„Ein unverrückbarer Pflock“

In der „Night of faith“ zeigen Jugendliche des EGM, was Glaube für sie bedeutet

Die Abteikirche, in mystisches Licht getaucht.


Zur „Night of faith“, einer „Nacht des Glaubens“ lud ein Projektseminar des Egbert-Gymnasiums am Freitagabend in die Abteikirche ein. Ein Jahr lang hatten die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Kursleiterin Kathrin Brandl auf dieses Ereignis hingearbeitet. Sie wollten neue Wege gehen, um Gott zu suchen und sich mit den Fragen des Glaubens zu beschäftigen. Die starre Form des Gottesdienstes wurde aufgebrochen, stattdessen gab es Musik von der Band, Gesprächskreise, die Möglichkeit zur Meditation und zwischendurch auch Kaffee und Kuchen. Von 19 bis 23 Uhr herrschte „spiritueller Ausnahmezustand“ in der Abteikirche.
Der Bereich um den Hochaltar war mit Decken ausgelegt worden, um es sich dort am Boden gemütlich zu machen. Orangefarbene Scheinwerfer und eine Fülle von Kerzen tauchten das ansonsten dunkle Gotteshaus in ein mystisches Licht. Die Besucher konnten ihre Gebetsanliegen und Fürbitten in eine Klagemauer stecken. Die Schuhkartons, die die „Steine“ der Klagemauer bildeten, wurden am Ende vor der Abteikirche verbrannt, und zwar als Zeichen dafür, dass Gott die Klagen aufnehmen und den Gläubigen beistehen möge.
Um der Frage „Was ist Glaube für dich“ nachzugehen, wurden Zettel geschrieben und auf eine Pinnwand geheftet. „Ein unverrückbarer Pflock, der eingeschlagen wurde für mich“, war da anschließend zu lesen, außerdem fielen immer wieder die Begriffe „Zuflucht“, „Halt“, „Vertrauen“ und „Zuversicht“. Um sich weiter mit dem Thema auseinander zu setzen, wurden Steine bemalt, beschriftet und anschließend auf ein großes Fragezeichen aus Holz geklebt. Schulseelsorger Pater Jesaja Langenbacher dankte den Schülern für die große Mühe bei der Vorbereitung. Die „Nacht des Glaubens“ zeigte, dass junge Menschen nach wie vor eine große Sehnsucht danach haben, Gott zu suchen. Der Glaube bietet Orientierung in den Unsicherheiten unserer Zeit.

Die Lehrkräfte Thomas Klement, Sandra Hannweber und die Schülerin Raphaela Kestler beim Bemalen der Steine.

Alumni-Treffen am EGM


Wenn die Bibliothek zur Event-Halle wird, dann ist wieder „Alumni-Zeit“ am Egbert-Gymnasium. Bei Live-Musik der Gruppe „Church Street 10“ trafen sich ehemalige Absolventen der Schule mit Lehrern, Mönchen und aktuellen Schülern. So entsteht ein Netzwerk, das weit über die Schule hinausreicht. Schulleiter Markus Binzenhöfer freute sich über die gelungene Veranstaltung: „Heutzutage liegt es nicht mehr im Trend, christlich zu sein, Leistungen zu zeigen oder die Werte zu pflegen. Wir müssen diesen Geist des Egbert-Gymnasiums weitertragen, weit über den Unterricht und die Schulzeit hinaus“. Dieser Appell fruchtet bereits: So waren Alumni da, die erst vor einem oder zwei Jahren Abitur gemacht haben, aber auch welche, die schon vor über 20 Jahren die Schule verließen. Die Anwesenden lobten, dass immer eine liebevolle Atmosphäre herrscht, wenn man zurückkommt. Auch wenn man die anderen Ehemaligen erst nicht kennt, da sie aus einem anderen Jahrgang kommen, spürt man, dass man stets willkommen ist.

EGM bei Besuch der Staatssekretärin

Schülerin Felicia Weidt gestaltet Preisverleihung musikalisch

Die Buchhandlung „Buch und Kunst im Klosterhof“ der Abtei Münsterschwarzach ist mit dem Gütesiegel „Partner der Schulen für Leseförderung“ durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Bereits zum 14. Mal wurde das Siegel verliehen, diesmal persönlich durch Staatssekretärin Anna Stolz (Freie Wähler) vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Sie betonte die Wichtigkeit des Lesens im digitalen Zeitalter: „Ich bin selbst ein großer Bücherfan und brauche das gedruckte Buch zum Lesen.“
Gestaltet wurde die Verleihung durch Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums, das neben der Grundschule Schwarzach ein wichtiger Partner der Leseförderung ist. Schülerin Felicia Weidt gab der Preisverleihung mit Gitarre und Gesang einen würdigen Rahmen. Schulleiter Markus Binzenhöfer und Schulleiterin Charlotte Erk bedankten sich persönlich bei der Leitung für die gute Zusammenarbeit. Stolz zeigte sich auch Cellerar und Geschäftsführer P. Christoph Gerhard OSB. Dr. Klaus Beckschulte vom Börsenverein lobte in seiner Ansprache das außergewöhnliche Engagement der Buchhandlung bei unterschiedlichen Aktionen und Veranstaltungen. Ein besonderer Dank von Leiterin Nadine Dötsch ging an ihre Stellvertreterin Evelyn Zapf, die sich mittlerweile seit 14 Jahren für die Verleihung des Gütesiegels einsetzt.

Unser Bild zeigt (von links) Klaus Beckschulte (Börsenverein), Evelyn Zapf, Nadine Dötsch, Staatssekretärin Anna Stolz und Schulleiter Markus Binzenhöfer.

Exkursion nach Weimar

12. Jahrgangsstufe des EGM auf den Spuren von Goethe und Schiller
Die 12. Jahrgangsstufe des Egbert-Gymnasiums unternahm eine Exkursion nach Weimar, um auf den Spuren von Goethe und Schiller zu wandeln und die Inhalte des Lehrplans Deutsch zu vertiefen. Auf dem Besuchsprogramm standen die Dichterhäuser, aber auch die Anna-Amalia-Bibliothek und die Herder-Kirche mit dem berühmten Altarbild von Lucas Cranach. In Anna-Amalia erkannten die Schüler eine in vielen Bereichen moderne Frau, die schon mit 18 Jahren Witwe wird und dann die Regentschaft über ihr Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und die Vormundschaft über ihre beiden Söhne übernimmt. Im Wittums-Palais lernten die Schüler die Räumlichkeiten kennen, in denen Herzogin-Mutter Anna-Amalia nach der Übergabe der Regentschaft an ihren Sohn Karl August die Dichter und Denker ihre Zeit empfing. Unser Bild zeigt einen Teil der Jahrgangsstufe auf dem Platz vor dem Nationaltheater, wo vor 100 Jahren die Verfassung der Weimarer Republik ausgearbeitet wurde.

Kampf gegen die Leukämie

Prof. Markus Böck informiert am EGM über die Stammzellenspende

Prof. Markus Böck referierte am EGM. Die Knochenmarkentnahme ist heute in der Regel nicht mehr nötig, um Stammzellen zu gewinnen.


Für viele Leukämie-Kranke bietet eine Stammzellenspende die einzige Chance auf Heilung. Wenn Geschwister oder Verwandte der Patienten keine geeigneten Stammzellen haben, dann bleibt nur die Hoffnung, dass man in der Stammzellspenderdatei fündig wird. Wie man zum möglichen Spender wird, darüber informierte Prof. Markus Böck von der Universität Würzburg die Oberstufenschüler des Egbert-Gymnasiums.
Die Aufnahme in die Spenderdatei ist denkbar einfach: Es genügt, ein Wattestäbchen in den Mund zu nehmen und an der Wangenschleimhaut entlang zu streichen. So können die Gewebemerkmale bestimmt werden, die zwischen Spender und Empfänger übereinstimmen müssen, damit eine Stammzellenspende möglich ist. Für 20 bis 30 Prozent der Erkrankten findet man derzeit noch keinen geeigneten Spender. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto größer wird die Chance, dass auch sie gerettet werden können. Alle zwei Jahre haben die Oberstufenschüler des EGM die Möglichkeit, sich auf freiwilliger Basis in die Datei aufnehmen zu lassen.
Ist ein Spender gefunden, verläuft das weitere Prozedere meist recht unkompliziert: In den meisten Fällen ist dafür heute keine Knochenmarkentnahme unter Vollnarkose mehr nötig, sondern die Stammzellen wandern mit Hilfe von Spritzen in die Blutbahn, sodass sie im Rahmen einer längeren Blutspende gewonnen werden können. Das dauert etwa fünf Stunden und wird ambulant durchgeführt. Prof. Böck ließ allerdings keinen Zweifel daran: „Eine Spende kommt nur in Frage, wenn der Spender gesund ist.“
Bei der Leukämie produzieren einige Stammzellen des Patienten zu viele und noch dazu defekte weiße Blutkörperchen. Dagegen werden keine roten Blutkörperchen und Blutplättchen mehr erzeugt, was zum Tod führt, wenn es nicht behandelt wird. Bei der Stammzellentherapie werden die alten Stammzellen des Patienten ausgeschaltet und dann neue Stammzellen des Spenders injiziert. Wenn alles gut verläuft, kann damit der Blutkrebs besiegt werden.

„Komm, folge deinem Stern“

Musical Sternenbote neu interpretiert

Auch mit wissenschaftlichen Beweisen kann Galileo seine Kollegen nicht überzeugen, wenn sie dem althergebrachten Wissen widersprechen.


Eine Gruppe von ehemaligen und aktuellen Schülern des Egbert-Gymnasiums brachte das Musical „Komm, folge deinem Stern“ auf die Bühne der Aula. Als Vorlage diente das Stück „Der Sternenbote“ von Markus Binzenhöfer, das vor zwei Jahren seine Premiere gefeiert hatte und nun neu interpretiert wurde. Es handelt von Galileo Galilei, der in die Stadt Padua kommt und die Lehren seiner Entdeckungen verbreiten möchte. In der Stadt angekommen, lernt er im „Hause Gamba“ Marina kennen und die beiden werden schnell zu Vertrauten. Beide interessieren sich für die Wissenschaft und halten nicht viel von den rückwärtsgewandten und durch die Kirche dominierten Weltansichten – im Gegensatz zum Volk von Padua, welches alles tut, um Galileos Entdeckungen und Ansichten zu untergraben. Zusammen mit Gina, die ein uneheliches Kind erwartet, werden Galileo, Marina und Gina zu guten Freunden. Durch einige Höhen und Tiefen begleiten sich die drei gegenseitig und versuchen, etwas Licht in das veraltete Padua zu bringen. Das Musical ermutigt dazu, seinem eigenen Stern zu folgen und sich nicht von Hindernissen abbringen zu lassen.

Sie finden ihr Glück: Galileo (Benedikt Jakob) und Marina (Agnes Binzenhöfer).

Bronzemedaille!

Die Fußballer vom EGM belegen beim Bayernfinale den 3. Platz

In Ergolding stieg am 15.08. das Bayerische Landesfinale im Fußball, bei dem das Egbert-Gymnasium mit der Wettkampfklasse Jungen III vertreten war. Nach ca. 25 Jahren ist es wieder mal einer Mannschaft des EGM im Fußball gelungen, dies zu erreichen. Im ersten Spiel verlor das Team der Betreuer Thomas Klement und Stefan Schöderlein gegen Gersthofen (Eliteschule des Fußballs – Kooperation mit FC Augsburg) mit 1:3. Dabei erzielte Julius Dees in der 10. Minute den Führungstreffer, bevor das EGM mit dem Halbzeitpfiff nach einem Eckball den Ausgleich hinnehmen musste (Spielzeit 2x25min). Nach 32 Minuten mussten die Jungs aus Münsterschwarzach ein weiteres Standard-Gegentor durch einen 18-Meter-Freistoß hinnehmen. Das 1:3 in der 45. Minute war dann nur noch Makulatur.
Bei knapp 30 Grad hatten die Jungs lediglich 15 Minuten Pause, ehe es gegen Taufkirchen (Eliteschule des Fußballs – Kooperation mit Bayern, 1860 und Haching) ging. In diesem Spiel musste das EGM neben den bereits vor dem Turnier verletzten Florian Redelberger (Handgelenkbruch) auch auf Adrian Treutlein verzichten, der sich eine Blessur am Oberschenkel zugezogen hatte. Die taktische Ausrichtung schien zunächst erfolgreich zu sein: „In dieser Partie standen wir sehr tief, haben die Räume kompakt geschlossen und konnten mit schönen Ballstafetten über die Achse Grill – Götzelmann – Klos immer wieder für Nadelstiche sorgen“, so Trainer Stefan Schöderlein. Leider war der Kräfteverschleiß aus dem ersten Spiel deutlich zu spüren und das EGM musste sich gegen frische Taufkirchener mit 0:4 geschlagen geben, wobei auch hier zwei Tore aus Standards resultierten.
Dennoch fiel das Fazit des Trainers positiv aus: „Mit erhobenem Haupt und teils tollem Fußball haben wir die Rückreise als 3. Landessieger von ganz Bayern nach Münsterschwarzach angetreten“, so Schöderlein. Das EGM ist stolz auf seine Jungs. Von den 15 Kaderspielern gehören 3 Spieler aktuell nicht mal einem Verein an. Für die Jungs war es ein tolles Erlebnis, gegen die Profis von morgen kicken zu dürfen.