Heike Wiegand als Elternbeiratsvorsitzende wiedergewä

Die Elternbeiratswahl am Egbert-Gymnasium zeigte ein hohes Maß an Kontinuität, das auch ein hohes Maß an Zufriedenheit der Elternschaft mit der bisherigen Arbeit wiederspiegelt. Wie bisher vertritt Heike Wiegand die Elternschaft auch für die nächsten zwei Jahre als Vorsitzende. Zur Stellvertreterin wurde Kerstin Schnabel gewählt. Außerdem entsendet die Elternschaft Susann Hillgärtner und Susanne Till in das Schulforum. Weitere Mitglieder des Elternbeirats sind Ulrike von Bechtolsheim, Patricia Eichelmann, Heidi Grötsch, Dr. Bent Hanel, Thekla Horlemann, Matthias Mergenthaler, Barbara Weigand und Sabine Weidt.
Im Rahmen der Elternbeiratswahl fand auch ein Vortrag der Medienpädagogin Sabine Schattenfroh statt. In ihren Ausführungen gab sie unter anderem Ratschläge, wie Eltern die Handy-Nutzung ihrer Kinder steuern könnten. Ein schriftlich abgeschlossener Vertrag zwischen Eltern und Kindern könnte die Nutzungsdauer und die Kostenübernahme regeln sowie auf Gefahren hinweisen. So tut es beispielsweise einer ungestörten Nachtruhe gut, wenn das Handy nachts nicht neben dem Bett liegt. Unser Bild zeigt (von links): Dr. Herbert Müller, Medienpädagogin Sabine Schattenfroh, Schulleiter Robert Scheller, die bisherige und neue Elternbeiratsvorsitzende Heike Wiegand, Dr. Walter Eykmann und Simon Kuttenkeuler.

Erinnerung an den Antisemitismus wach halten


In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden eingeschlagen, Menschen deportiert. Zum Gedenken an diese Reichspogromnacht hielt Dr. Yuval Lapide einen Vortrag in der Aula des Egbert-Gymnasiums. Ausgehend von einem Film über den Holocaust kam er mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe ins Gespräch. In Israel geboren, teilweise in Deutschland aufgewachsen, heute in Heidelberg lebend, hat er persönlich niemals die Erfahrung des Antisemitismus gemacht, verwies aber auf Geschehnisse in Berlin, wo es mancherorts wieder gefährlich sei, als Jude auf die Straße zu gehen. Eine Gefahr sieht er insbesondere in den Hooligans, die Hakenkreuze verbreiten und gewaltbereit seien.
Ein wichtiger Punkt ist ihm die Aufklärung über den Antisemitismus, gerade auch die Aufklärung junger Flüchtlinge und der Menschen aus Ostdeutschland, die vor 1989 in der Schule waren und keine objektive Information über den Nationalsozialismus erhalten haben. Lapide rief die Schüler dazu auf, Arbeitsgruppen an der Schule zu gründen, die sich für Menschlichkeit und Toleranz einsetzen. Daraufhin berichtete eine Schülerin über die bereits existierende Arbeit der Gruppe „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“.

PEERplus zum dritten Mal in Folge ausgezeichnet

Titelthema „Ehe für alle?“ zum besten journalistischen Einzelbeitrag gekürt

Zum dritten Mal in Folge gewann „PEERplus“, die Schülerzeitung des Egbert-Gymnasiums, den Schülerzeitungspreis „Die Raute“ der Hanns-Seidel-Stiftung. Insgesamt ist es nach 2011, 2016 und 2017 sogar das vierte Mal, dass die Jungredakteure des EGM diese Auszeichnung erhalten. Prämiert wurde die letzte Winterausgabe mit dem Titelthema „Ehe für alle?“
Ein Redaktionsteam aus Rebecca Suta, Jonathan Michel, Saskia Stoss, Hanna Petersilka und Naomi Kroth hatte sich dem Thema von verschiedenen Seiten genähert: Sie interviewten Georg Kestel, den Generalvikar des Erzbistums Bamberg, um die ablehnende Haltung der katholischen Kirche zu verstehen. Sie sprachen mit dem evangelischen Pfarrer Ivar Brückner, der gleichgeschlechtliche Paare segnen würde, und mit dem Juristen Johannes Eichelsdörfer, der eine Klage gegen die gesetzliche Neuregelung für aussichtslos hält. Schließlich formulierten die Schüler pointierte Kommentare für und gegen die „Ehe für alle“. Ein Kurzfilm von Leonie Blass, Anne Fröhlich und Maximilian Prötzel ergänzte und erweiterte das redaktionelle Angebot. Diese umfassende Herangehensweise und der Mut zur Meinung, die sich nicht hinter dem „Mainstream“ versteckt, wurden von der Jury sehr gelobt und als vorbildlich bezeichnet. Zur Belohnung gab es ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro.
Die herausragende journalistische Leistung fand auch ein offenes Ohr im Kultusministerium: „Guter Journalismus ist unverzichtbar für eine funktionierende Demokratie und freie Berichterstattung stellt einen wesentlichen Anteil für die Entwicklung einer offenen Gesellschaft dar. Ich freue mich sehr, dass so viele Schülerinnen und Schüler in Bayern diese Verantwortung übernehmen und dabei ebenso neugierig wie ehrlich und kritisch in ihren Schülerzeitungen über Gesellschaft und Schule berichten“, erklärte Kultusminister Bernd Sibler zur Preisverleihung. Eine Jury, die sich aus Journalisten und Vertretern der Hanns-Seidel-Stiftung zusammensetzt, traf ihre Auswahl unter rund 170 Einsendungen. Zur Teilnahme berechtigt waren Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet.
Ministerialdirektor Herbert Püls betonte in seiner Laudatio „die ganz besonderen Fähigkeiten“, die sich in den „erstklassigen grafischen Gestaltungen, der professionellen Auswahl und den tiefgründigen Texten der Schülerzeitungen widerspiegeln. Wer weiß, vielleicht hören wir schon bald Ihre Stimme im Radio, sehen Ihre Beiträge im Fernsehen oder lesen Ihre Kommentare in der Tageszeitung“, ermunterte der Vertreter des Kultusministeriums die erfolgreichen Nachwuchsredakteure. Für die Hanns-Seidel-Stiftung, die den Preis ausschreibt, überreichte Stiftungsvorsitzende Professorin Ursula Männle den Gewinnern die begehrte Trophäe „Die Raute“ mitsamt Urkunden und Preisgeld.
Die Stiftungsvorsitzende machte zugleich auf die vielfältigen Fördermöglichkeiten durch die Stiftung aufmerksam, „die neben dem kostenfrei beziehbaren Leitfaden `1×1 der Schülerzeitung` auch zusätzliche Seminare im Medienzentrum unserer Bildungsstätte Kloster Banz beinhalten. Diese sind zugeschnitten auf Macher und Betreuungslehrer, damit gute Schülerzeitungen noch besser werden können“. Das Redaktionsteam von „PEERplus“ fährt zweimal jährlich nach Kloster Banz und vollendet dort jeweils die Ausgaben. Betreut und angeleitet werden sie dabei von Martin Pohl (Filmgruppe) und Dr. Reinhard Klos (Printausgabe). Mit Stefan Issig (Grafik-Design-Büro „Zudem“, Kitzingen) und Dietmar Michel (Benedict Press) stehen den jungen Zeitungsmachern zwei Profis in Sachen „Layout“ zur Seite. Dank gilt der Schulleitung, die die zeitlichen und personellen Ressourcen für diese erfolgreiche Arbeit zur Verfügung stellt.

Übergänge erfolgreich gestalten

Unter dem Motto „Übergänge gestalten“ trafen sich Lehrkräfte der Grundschulen und der weiterführenden Schulen am Egbert-Gymnasium. Dr. Herbert Müller vom EGM hatte zu dem Erfahrungsaustausch eingeladen, dessen Ziel es ist, die Stoffinhalte, Prüfungsanforderungen und Methoden der einzelnen Schularten besser aufeinander abzustimmen. Zunächst nahmen sich die Lehrkräfte die Prüfungsaufgaben des Probeunterrichts bzw. der Aufnahmeprüfung am Gymnasium vor. Anschließend referierte Markus Binzenhöfer, der stellvertretende Schulleiter des Egbert-Gymnasiums, über das neue Schulprofil und den ganzheitlichen Bildungsansatz der benediktinischen Schule.

Unser Bild zeigt (von links) die Schulleiterin der Grundschule Schwarzacher Becken, Gabriele Brohm-Schlosser, den stellvertretenden Schulleiter des Egbert-Gymnasiums, Markus Binzenhöfer, und die Konrektorin der Grund- und Mittelschule Volkach, Charlotte Erk.

Dichterlesung am EGM

Seinen Gedichtband „Die Muße der Mäuse“ stellte Jugendbuchautor Uwe-Michael Grutzschhahn am Egbert-Gymnasium vor. In seinem dichterischen Schaffen sich er sich als poetischer Enkel von Josef Guggenmoos. Mit Wortwitz und sprachlichem Nonsens begeistert er sein Publikum und schaffte es auch auf die Empfehlungsliste der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach. Und obwohl der Gedichtband auch Schlaflieder enthält: eingeschlafen ist von den Sechstklässlern in der Aula des EGM niemand.

Wählen gehen!

Mit gutem Beispiel voran gingen die Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums. Im Rahmen der „Juniorwahl“ gaben sie auf offiziellen Formularen ihre Stimme für die Landtagswahl ab. Der Andrang war so groß, dass sich lange Schlangen vor dem Wahllokal bildeten. Natürlich beeinflusst die Juniorwahl nicht das amtliche Endergebnis der Landtagswahl, aber sie zeigt ein Meinungs- und Stimmungsbild. Die Juniorwahl fordert die Schüler heraus, sich mit den Wahlprogrammen der Parteien zu beschäftigen. Auf großen Plakaten waren die Forderungen und Vorhaben zuvor im Unterricht zusammengestellt worden. Lehrkraft Martin Pohl, Fachbetreuer für Geschichte und Sozialkunde, hatte die Juniorwahl zusammen mit den Schülern organisiert. Auch die Auszählung übernahmen die Schüler unter Mithilfe von Lehrerin Kerstin Stäblein selbst. Unser Bild zeigt Fabio Walter, der seine Stimmzettel gerade in die Wahlurne einwirft.

Von der Schulbank ins Labor

Lisa-Marie Fröhlich stellt Forschungsvorhaben vor

Unser Bild zeigt Lisa-Marie Fröhlich bei ihrer Arbeit mit lebenden, pathogenen Pilzen.


So erfrischend kann Forschung sein: Lisa-Marie Fröhlich, ehemalige Schülerin des EGM und nun Studentin der „Molekularen Medizin“ in Tübingen, kam an ihre alte Schule zurück, um die Schüler aus den wissenschaftlichen Seminaren über ihr aktuelles Forschungsprojekt aufzuklären. Die gesamte Q12 des Egbert-Gymnasiums lauschte gebannt ihren Ausführungen. Ziel ihrer Forschungsarbeit ist es, einen Schnelltest für vulvovaginale „Candida albicans“-Infektionen zu entwickeln. Eine Studie besagt, dass 75% aller Frauen mindestens einmal eine solche Infektion erhalten. Sie ist nicht lebensgefährlich, doch kann eine große Einschränkung der Lebensqualität aufweisen.
In Europa gibt es noch keine kommerziell erhältlichen Schnelltests für diese Infektion. Frauen müssen also entweder einen Gynäkologen aufsuchen oder rezeptfrei erhältliche Antimykotika in der Apotheke erwerben. Eine Studie zeigt, dass nur 30% der Frauen, die ohne gynäkologischen Rat mit Antimykotika behandelt werden, wirklich eine „Candida albicans“-Infektion aufzeigen. Hier beginnt das Problem. „Weltweit beobachten wir, dass sich Resistenzen gegen Antimykotika entwickeln“, so die junge Forscherin. „Ziel unseres Schnelltestes ist es, nur die Patienten mit Antimykotika zu behandeln, die mit einem Pilz infiziert sind, und somit die Überbehandlung mit diesen Medikamenten zu reduzieren.“
Zwei Forschungssemester verbrachte Lisa-Marie Fröhlich in Oslo, wo sie unter anderem am „National Reference for Medical Microbiology“ arbeitete. Dort befindet sich ein Labor, an dem mit lebenden pathogenen Pilzen geforscht werden darf. Die Studentin und ihr Team erhielten wichtige Informationen über den Erreger der besagten Infektionskrankheit. Bei der Arbeit ist höchste Vorsicht geboten: Die Petrischalen befinden sich in einer Sicherheitswerkbank, da diese Pilze den Menschen infizieren können. Der zu entwickelnde Schnelltest soll beim „iGEM“-Wettbewerb eingereicht werden. IGEM (=international Genetically Engineered Machine) ist ein Wettbewerb in synthetischer Biologie, der seit 2003 am MIT (Massachusetts Institute of Technology) als Austragungsort stattfindet.