert, auch die Kostüme der Schauspieler waren zumeist in schlichtem Beige gehalten. Äußerlichkeiten sollten nicht ablenken von dem Geruchssinn, der auf der Bühne des Theaters nur als Illusion zu erzeugen ist.
Kontrastiert wurde das schlichte Bühnenbild durch Filmsequenzen, die im Hintergrund abliefen. Wenn Grenouille in selbstverliebter Selfie-Manier erklärt, wie man in sechs Schritten zur maximalen Manipulation gelangt, dann läuft der Videomitschnitt seiner krank-faszinierenden Gedanken im Hintergrund auf der Großbildleinwand in der Ich-Perspektive mit. Auf diese Art und Weise gelang es der Theatergruppe, mit Hilfe modernster Videotechnik die Ambivalenz des Charakters Grenouille zu verdeutlichen. Es spielten Julius Rümmele, Johanna Radel, Kim Schneider, Samanthi-Lea Müller, Niels Eichelmann, Yannis Walter und Dominik Horlemann.

Nichts für schwache Nerven: Jean-Baptiste Grenouille zeigt das außergewöhnliche Talent, aber auch die Abgründe der menschlichen Existenz. Foto Dr. Reinhard Klos

Geistliches Konzert am Egbert-Gymnasium

Für die sonoren Klänge zuständig: Franz Weule, Anna-Maria Schönborn und Moritz Oertel. Foto Dr. Reinhard Klos


„Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut“, intonierten die Besucher der voll besetzten Abteikirche zum Abschluss des geistlichen Konzerts des Egbert-Gymnasiums. Zuvor hatten sie einen 90-minütigen Ohrenschmaus erlebt – mit besinnlichen Klängen zur Einstimmung auf die kommenden Kar- und Ostertage.
Das Blechbläser-Ensemble unter Leitung von Manuel Scheuring zog zu Beginn die Zuhörer in den Bann, ehe Kyrill Zeiher an der Kleiß-Orgel in die Tasten griff und ihr bei Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge in d-Moll“ beeindruckende Klänge entlockte. Anschließend zeigten die Chöre der Unterstufe, wie viel sie in der kurzen Zeit am Gymnasium schon gelernt haben. Insbesondere das Stück „Sanft weht ein Hauch überm Meer“ aus dem französischen Kinofilm „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ sprach die Herzen der Zuhörer an.
Mit ruhiger, aber beschwingter Stimmführung wusste das Historische Blockflötenensemble zu gefallen, bevor Christian Vicedom mit Orgelmusik fortfuhr. Nach einem kleinen Umbau waren Orchester und Schulblasmusik unter der Leitung von Rupert Neugebauer startklar. Beeindruckend vereinigten sich hier die spielenden Läufe der Violinen mit den sanften, getragenen Klängen der Celli zu einem stimmigen Gesamtbild, wobei die Blechbläser einen charakteristischen Kontrapunkt bildeten.
Zum Höhepunkt des Programms trat anschließend der Gemischte Chor unter der Leitung von Manfred Weidl auf, gefolgt von einer Vereinigung der Chöre unter der Leitung von Bruder Julian Glienke. Aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Missa brevis in C“ sangen sie zunächst das Kyrie. Diesem flehentlichen Ruf, dass der Herr sich dem armen Sünder erbarmen möge, folgte im Gloria das Lob Gottes. So gestärkt, blicken Schüler, Lehrkräfte und Mönche des Gymnasiums nun auf Leiden, Sterben und Auferstehung Christi. Der Erlös der Veranstaltung wird unter anderem dafür verwendet, um einigen Schülern die Fahrt zum benediktinischen Jugendkongress nach Sidney zu ermöglichen.

Virtuos an der Flöte: Melina Krämer und Klara Riehle. Foto Dr. Reinhard Klos

Ein Vierteljahrhundert in Freundschaft

Abt Michael Reepen freut sich mit den Schülern über das Jubiläum: Seit 25 Jahren arbeitet das EGM eng mit einer Schule in Mulhouse zusammen.

Derzeit befinden sich 13 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte des Egbert-Gymnasiums im Elsass, um am Austausch mit der Institution Sainte Jeanne d’Arc in Mulhouse teilzunehmen. Der Austausch findet jährlich statt, und doch handelt es sich in diesem Jahr gerade wegen dieser Regelmäßigkeit um eine besondere Reise, wurde doch die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen vor 25 Jahren begründet.
Beide Schulen würdigten diesen besonderen Anlass mit kleinen Feiern. So kamen vor zwei Wochen, als die Franzosen in Münsterschwarzach zu Gast waren, die Französischschüler der 10. Klassen am EGM und die Gäste aus Frankreich zusammen, um gemeinsam die Ansprachen von Abt Michael Reepen, dem Begründer des Austauschs Michel Plich und dem derzeit verantwortlichen Lehrer Alexander Kaufmann zu lauschen. Herr Kaufmann durfte neben Vater Abt und Herrn Plich auch den Schulleiter OstD Robert Scheller, Herrn Plichs Nachfolger Albert Heuring und die französischen Lehrerinnen Edwige Riedweg und Elisa Kannengiesser begrüßen. Herr Plich berichtete sehr anschaulich über die Anfänge des Austauschs, woraufhin Herr Kaufmann kurz schilderte, wie seine Teilnahme als Schüler am ersten Austausch im Jahr 1994 seinen späteren beruflichen Werdegang beeinflusste. Schließlich fand Abt Michael sehr persönliche Worte zur deutsch-französischen Freundschaft. Sein Vater, der in Kriegszeiten Frankreich noch als feindliche Macht erlebt hatte, habe später bei jeder Überquerung des Rheins betont, welch großes Geschenk gerade die deutsch-französische Versöhnung sei.
Interessanterweise fanden sich auch zwei Wochen später bei den Feierlichkeiten in Frankreich der Vater und der Rhein wieder, als der Künstler Henri Walliser, mit dem die Schülerinnen und Schüler an einem Logo für den Austausch arbeiteten, von einer Beobachtung seines Vaters erzählte. Der Rhein nämlich sei keine Trennlinie zwischen Deutschland und Frankreich und sei dies auch nie gewesen. Vielmehr weckt jeder Fluss die Neugier auf das, was sich auf der anderen Seite befindet, und erzeugt so auf Dauer mehr Verbindendes als Trennendes.
Auch der neue Schulleiter der Institution Sainte Jeanne d’Arc, Fabrice Stengel, betonte die Wichtigkeit des persönlichen Austausches, der mehr als alle Konzepte und politischer Wille zum Frieden und Verständnis zwischen den beiden Ländern beitrage und zu den Kernaufgaben einer weltoffenen Schule gehöre.
Wie eng die Verbindung zwischen den beiden Schulen inzwischen geworden ist, durften Schüler wie Lehrer durch viele kleine Gesten erleben. So erwarteten beispielsweise einige französische Austauschschüler ihre Partner bei der Ankunft mit den Abteischlüsseln um den Hals, die ihnen in Deutschland überreicht worden waren, und das Motto des Abteijubiläums vor wenigen Jahren wird damit auch ein Stück weit Motto für den Austausch: Be open!

EU-Projekttag mit prominentem Besuch

Am 26. Mai findet die Europawahl statt. Damit auch Schüler wissen, worum es geht, fand am Egbert-Gymnasium ein viel beachtetes Projekt statt. Die elfte Jahrgangsstufe diskutierte in sieben verschiedenen Workshops mit Politikern unterschiedlicher Parteien, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Barbara Becker (CSU) und Patrick Friedl (Die Grünen) sowie die Dettelbacher Stadträtin Eva-Maria Deppisch (SPD). Die Lehrkräfte Martin Pohl und Kerstin Stäblein hatten die Veranstaltung organisiert.
Nach der gemeinsamen Begrüßung ging es in die Arbeitsgruppen, in die sich die Schüler zuvor über die Online-Plattform „Mebis“ eingewählt hatten. Jeder konnte sich also mit dem Thema auseinandersetzen, das ihm besonders am Herzen lag. Das Gleiche galt auch für die Politiker: Sie durften sich ihre Workshops selbst aussuchen und zwischendurch auch wechseln. Die Ergebnisse der 40-minütigen Diskussionsphase wurden jeweils auf I-Pads festgehalten, die untereinander vernetzt wurden, sodass eine digitale Pinnwand entstand. Sie bildete gleichzeitig die Gesprächsgrundlage für die Abschlussdiskussion.
Inhaltlich bezogen die Schüler Position zum Thema „Abfallvermeidung“ und zur gleichen Bezahlung von Männern und Frauen. Darüber hinaus ging es um die Urheberrechtsreform und den demographischen Wandel in der EU. Unter dem Stichwort „free interrail“ wurde diskutiert, wie unter jungen Menschen eine größere Identifikation mit Europa gefördert werden könnte. Schließlich ging es auch um Klimaschutz, seinen Einfluss auf unseren Wohlstand und die Demonstrationen unter dem Motto „Fridays for future“.

Tag der offenen Tür am Egbert-Gymnasium

Mariella Ganz aus Dipbach


Mariella Ganz aus Dipbach hatte sichtlich Spaß beim Tag der offenen Tür am Egbert-Gymnasium. Unter Anleitung der Erzieher aus dem Tagesheim gestaltete sie einen Blumentopf, sodass die Narzisse als Frühlingsbotin so richtig zur Geltung kam. Die Schule präsentierte sich wieder in all ihren Facetten: In der Aula wurden unter anderem die verschiedenen Ausbildungsrichtungen (musisch, sprachlich, naturwissenschaftlich) vorgestellt. Auch die Profilierung außerhalb des Unterrichts nahm einen breiten Raum ein. Verschiedene Sport- und Theatergruppen stellten sich vor, so die Voltigierer und die Schauspieler vom „Theater K“, die eine Kostprobe ihres kommenden Stückes „Peter Pan“ zeigten. Die Musiklehrer hatten Instrumente „zum Anspielen“ dabei, die Imker-Gruppe verkaufte leckeren Honig. In beeindruckender Weise stellte das Comenius-Team auch die Austauschprogramme mit anderen Ländern vor, während die Schülerzeitung ihre jüngste Ausgabe präsentierte. Die Kunst lud zum Zeichnen ein. Wer sich nach diesen positiven Eindrücken das Egbert-Gymnasium als Bildungseinrichtung besuchen möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Die Einschreibung für die neuen Fünftklässler des nächsten Schuljahres findet vom 6. bis 10. Mai 2019 statt.“

Konzert der „Think Big Band“

Die „Think Big Band“ des Egbert-Gymnasiums veranstaltete am vergangenen Wochenende in der Aula der Schule eine Ehemaligen-Konzert. Zehn Jahre lang dirigierte Ulrike Englert das Ensemble, über 50 Arrangements wurden dabei eingeübt. Einen Teil dieses Programms ließen die Musiker wieder vorm dem begeisterten Publikum wieder aufleben. Jens Hettrich führte durch das abwechslungsreiche und musikalisch anspruchsvoll Programm.