„Kreative Schöpfer, Ermöglicher und Macher“

PEERplus des EGM gewinnt beim Schülerzeitungswettbewerb „Die Raute“

Bereits zum fünften Mal wurde die Schülerzeitung „PEERplus“ des Egbert-Gymnasiums beim Wettbewerb „Die Raute“ als Gewinner ausgezeichnet. Bei der Schulart der Gymnasien erhielten die Schüler aus Münsterschwarzach den Preis für den besten journalistischen Einzelbeitrag. Die Auszeichnung ist mit 300 Euro dotiert und wurde von der bayerischen Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, verliehen. Die Konkurrenz war groß: Insgesamt 140 Beiträge waren für den Wettbewerb eingereicht worden. Bei den Gymnasien war das EGM die einzige nordbayerische Schule, die ausgezeichnet wurde.
PEERplus erhielt den Preis für die Darstellung des Schwerpunktthemas „Wunder geschehen“ und insbesondere für die bewegende Reportage „Diagnose Blutkrebs“ von Hagen Hirt und Johannes Schiffmann. Darin wurde eine Mitschülerin portraitiert, die kurz vor dem Abitur an Leukämie erkrankte. Die jungen Journalisten beschrieben die Stationen der Therapie, die sich länger als ein Jahr hinzog. Nur durch die Stammzellentransplantation konnte die Mitschülerin gerettet werden. Rund zwei Jahre nach der Diagnose verließ sie das Egbert-Gymnasium mit dem Abitur in der Tasche und mit einer Fülle von Plänen für ein neues Leben.
Prof. Ursula Männle, die Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, nannte die Reportage in ihrer Laudatio „eine berührende Geschichte mitten aus dem Schulalltag“. Sie sei stark erzählt und begleitet von bewegenden Zitaten und Bildern. Gelobt wurde auch das Layout: „Ein Zeitstrahl illustriert den Weg der Schülerin von der Diagnose bis zur Genesung über eineinhalb Jahre.“ Schließlich hob die Jury auch hervor, dass „digital mitgedacht“ und zusätzlich ein QR-Code angegeben wurde. Über diesen Code gelangt man zu weiterem, selbst produzierten Videomaterial im Internet.
Viel Lob gab es auch von der bayerischen Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach. Sie sah in der Schülerzeitungsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Meinungs- und Pressefreiheit. Die Schüler stünden damit, ähnlich wie die Hanns-Seidel-Stiftung, im Dienste von Frieden, Demokratie und Entwicklung. Als Vorbild in dieser Arbeit nannte sie die „Weiße Rose“, den studentischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus um die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Auch im digitalen Zeitalter bleibe der Auftrag der gleiche: „Mutig sagen, was ist!“ Im Online-Bereich gelte es dabei, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die soziale Verantwortung gleichermaßen im Blick zu behalten. Gerlachs abschließendes Lob galt auch den beteiligten Lehrkräften und Schulleitungen, also den „kreativen Schöpfern, Ermöglichern und Machern“.

Unser Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums, die von Staatsministerin Judith Gerlach und von der Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Ursula Männle, den Preis für den besten journalistischen Einzelbeitrag bekamen.

Mit Spiel zum Ziel

Schulentwicklung am EGM geht neue Wege

Lehrkräfte, Modellbauer, Schulentwickler: Unser Bild zeigt (von links) Christian Graf, Dr. Herbert Müller, Barbara Secknus, Dr. Johannes Rosenberger, Andrea Weber-Brandt, Martin Pohl, Karin Illner, Br. Dr. Jeremia Schwachhöfer (stellvertretender Schulleiter) und Markus Binzenhöfer (Schulleiter).


„Schule neu denken“ – unter diesem Motto stand die Werkstatt zur Schulentwicklung am Egbert-Gymnasium. Acht Lehrkräfte hatte der neue Schulleiter Markus Binzenhöfer eingeladen und gemeinsam mit ihnen drei Tage verbracht, um das gewachsene Profil zu schärfen und neue Akzente am EGM zu entwickeln. Moderiert wurde der Prozess von Dr. Johannes Rosenberger aus München, der nicht aus dem schulischen Bereich kommt, sondern sich als Allgemeinarzt, IT-Fachmann und Unternehmensberater einen Namen gemacht hat.
Rosenberger wendete mit den Lehrkräften die Methode „Lego Serious Play“ an, die die Vorzüge des Spiels und des Modellierens mit Legosteinen mit den schulischen Belangen verbindet. Auf den ersten Blick ist die Methode ein Kinderspiel: Die Lehrkräfte bauen aus Legosteinen verschiedene Modelle, zum Beispiel: Wodurch zeichnet sich die Identität des Egbert-Gymnasiums aus? Welchen Beitrag als Lehrer leiste ich? Was fehlt noch, damit ich mich an dieser Schule in fünf Jahren noch wohler fühle? Die Modellbauer erläuterten ihr Werk, errichteten daraus gemeinsame Gebilde und zogen Verbindungslinien zwischen der aktuellen Situation und einem künftigen Idealzustand. Auch die Schritte, die auf dem Weg dorthin nötig wären, und die „Agenten“, die diesen Weg beeinflussen, wurden in den Blick genommen.
Die Methode des „ernsthaften Spielens“ ist wissenschaftlich fundiert. Forschungen haben ergeben, dass Denkprozesse in Verbindung mit körperlicher Bewegung und Empfindung – und insbesondere mit den Händen – zu einem tieferen und länger anhaltenden Verständnis der Umgebung und ihrer Möglichkeiten führen. Die behandelten Themen sollen nicht nur visualisiert, sondern durch das Bauen von metaphorischen Modellen im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ werden. Einsicht, Inspiration und Vorstellungskraft sollen so gefördert werden.
Übereinstimmend stellten die Lehrkräfte dabei fest, dass die christlich-benediktinische Ausrichtung für das Egbert-Gymnasiums prägend ist und bleiben wird. Einzigartig macht die Schule auch die Fülle der Ausbildungsrichtungen, also der alt- und neusprachliche, der musische und naturwissenschaftliche Zweig. Dies kommt den verschiedenen Begabungen der Schüler ideal entgegen. Durch die Trägerschaft der Abtei ergeben sich besondere Möglichkeiten für die Schüler, etwa im spirituellen Bereich, aber auch durch das Voltigieren, die Sternwarte, die Musical-Arbeit, das Theater oder den Schulsportverein DJK Egbert-Gymnasium. Eine Arbeitsgruppe wird sich künftig unter anderem mit der Frage beschäftigen, wie man diese „Leuchttürme“ noch besser mit dem Unterricht verzahnen kann und die Schüler dadurch inspiriert und entlastet werden.

Latein lebt – Christoph Braun unter den Siegern des Benedictus-Wettbewerbs

Mit strahlendem Gesicht nahm Christoph Braun die Urkunde und das Preisgeld über 600 € von Abt Georg Wilfinger OSB entgegen. Beim internationalen Benedictus-Wettbewerb der lateinischen Sprache im renommierten Stiftsgymnasium des weltbekannten Benediktinerstiftes Melk in Österreich belegte Christoph einen spitzenmäßigen zweiten Platz in seiner Kategorie. Insgesamt 50 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen Österreichs, Deutschlands und sogar aus der tschechischen Republik haben sich in einer vierstündigen Klausur mit einem lateinischen Text aus der Regel des heiligen Benedikts auseinandergesetzt. Die Jugendlichen mussten einen größeren Absatz übersetzen und anschließend eine Interpretation über die vorgelegte Textstelle anfertigen.
Jede der teilnehmenden Schulen durfte zwei Schülerinnen oder Schüler mit einer Begleitlehrkraft entsenden. Neben Christoph schickte das Egbert-Gymnasium mit Elias Ziegler aus der achten Klasse den insgesamt jüngsten Teilnehmer des Wettbewerbs in das Feld. Auch Elias zeigte eine hervorragende Leistung in der Kategorie der SchülerInnen, die erst vier oder weniger Jahre Latein lernen. Neben dem Wettbewerb kamen die Teilnehmer und Begleitlehrer in den Genuss, das Unesco-Weltkulturerbe Stift Melk kennen zu lernen und begleitet von der benediktinischen Gastfreundschaft einen Blick hinter die Kulissen des Klosters zu werfen.
Die drei Tage waren für Christoph, Elias und ihren Begleitlehrer Julian Binzenhöfer ein aufregendes und zugleich prägendes Erlebnis, da jener Wettbewerb ähnlich einer Europameisterschaft lediglich alle drei Jahre stattfindet. Stolz und zufrieden wurde Christoph anschließend in kleiner Runde in der Schule für seinen Erfolg geehrt.

Unser Bild zeigt (von links): Schulleiter Markus Binzenhöfer, Elias Ziegler, Ludger Arens (Fachbetreuer Latein), Christoph Braun und Lateinlehrer Julian Binzenhöfer.

„Ein unverrückbarer Pflock“

In der „Night of faith“ zeigen Jugendliche des EGM, was Glaube für sie bedeutet

Die Abteikirche, in mystisches Licht getaucht.


Zur „Night of faith“, einer „Nacht des Glaubens“ lud ein Projektseminar des Egbert-Gymnasiums am Freitagabend in die Abteikirche ein. Ein Jahr lang hatten die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Kursleiterin Kathrin Brandl auf dieses Ereignis hingearbeitet. Sie wollten neue Wege gehen, um Gott zu suchen und sich mit den Fragen des Glaubens zu beschäftigen. Die starre Form des Gottesdienstes wurde aufgebrochen, stattdessen gab es Musik von der Band, Gesprächskreise, die Möglichkeit zur Meditation und zwischendurch auch Kaffee und Kuchen. Von 19 bis 23 Uhr herrschte „spiritueller Ausnahmezustand“ in der Abteikirche.
Der Bereich um den Hochaltar war mit Decken ausgelegt worden, um es sich dort am Boden gemütlich zu machen. Orangefarbene Scheinwerfer und eine Fülle von Kerzen tauchten das ansonsten dunkle Gotteshaus in ein mystisches Licht. Die Besucher konnten ihre Gebetsanliegen und Fürbitten in eine Klagemauer stecken. Die Schuhkartons, die die „Steine“ der Klagemauer bildeten, wurden am Ende vor der Abteikirche verbrannt, und zwar als Zeichen dafür, dass Gott die Klagen aufnehmen und den Gläubigen beistehen möge.
Um der Frage „Was ist Glaube für dich“ nachzugehen, wurden Zettel geschrieben und auf eine Pinnwand geheftet. „Ein unverrückbarer Pflock, der eingeschlagen wurde für mich“, war da anschließend zu lesen, außerdem fielen immer wieder die Begriffe „Zuflucht“, „Halt“, „Vertrauen“ und „Zuversicht“. Um sich weiter mit dem Thema auseinander zu setzen, wurden Steine bemalt, beschriftet und anschließend auf ein großes Fragezeichen aus Holz geklebt. Schulseelsorger Pater Jesaja Langenbacher dankte den Schülern für die große Mühe bei der Vorbereitung. Die „Nacht des Glaubens“ zeigte, dass junge Menschen nach wie vor eine große Sehnsucht danach haben, Gott zu suchen. Der Glaube bietet Orientierung in den Unsicherheiten unserer Zeit.

Die Lehrkräfte Thomas Klement, Sandra Hannweber und die Schülerin Raphaela Kestler beim Bemalen der Steine.

Alumni-Treffen am EGM


Wenn die Bibliothek zur Event-Halle wird, dann ist wieder „Alumni-Zeit“ am Egbert-Gymnasium. Bei Live-Musik der Gruppe „Church Street 10“ trafen sich ehemalige Absolventen der Schule mit Lehrern, Mönchen und aktuellen Schülern. So entsteht ein Netzwerk, das weit über die Schule hinausreicht. Schulleiter Markus Binzenhöfer freute sich über die gelungene Veranstaltung: „Heutzutage liegt es nicht mehr im Trend, christlich zu sein, Leistungen zu zeigen oder die Werte zu pflegen. Wir müssen diesen Geist des Egbert-Gymnasiums weitertragen, weit über den Unterricht und die Schulzeit hinaus“. Dieser Appell fruchtet bereits: So waren Alumni da, die erst vor einem oder zwei Jahren Abitur gemacht haben, aber auch welche, die schon vor über 20 Jahren die Schule verließen. Die Anwesenden lobten, dass immer eine liebevolle Atmosphäre herrscht, wenn man zurückkommt. Auch wenn man die anderen Ehemaligen erst nicht kennt, da sie aus einem anderen Jahrgang kommen, spürt man, dass man stets willkommen ist.

EGM bei Besuch der Staatssekretärin

Schülerin Felicia Weidt gestaltet Preisverleihung musikalisch

Die Buchhandlung „Buch und Kunst im Klosterhof“ der Abtei Münsterschwarzach ist mit dem Gütesiegel „Partner der Schulen für Leseförderung“ durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Bereits zum 14. Mal wurde das Siegel verliehen, diesmal persönlich durch Staatssekretärin Anna Stolz (Freie Wähler) vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Sie betonte die Wichtigkeit des Lesens im digitalen Zeitalter: „Ich bin selbst ein großer Bücherfan und brauche das gedruckte Buch zum Lesen.“
Gestaltet wurde die Verleihung durch Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums, das neben der Grundschule Schwarzach ein wichtiger Partner der Leseförderung ist. Schülerin Felicia Weidt gab der Preisverleihung mit Gitarre und Gesang einen würdigen Rahmen. Schulleiter Markus Binzenhöfer und Schulleiterin Charlotte Erk bedankten sich persönlich bei der Leitung für die gute Zusammenarbeit. Stolz zeigte sich auch Cellerar und Geschäftsführer P. Christoph Gerhard OSB. Dr. Klaus Beckschulte vom Börsenverein lobte in seiner Ansprache das außergewöhnliche Engagement der Buchhandlung bei unterschiedlichen Aktionen und Veranstaltungen. Ein besonderer Dank von Leiterin Nadine Dötsch ging an ihre Stellvertreterin Evelyn Zapf, die sich mittlerweile seit 14 Jahren für die Verleihung des Gütesiegels einsetzt.

Unser Bild zeigt (von links) Klaus Beckschulte (Börsenverein), Evelyn Zapf, Nadine Dötsch, Staatssekretärin Anna Stolz und Schulleiter Markus Binzenhöfer.

Exkursion nach Weimar

12. Jahrgangsstufe des EGM auf den Spuren von Goethe und Schiller
Die 12. Jahrgangsstufe des Egbert-Gymnasiums unternahm eine Exkursion nach Weimar, um auf den Spuren von Goethe und Schiller zu wandeln und die Inhalte des Lehrplans Deutsch zu vertiefen. Auf dem Besuchsprogramm standen die Dichterhäuser, aber auch die Anna-Amalia-Bibliothek und die Herder-Kirche mit dem berühmten Altarbild von Lucas Cranach. In Anna-Amalia erkannten die Schüler eine in vielen Bereichen moderne Frau, die schon mit 18 Jahren Witwe wird und dann die Regentschaft über ihr Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und die Vormundschaft über ihre beiden Söhne übernimmt. Im Wittums-Palais lernten die Schüler die Räumlichkeiten kennen, in denen Herzogin-Mutter Anna-Amalia nach der Übergabe der Regentschaft an ihren Sohn Karl August die Dichter und Denker ihre Zeit empfing. Unser Bild zeigt einen Teil der Jahrgangsstufe auf dem Platz vor dem Nationaltheater, wo vor 100 Jahren die Verfassung der Weimarer Republik ausgearbeitet wurde.