Theatersaison in Münsterschwarzach

Einen der ganz großen Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur haben sich in diesem Jahr die Schüler des Familientheaters des Egbert-Gymnasiums vorgenommen: Antoine de St.-Exupérys lebensweise Geschichten vom Kleinen Prinzen. Die bekanntesten Erlebnisse des jungen Fürsten sind eingebettet in die morgendlichen Ereignisse einer kleinen Familie, in deren Mittelpunkt kein geringerer steht als Antoine, der Schriftsteller. Aus der Mischung von Alltag und poetischen Szenen entwickelte die Theatergruppe ein einmal lustiges, einmal nachdenkliches, einmal aktionsgeladenes und dann wieder ruhiges Theaterstück für die ganze Familie.

Die nächsten Termine sind Sa, 14. April, Sa 21. April, So 22. April , So 29. April, Sa 05. Mai, Sa 12. Mai, So 13. Mai 2018, jeweils 14.00 Uhr. Reservierungen sind telefonisch über die Schulpforte 09324/20260 oder über theaterk.de möglich.

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Ihr seid Faust!

EGM-Abiturienten erleben Kultur in München

An Goethes „Faust“ kommt kein Schüler in Bayern vorbei. Im Lehrplan des Gymnasiums ist das Werk Pflichtlektüre, und im Abitur kann darauf Bezug genommen werden. Gibt es Gründe, sich darüber hinaus noch freiwillig, noch dazu in den Osterferien, mit Goethes epochalem Drama zu beschäftigen? Die große Ausstellung „Du bist Faust“ in der Kunsthalle München stellt die Frage, wieviel vom Gelehrten Faust, seinem zwielichtigen Begleiter Mephisto und dem tragischen Gretchen in uns und in unserer Zeit steckt. Über 20 Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs am Egbert-Gymnasium haben sich kurz vor ihrem Abitur auf den Weg nach München gemacht, um ihren Lernstoff in dieser anderen Form kennen zu lernen und zu erleben, wie die literarischen Figuren in faszinierenden Portraits und in der Musik Gounods zum Leben erwachen – und Fragen an unsere Zeit stellen: Wieviel Grenzüberschreitung tut gut? Gibt es den Teufel? Was ist Liebe und wann gelingt eine Beziehung? Mit zum München-Programm gehörte auch ein Besuch in der Bayerischen Staatsoper (Verdi: Macbeth) sowie eine Stadtführung. „München leuchtete“ – und die Gruppe nimmt dieses Leuchten mit an die häuslichen Schreibtische mit den Lernskripten und Pflichtlektüren.

Mädchen des Egbert-Gymnasiums sind unterfränkischer Meister

Die Handballmannschaft des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach konnte sich beim Bezirksfinale der Wettkampfklasse Mädchen IV in Aschaffenburg mit zwei deutlichen Siegen durchsetzen.
Das Halbfinale gegen die Wolfskeel-Realschule aus Würzburg endete 16:3. Im Finale konnte das von Thomas Klement trainierte Team dann mit 13:3 gegen das Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium Münnerstadt gewinnen. Grundlage für ein erfolgreiches Turnier bildeten eine konzentrierte Abwehrarbeit und ein variabler Angriff mit Torgefahr von allen Positionen. Der verdiente Lohn für die EGM Mädels ist nun die Teilnahme an der Nordbayerischen Meisterschaft.

Hinten von links nach rechts: Jana Kauschka, Isabell Holzer, Thomas Klement, Paulina Zawora, Nelly-Sue Pusch
Mitte: Jule Unger, Alicia Pfister, Charlotta Müller
Vorne: Maresa Störk

Autor Röhrig zur Lesung am Egbert-Gymnasium

„In 300 Jahren vielleicht“ lautet der Titel des historischen Jugendromans, den Tilman Röhrig im Rahmen einer Lesung am Egbert-Gymnasium präsentierte. Das Geschehen spielt zur Zeit des 30-jährigen Krieges, dessen Ausbruch sich in diesem Jahr zum 400. Mal jährt. In einer regen Diskussion ging es anschließend auch um die Frage, was das Geschehen von damals mit unserer heutigen Zeit zu tun hat. Röhrig zog dabei Parallelen zwischen dem 30-jährigen Krieg und dem heutigen Kriegsgeschehen in Syrien: „Auch damals gab es viele verschiedene Kriegsparteien und es war schwer zu sagen, wofür die einzelnen Gruppen kämpften, worin ihr genaues Ziel bestand und wer hier als gut oder böse anzusehen ist.“

Steintafeln erinnern an acht Zöglinge

Weihe des Denkmals an der Friedhofsmauer der Abtei

100 Jahre ist es her, dass der Erste Weltkrieg zu Ende ging. Dieser Krieg stellte die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts dar und forderte viele Opfer – auch in der Abtei Münsterschwarzach. Neben zahlreichen Mönchen kamen auch acht „Zöglinge“, wie man die Schüler damals nannte, zu Tode. An sie erinnert nun wieder ein dreiteiliger Stein an der Friedhofsmauer der Abtei. In einer kleinen Feierstunde im Rahmen des Benediktsfest, dem 21. März, wurde der Stein im Beisein von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Prior P. Pascal würdevoll eingeweiht.
Etwa 15 Schüler des Egbert-Gymnasiums und ihre Lehrkraft Karin Illner beschäftigten sich ein Jahr lang mit dem Denkmal, das seit etwa 20 Jahren ein „Schattendasein“ im Archiv fristete und bei dem eine von drei Platten fehlte. Den Schülern war klar: Das Andenken an die acht früheren Schüler, die sich freiwillig für den Militärdienst gemeldet hatten und dabei ihr Leben verloren, sollte wieder hergestellt werden. So suchten sie die Zusammenarbeit mit Abtei-Archivar P. Franziskus Büll und der Bildhauerin Dresch-Fritzsch aus Schwarzach, die die verschwundene Steinplatte erneuerte. Es wurden Standorte geprüft und wieder verworfen, ehe man am Eingang zum Friedhof den idealen Platz gefunden hatte.
Im weiteren Verlauf sammelten die Schüler Spenden, mit deren Hilfe das Projekt auf die Beine gestellt werden konnte: Der „Münsterschwarzacher Kreis“, der Förderverein des EGM, engagierte sich sehr stark. Darüber hinaus stellte Schulleiter Robert Scheller den Kontakt zur Franz-Oberthür-Stiftung her. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer holte den „Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge“ mit ins Boot, so war man der Realisierung des Projekts schon ein Stück näher. Das Schmieden der Haken für die Aufhängung und die Anbringung der Steintafeln übernahm die Metallwerkstatt der Abtei.
„Ich hatt´ einen Kameraden“ spielte Solotrompeter Benjamin Hettrich (Q12) zu Beginn der feierlichen Einweihung – und traf damit den richtigen Ton. Die acht Namen der Toten – Anton Kram, Georg Kraus, Julius Dreyer, Wilhelm Bussmann, Gregor Albert, Oskar Nöth, Karl Pfriem und Johann Rösch – mahnen dazu, den Frieden zu achten und zu bewahren. So stellte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer in seiner Ansprache auch heraus, dass der Erste Weltkrieg vielleicht vermeidbar gewesen wäre, aber der Konflikt zunehmend eskaliert sei. „So konnte am Ende keine Konfliktpartei mehr am Frieden festhalten, weil sie sonst das Gesicht verloren hätte.“ Beinhofer sah das als Mahnung an, auch heute die Streitigkeiten in der Welt nicht eskalieren zu lassen, sondern den Dialog zu suchen.
Schülerin Natalia Hirschmann las aus Frontberichten vor, die an die Abtei geschickt worden waren. Darin ging es um furchtbares Leid, das durch Gas-Angriffe den eigenen und den feindlichen Soldaten zugefügt worden war. In Erinnerung an die Opfer wurde ein Kranz am Fuße des Denkmals niedergelegt. Schulseelsorger P. Jesaja weihte die Steinplatten mit Weihwasser, bevor eine A-Capella Gruppe der Schule am Ende zum Lob Gottes sang.

Spaß beim Lernen

Allen Grund zur Freude hatten Mia und Lilli Scheibenberger beim Tag der offenen Tür des Egbert-Gymnasiums. Während Papa und Mama mit vielen nützlichen Informationen über das neue Schulkonzept und die anstehende Renovierung versorgt wurden, besuchten die beiden den Ausstellungsraum der Schülerzeitung „PEERplus“. Da ergatterten sie nicht nur das neueste Exemplar, sondern posierten auch noch vor dem Fotografen. Die Mickey-Maus-Gimmicks hatten es ihnen angetan, und ein rotes Herz durfte natürlich auch nicht fehlen. Der Tag der offenen Tür am EGM war ein voller Erfolg.

Fulminante Bühnenshow zum Abschied vom EGM

„EGM, die Schule die ist cool! Was du hier alles machen kannst, das haut dich echt vom Stuhl“. Mit dieser Hymne, die sie schon als Fünftklässler gelernt haben, verabschiedeten sich die Abiturienten des Egbert-Gymnasiums auf musikalische Art und Weise. Bevor die Abiturprüfungen losgehen, luden sie zu ihrem Abschlusskonzert ein – und der Publikumserfolg war überragend. Über 400 Besucher drängten sich in der vollbesetzten Aula und waren begeistert von den Darbietungen der angehenden Abiturienten.
Eine Fülle von Musikbeiträgen wartete auf das Publikum. So zeigten einige Schüler, welchen Klangkörper man ohne Begleitung, nur mit A-capella-Gesang erzeugen kann. Darüber hinaus kamen auch ungewöhnliche Instrumente zum Einsatz, etwa Flaschen, denen man je nach Befüllung einen unterschiedlich hohen Ton entlocken konnte. Neben diesen humorvollen Beiträgen waren aber auch höchst anspruchsvolle, symphonische Klänge zu hören. So trat das Streich- und Blasorchester gemeinsam auf und intonierte „Music was my first love – and it will be my last“. Ein Hauch von „Blues brothers“ wehte durch die Aula, als Stefan Nürnberger in die Trompete blies und Stefan Steinberger am Bass in die Saiten griff.

Cool bis ans Herz: die Blues Brothers.


Will man die Aufführungen des Abends beschreiben, so ist der traditionelle Begriff „Konzert“ allerdings nur zum Teil richtig: Mit Filmbeiträgen nahmen die Schüler sich selbst und ihre Lehrer aufs Korn. Die Frage, ob sie in den letzten acht Jahren im „falschen Film“ gewesen seien, zog sich wie ein Roter Faden durch die Präsentationen. Viele Anspielungen auf Kino-Erfolge gab es auch bei einem szenischen Spiel, bei dem Isabel Kestler Regie führte. Darin hatten es zwei Schüler nicht geschafft, ihre Seminararbeiten rechtzeitig abzugeben, und spielten rückblickend, was ihnen alles auf dem Weg zur Seminararbeitsabgabe widerfahren war: Asterix und Obelix spielten ihnen einen Streich, die Eisprinzessin griff ein und schließlich fand man sich bei „Tribute von Panem“ wieder. Die Zuschauer staunten über die Kreativität der gezeigten Ausreden – die Lehrkräfte waren weniger überrascht, sind sie doch aus dem Schulalltag so einiges gewohnt.
Neben diesen Mulitmedia-Installationen zeigten die Schüler allerdings auch, dass es nicht unbedingt großer Technik bedarf, um kreativ zu sein. Die Macht des Wortes allein, vorgetragen durch eine charismatische Stimme und schauspielerisches Geschick, kann die Herzen der Zuschauer erreichen. So wandelte Saskia Stoss auf den Spuren von Dieter Nuhr, als sie als „Kundin“ das „Gesamtpaket EGM“ für ihre Amazon-Bewertung in den Blick nahm und je nach Güteklasse ihre Sterne verteilte. Franziska Baumann hielt den Eingangsmonolog von Goethes „Faust“ in abgewandelter, auf ihre Schule passender Form und ließ dabei kein Auge trocken. Zum gemeinsamen Schlusslied versammelte sich der gesamte Jahrgang auf der Aulabühne und dankte Schulleiter Robert Scheller und den Lehrkräften für die Betreuung und Förderung in den zurückliegenden acht Jahren. Mit einer kleinen „After-Show-Party“ endete der Abend, der den Zusammenhalt innerhalb des Jahrgangs enorm förderte und das kreative Potential vieler Schüler eindrucksvoll ans Licht brachte.